Nvidia weiterhin ohne Notebook-Treiberpaket

ATI-Konkurrent: "Notebook-Hersteller wollen keine Treiber-Updates"

Obwohl es ATI mit seinem Catalyst Mobility vormacht, will Nvidia voerst selbst kein eigenes Notebook-Treiberpaket anbieten. Wer ein Notebook mit Nvidia-Grafikchips besitzt und nicht lange auf Treiber-Updates des Geräteherstellers warten will, muss also weiterhin auf umgebastelte ForceWare-Treiberpakete setzen.

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Als Grund dafür gab Ben de Waal, Vizepräsident von Nvidias Softwareabteilung, auf einer Nvidia-Veranstaltung an, dass Notebook-Hersteller keine Treiber-Updates für ihre Geräte wünschen würden. Das Problem sei ein rein politisches - es liege primär an den Notebook-Herstellern, die kein Interesse an eventuellen Support-Problemen mit den im Desktop-Bereich häufigen Treiber-Updates hätten.

Auch ATI berichtete davon, dass Notebook-Hersteller sich gegen frei verfügbare generische Treiber aussprechen würden - problematisch sein könnten etwa die verschiedenen Taktraten und Speicherausbaumöglichkeiten. In der Regel durchlaufen die Treiber für Notebooks beim Hersteller erst eine rigide Überprüfung, um Probleme mit der Hardware möglichst zu vermeiden.

Mit seinem Anfang Juni 2005 eingeführten Notebook-Treiberpaket Catalyst Mobility beschreitet der kanadische Grafikchip-Hersteller ATI deshalb Neuland und bietet Partnern ein entsprechendes Zertifizierungsprogramm an. Allerdings liefert auch ATI auf Grund der Beschränkung auf Notebooks spezifischer Hersteller mit Mobility Radeon X700 und X800 noch nicht das, was man sich als Kunde wünschen mag - insbesondere wenn es um Spiele geht, für die ATI und Nvidia ihre Desktop-Treiber regelmäßig aktualisieren. Erst im Laufe der nächsten sechs Monate will ATI mehr Notebooks und Grafikchips mit dem Catalyst M unterstützen, sofern weitere Partner mitziehen.

Seitens Nvidia wird allerdings bezweifelt, dass ATI auch die großen Notebook-Hersteller überzeugen könne. Bisher habe ATI nur weniger bedeutende Partner für die Unterstützung vom Catalyst Mobility überzeugen können, bei Herstellern wie Dell werde dies nicht gelingen.

Nvidias Treiberexperte de Waal wies darauf hin, dass die bestehenden ForceWare-Treiber für Desktop-Grafikchips auch die Treiber für die Notebook-Grafikchips enthalten - nur sind sie nicht freigeschaltet. Beim herkömmlichen ATI-Treiberpaket Catalyst ist das nicht anders, weshalb private Projekte wie die inoffiziellen Omegadrivers bisher noch nötig sind, wenn man als Kunde auf die aktuellen Treiber angewiesen ist. Hier sind ATI, Nvidia und Notebook-Hersteller weiterhin gefragt, den Kunden in Zukunft mehr Sicherheit und Service zu bieten, anstatt sie alleine zu lassen bzw. zur Eigeninitiative zu zwingen.


Per Hansen 13. Jun 2005

Was soll man dazu sonst noch sagen? Was macht linux denn mit 3d? Meinst du etwa den...

Devlin 11. Jun 2005

Normal nicht, die Hersteller der Notebooks wollen es nur einfach nicht, wenn ein Kunde...

echoray 11. Jun 2005

Was Linux zum Beispiel in Sachen 3D macht, ist treibermäßig gesehen "Kinderkram". Viele...

robin 10. Jun 2005

Also kann mir mal jemand sagen welche probleme man zu erwarten hätte, da man momementan...

Unwichtig 10. Jun 2005

Mein Noti rennt ohne Probleme mit den offiziellen Treiber der Homepage (1.0-7664)

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