Spieleentwickler aus Europa fordern staatliche Unterstützung

Dachverband will Geld vom Staat

Die "European Game Developers Federation" fordert in einer Pressemitteilung ihre Mitgliedsverbände auf, bei den jeweiligen Landesregierungen Druck zu machen: Die Entwickler wollen staatliche Fördergelder für ihre Projekte.

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"Computerspiele sind für die jungen Generationen seit 20 Jahren das kulturelle Medium der Wahl und haben von Filmen über Musik bis zur darstellenden Kunst jedes andere Medium beeinflusst", sagt Antoine Villette, Vorstandsmitglied der "European Game Developers Federation" (EGDF). Villette sitzt zudem seinem Landesverband vor, der französischen "Association des Producteurs d'Oeuvres Multimédia" (APOM).

Schützenhilfe erhalten die Franzosen, die neben Dänemark, Großbritannien und den Niederlanden im EGDF organisiert sind, auch von ihren deutschen Mitgliedern. Hier zu Lande sind die Entwickler im "Bundesverband der Entwickler von Computerspielen e.V." organisiert, besser bekannt unter dem Namen G.A.M.E.. So meint Malte Behrmann, Geschäftsführer für den Bereich Politik bei G.A.M.E.: "Ohne vernünftige Unterstützung wird Europa ohne Zweifel seinen Vorsprung, seine Kreativität und seine wirtschaftliche Position auf einem Gebiet verlieren, das als strategisch wichtig für den Kulturkampf von morgen angesehen wird."

Warum gerade Europa staatliche Förderung so nötig hat, erklärt Fred Hasson, Chef des britischen Entwicklerverbandes TIGA: "Produktionen, die speziell das europäische oder ein nationales Publikum ansprechen, existieren seit zwei Dekaden, geraten nun aber wegen steigender Produktionskosten und globaler Konsolidierung der Märkte unter Druck."

Hasson spielt hier auf die typischen europäischen Spiele an. So sind etwa in Deutschland Wirtschaftssimulationen recht beliebt, finden aber außerhalb nationaler Grenzen kaum Freunde. Auch das Genre der Aufbaustrategie ist bis auf die Anno- und Siedler-Serie international wenig erfolgreich, erzielt in Deutschland aber immer wieder Verkaufsrekorde.

In Deutschland ist aber auch die Förderung von Computerspielen, wie sie etwa bei Filmen schon lange üblich ist, stark umstritten. So hatte beispielsweise im November 2004 die Zeitschrift "PC Games" eine Unterschriftenaktion gegen G.A.M.E. gestartet, nachdem der Verband eine "Sondersteuer auf Computerspiele" vorgeschlagen hatte. [von Nico Ernst]


boink 04. Apr 2009

Leider nicht der BIU.

Coocky 20. Aug 2005

Nennt sich Gehirnwäsche, gibt es schon länger. Im alten Rom nannten Sie es "Brot und...

BerserkerXP 29. Mär 2005

Ich bin auch der Meinung das der Staat den Deutschen und Europäischen Spielentwicklern...

UndTschüß 29. Mär 2005

Andere Studien belegen, dass Gamer aufgrund ihrer besseren Motorik, schnellen...

SPONG 29. Mär 2005

Der Spiegel-Online hat es versucht: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,347666,00.html...

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