Spieletest: Spätwinterhitze - Krimi im Browser
Interaktiver Roman von Frank Klötgen
Mit Spätwinterhitze hat Frank Klötgen einen interaktiven HTML-Krimi im Film-Noir-Stil auf CD gebracht. Laut dem Verlag Voland & Quist sprengt Slam-Poet Klötgen mit seinem für den Internet Explorer und Firefox optimierten Werk die Grenzen zwischen Buch, Comic und Computerspiel - Spätwinterhitze bleibt jedoch trotz interessanter Story schwer genießbar.

Spätwinterhitze (Browserspiel)
Auch in Spätwinterhitze schlüpft der "Leser" in die Rolle des Ich-Erzählers und steuert sich als Mitarbeiter einer Headhunter-Agentur durch den interaktiven Roman. Nach einer kurzen Überprüfung, ob alle nötigen Browser-Plug-Ins für Sound und die absichtlich schlicht gehaltenen Grafiken vorhanden sind, gilt es, hinter die Machenschaften eines Weltkonzerns zu kommen, der Politiker schmiert, Mitwisser ausschaltet und menschenverachtende humangenetische Experimente durchführt. Los geht es mit einem mysteriösen Todesfall und bald wird klar, dass nicht alles so ist, wie es aussieht.

Screenshot #1
Zwischen den einzelnen Kapiteln bietet das Spiel einem auch an, in die Stammkneipe des Protagonisten zu gehen - und in diesem Rahmen auch im offiziellen Online-Forum andere Spieler zu treffen und sich mit diesen auszutauschen. Mitunter gilt es im Spiel sehr aufzupassen, welche Wahl man trifft - denn falsche Entscheidungen kosten auch mal das virtuelle Leben oder beenden das Spiel vorzeitig. Gespeichert wird einfach per Browser-Lesezeichen, bestimmte Entscheidungen lassen sich aber auch ohne browsereigene Funktionen nachträglich verändern.
Die meist monochrome Darstellung der Texte, Grafiken und Animationen in Hauptfenster und Pop-Up-Fenstern wird durch Geräusche und Gespräche untermalt. Obwohl der triste Darstellungsstil durchaus zur düsteren Stimmung der Story beitragen kann, sind die eingeblendeten Texte nicht immer gut zu lesen, werden an immer anderen Stellen eingeblendet und der Spieler/Leser durch die Pop-Ups abgelenkt - eine eher "wilde" Form des klassischen Text-Adventures, die ohne Text-Parser auf Klicks reduziert wurde.







Hallo Petrick Nein, das solte man nicht tun. Es überrascht ein wenig, dass die Rezension...
...war ja auch als lob gmeint!
Naja, das wäre vielleicht auch etwas viel erwartet. Aber den Ansatz finde ich spannend...
joah... ist ganz nett & neu. aber net grad die revolution in sachen literatur oder?
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