Neue Intel-Chipsätze kommen noch im Mai

Desktop-Chipsatz 945 steht vor Markteinführung

Alle Jahre wieder im Frühling wechselt Intel die Plattform. Diesmal steht in Vorbereitung auf Dual-Core-Prozessoren und die Virtualisierungstechnik Vanderpool eine Runderneuerung der Desktop-Chipsätze auf dem Programm.

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Intels inoffizielle Roadmaps weisen bisher für den Marktstart der neuen Plattformen nur das zweite Quartal 2005 aus. Wie eine Sprecherin des Unternehmens jetzt aber der Nachrichtenagentur AP bestätigte, werden die neuen Chipsets noch im Mai eingeführt.

Am wichtigsten ist für Intel der 945G. Er stellt laut der Roadmap die neue "Corporate Stable Platform" dar: Unternehmen können mit den passenden Treibern Image-CDs erstellen, die mindestens ein Jahr gültig sein sollen. Gegenüber dem Vorgänger 915G wurde der integrierte Grafikkern (jetzt GMA 950 statt 900 genannt) erweitert, Details dazu sind noch nicht bekannt. Die 945-Serie, die auch als 915P ohne Grafik erscheint, wird jedoch alle aktuellen FSB-Takte von effektiv 533 über 800 bis 1.066 MHz unterstützen. Neu ist auch Support für DDR2-SDRAM mit effektiv 667 MHz Takt auf zwei Speicherkanälen.

Wie viel Speicher die neuen Chipsätze unterstützen, hat Intel noch nicht verraten. Der schon mit der Extreme Edition 840 eingeführte 955X kann jedoch 8 GByte adressieren, so dass diese Speichermenge auch für die 945-Serie wahrscheinlich scheint. Standard-Features wie PCI-Express und Serial-ATA sind natürlich auch geboten.

Die neuen Chipsätze kommen standardmäßig mit einem Port für Gigabit-LAN und werden mit Intels neuer Active Management Technology ausgestattet. Auch im ausgeschalteten Zustand soll der Rechner sich so zur Fernwartung starten lassen, und zwar in einer Weise, die über das betagte "Wake on LAN" hinausgeht.

Fest steht jedoch, dass alle neuen Chipsätze die Virtualisierungstechnik Vanderpool unterstützen, über deren Funktion Golem bereits berichtet hat. Die passenden Prozessoren fehlen jedoch noch, sie kommen erst mit einem Update der 600er-Serie des Pentium 4 und dem Pentium D auf den Markt. [von Nico Ernst]


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