World of Warcraft startet in China - mit Stundenabrechnung

Online-Rollenspiel mit anderem Vertriebsmodell für den chinesischen Markt

Blizzard Entertainment hat sein Online-Rollenspiel World of Warcraft (WoW) nun nach beendeter Beta-Phase auch in China gestartet. Anders als in den USA und Europa setzen Blizzard und sein chinesischer Partner The9 dabei nicht auf eine monatliche, sondern eine nutzungsabhängige Bezahlweise.

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Den kompletten Support und den Betrieb der chinesischen WoW-Server übernimmt der Publisher The9, der bereits Erfahrungen mit Online-Spielen gesammelt hat. Dabei wird - angepasst an den chinesischen Markt - einiges anders gemacht als in den USA und Europa: Das komplett lokalisierte Online-Rollenspiel wird in China zum Download angeboten, nicht auf CD oder DVD. Die Spieler erwerben zum Spielen einen "CD-Schlüssel" für umgerechnet rund 3 Euro (30 Yuan) und eine ebenso teure World-of-Warcraft-Punktekarte mit Spielzeit.

Pro Spielstunde werden neun Punkte abgerechnet, was umgerechnet rund 4 Cent (0,45 Yuan) entspricht. Da eine Karte 600 WoW-Punkte umfasst, kommt man damit auf knapp 67 Spielstunden. Auf Grund des geringeren Einkommens der chinesischen Bevölkerung erklärt sich auch der niedrige Preis - in Europa zahlen WoW-Spieler bis zu 12,99 Euro pro Monat, was für viele Chinesen wohl über den Verhältnissen liegen dürfte. Auch in den USA und Europa wurden schon Wünsche geäußert, dass Blizzard Alternativen zu den monatlichen Gebühren einführen möge, was bisher nicht geschah.

Das spezielle Schlüsselsystem soll chinesische Spieler besser davor schützen, ihren Account durch Trojaner und Ähnliches loszuwerden. Genauere Angaben dazu machte Blizzard nicht. Der Verkaufsstart von World of Warcraft erfolgte im direkten Anschluss an den öffentlichen Betatest, in dessen Verlauf zeitweise über 500.000 Spieler gleichzeitig aktiv waren.

The9s engagiertes Team, zusammengesetzt aus chinesischen Mitarbeitern und einem chinesischen Management, soll in Zukunft ein integraler Bestandteil der Entwicklung von World of Warcraft und dessen Kundendienst sein. Der Aufgabenbereich von Blizzards Partner umfasst die Synchronisation von Spielinhalt-Updates, die Weiterleitung von Spieler-Feedback an die Entwickler, bis hin zur Übersetzung, um das Spiel an die Bedürfnisse der chinesischen Spieler anzupassen. Weiterhin bietet das lokale Team das ganze Jahr über einen 24-Stunden-Kundendienst, mit direktem Game-Master-(GM-)Support und einem lokalen Call-Center, an, um Spielern bei Spielfragen und technischen Problemen zur Seite zu stehen.

"Es war seit langem eines der Ziele von Blizzard, sich zu einem der führenden Entwickler und Publisher auf dem chinesischen Spielemarkt zu entwickeln. Wir waren schon immer der Meinung, dass China über eine große und begeisterte Spielergemeinde verfügt, die dazu bereit ist, eine der größten Spielregionen weltweit zu werden", so Mike Morhaime, Vorstandsvorsitzender und Mitbegründer von Blizzard Entertainment.


BloodAngel 21. Aug 2005

Guildwars hat zwar monatlich keine Grundgebühren, ist jeddoch dafür extrem...

Wurstpott 22. Jul 2005

Na super...einer mit 1337ness-Faktor eine Milliarde...ganz krass.

Wurstpott 22. Jul 2005

Jein...sicherlich sind manche Sachen überzogen. Allerdings, wenn du den Artikel gelesen...

Cord 22. Jul 2005

Richtig. Also ich hab ja nichtmal nen Auto ;) Und ob ich die 13 Euro nun für andere...

Cord 22. Jul 2005

Diese zwei Spiele sind wesentlich länger auf dem Markt. Warscheinlich haben sie ihre...

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Söldner des Schattens / 05. Aug 2005

Zu brutal für China



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