Killerspiele? Frontal21-Bericht macht Spieler aggressiv

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Spitzer, der recht deutliche Worte zu Gewaltspielen und auch Gewalt im Fernsehen spricht, hat in einem längeren Text die Aussagekraft von Studien selbst in Frage gestellt. Feldstudien in geschlossenen Gruppen wie etwa in Internaten würden sich nicht unbedingt auf die Gesamtbevölkerung, sondern auf Teilgruppen beziehen, von denen man unter Umständen annehmen könne, dass es sich um von vornherein aggressivere Kinder handele. "Dies wiederum schränkt die Verallgemeinerungsfähigkeit der Resultate ein", so Spitzer in seinem online nachzulesenden Beitrag "Gewalt im Fernsehen - Über den Zusammenhang von medialer und realer Gewalt".

Nur Publisher EA wollte mit Frontal21 sprechen
Wie Spitzer sein Weltbild - "gesehene Gewalt führt zu Gewalt" - dennoch wieder ins Lot bekommt, lässt sich im genannten Artikel zur aggressionssteigernden Wirkung von Gewalt im Fernsehen nachlesen: "Vernachlässigung als Kind, Aufwachsen in einer unsicheren Nachbarschaft, geringes Einkommen der Familie, geringes Ausbildungsniveau sowie psychiatrische Erkrankungen der Eltern korrelierten signifikant positiv mit dem Fernsehkonsum im Alter von 14 Jahren. Der Fernsehkonsum im Alter von 14 Jahren stand in einem signifikanten Zusammenhang mit späteren aggressiven Akten gegenüber anderen Personen, nicht jedoch mit späteren Diebstahlsdelikten, Brandstiftung oder Vandalismus, also nicht mit Kriminalität überhaupt." Man könnte also auch schlicht folgende Binsenweisheit darin erkennen: Fernseher und Computerspiele taugen nicht als Erziehungsersatz.
Kommentar:
Auch der neue Frontal21-Bericht zeigt ein altes Dilemma von Computerspielen: Berichte in Massenmedien nehmen sich des Themas vornehmlich dann an, wenn es entsprechend reißerisch präsentiert werden kann. Eine möglichst nüchterne und unvoreingenommene Berichterstattung liegt wohl nicht im Interesse der großen Publikumsmedien, denn das verspricht weder hohe Auflage noch Quote. Leider gewinnt man Zuschauer in der Prime-Time wohl eher durch Angst einflößende und Verunsicherung schürende Beiträge als durch aufklärende Dokumentationen.
Solch einseitige Berichterstattung wie bei Frontal21 erzürnt dann nicht nur die Spiele-Branche, sondern natürlich auch ihre Kunden, die sich nicht grundlos kriminalisieren lassen wollen. Derweil können sich solche Berichte der Zustimmung einer großen Zielgruppe sicher sein, die sich nur selten mit diesem Thema befasst und sich über einfache Lösungen freut, wie sie dort präsentiert werden. Nach Lesart des Frontal21-Berichts verschwinden Gewaltprobleme unter Jugendlichen schlagartig, wenn nur keine Gewalt mehr in Computerspielen gezeigt wird. Das Thema Gewalt in der Gesellschaft ist allerdings zu komplex, als dass man dafür nur jeweils einen Verursacher verantwortlich machen kann.







TatjenaE ist das Perfekte Beispiel für eine Person die nur auf das höhrt was in den...
Es wird nicht auf Menschen geschossen sondern auf Spielfiguren die NICHT REAL SIND, und...
Erst einmal muss ich sagen, habe ich mit 16 angefangen Ego-Shooter zu spielen und bin...
wie schlecht..... jedem dem seine,und es macht halt einfach spaß. ich spiele wirklich...
um es im Klartext zu sagen: seit die Welle der Antiautoritären Erziehung kam, ist die...
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