Grüne besorgt über die Dominanz von Google

Informationsbroschüre - "Suchmaschinen : Das Tor zum Netz"

Die Grünen sorgen sich um die Macht von Suchmaschinen, allen voran Google, sind diese doch heute das Tor zum Internet und damit auch das Tor zu Informationen schlechthin. Suchmaschinen sind aber nicht nur eine praktische Hilfe beim Suchen, sie entscheiden auch, was wir finden und wie wir es finden, merkt Grietje Bettin, medienpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen an.

Anzeige

Es sind die Algorithmen der Suchmaschinenbetreiber, die festlegen, in welcher Hierarchie Ergebnisse präsentiert werden und auch, was möglicherweise ganz verborgen bleibt. Die Möglichkeit, sich aus verschiedenen Quellen informieren zu können, sei dabei die Grundvoraussetzung für die Teilhabe an einer demokratischen Gesellschaftsform. "Monopolstrukturen, wie sie derzeit bei Google feststellbar sind, halten wir für kritisch, weil dies Dominanz einer 'Such'-Meinung bedeutet", skizziert Grietje Bettin die Problematik.

Es sei vor diesem Hintergrund wichtig, die Alternativen zu Suchmaschinen-Monopolisten zu stärken und zu unterstützen. Insbesondere die Initiativen, die es sich zum Ziel gesetzt haben, bereits bestehende Datenbanken und Kataloge von Universitäten und Bibliotheken miteinander zu vernetzen und in ein gemeinsames Portal zu integrieren, seien fördernswert.

Aber auch an anderer Stelle gelte es aufzupassen: So werde Google immer wieder vorgeworfen, durch so genannte "langlebige Cookies" umfangreiche Nutzerprofile zu erstellen. Außerdem werden mit jeder Suchanfrage Informationen wie Tageszeit, Browser-Typ, Browser-Sprache und IP-Adresse mitgeliefert, wobei unklar bleibt, was mit diesen Daten geschieht.

"Klar ist: Wir können keinem Suchmaschinen-Anbieter vorschreiben, welche Algorithmen verwendet werden oder wie viel Information erfasst wird. Schließlich handelt es sich um private Unternehmen, die noch dazu ihren Firmensitz häufig nicht in Deutschland haben", beschreibt Bettin die Situation, nimmt aber dennoch die Anbieter in die Pflicht: "Was wir aber erwarten können, ist, dass sich Suchmaschinenanbieter ihrer großen Verantwortung gemäß verhalten: Sie steuern schließlich die Aufmerksamkeitslenkung im Internet."

Grietje Bettin fordert eine möglichst hohe Transparenz, so dass erkennbar wird, wie die Ergebnisse zustande kommen und inwiefern diese auf kommerziellen Vereinbarungen beruhen. Zudem sollen die Betreiber über die Weiterverwendung von Nutzerdaten aufklären und die Daten nicht unnötig speichern.

"Am wichtigsten ist jedoch, dass Surferinnen und Surfer über die Problematik der Marktbeherrschung einzelner Suchmaschinenmonopolisten informiert sind, dass sie wissen, wie Ergebnisse zustande kommen und Alternativen zu den gängigen Suchmaschinen kennen und nutzen", unterstreicht Bettin. Um dies zu erreichen, stellt die Fraktion die Informationsbroschüre Suchmaschinen: Das Tor zum Netz zum Download bereit.


Gabriel 14. Apr 2005

Bei dem ganzen geht es nur darum, dass Google nicht euroäeisch ist, sondern us...

anonym 03. Apr 2005

Ach Gott ist das aber fürchterlich. Etwas fortgeschrittene Firefox anwender können schon...

Jass 27. Mär 2005

Lieber langlebejass! Das freut mich, das du es zu würdigen weißt. Ist doch schön das man...

Ökobert 25. Mär 2005

Und warum merkt man davon nix?

langlebegrün 25. Mär 2005

Im Artikel stand ausdrücklich, dass es auch darum geht Benutzer des Internets...

Kommentieren




Anzeige
  1. Mitarbeiter (m/w) Technischer Support
    über BüchnerPolzin Management- und Personalberatung, Großraum Stuttgart
  2. Database Manager (m/w) im Dialogmarketing
    Teambank AG, Nürnberg
  3. Projektleiter ERP Produktion / Controlling (m/w)
    Miele & Cie. KG, Gütersloh, China
  4. Vice President - Research / Development (m/w)
    m:pro IT Consult GmbH, Wiesbaden

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Tablet-Nachfolger

    iPad-3-Teile aufgetaucht

  2. Gema-Vermerk

    Youtube sperrt irrtümlich Acta-Video von Bruno Kramm

  3. Tim Schafer

    40.000 US-Dollar für einen Konsolenpatch

  4. ProLiant Gen8

    HP macht Server unabhängig

  5. Linux-Handbuch

    Umfassendes Nachschlagewerk als Openbook erhältlich


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 270 | letzter Beitrag 13.02. 23:28

  2. Kommentare: 193 | letzter Beitrag 13:12 Uhr

  3. Kommentare: 183 | letzter Beitrag 12:03 Uhr

  4. Kommentare: 117 | letzter Beitrag 12:39 Uhr

  5. Kommentare: 96 | letzter Beitrag 13.02. 16:40

Mehr


  1. HTC Velocity 4G

    Android-Smartphone mit LTE und 4,5-Zoll-Touchscreen

  2. Farmville & Co.

    Patentklage gegen Zynga

  3. Document Foundation

    Libreoffice 3.5 ist fertig

  4. Pegatron

    Übt Apple Druck auf OEM-Hersteller von Ultrabooks aus?

  5. Blackhole Toolkit

    Cryptome gehackt und mit Malware infiziert

  6. Piranha Bytes

    Risen 2 geht am 20. Februar in den geschlossenen Betatest

  7. Google

    EU und USA geben Kauf von Motorola frei

  8. Watchdog

    Mozilla visualisiert Wiederverwendung von Passwörtern

  9. Apple

    Apple-Aktie erreicht neuen Höchststand

  10. SSL

    Twitter macht HTTPS zum Standard



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Gerüchte: Apple will alle Notebooks dünner machen
Gerüchte
Apple will alle Notebooks dünner machen

Apple soll einem Bericht zufolge seine gesamte Notebookpalette dem Macbook Air anpassen. Dazu müssten die relativ dicken Modelle der Macbook-Pro-Serie vollständig überarbeitet werden und Anwender auch von liebgewonnenen Eigenschaften Abschied nehmen.

  1. Apple-Patentantrag Macbooks mit Brennstoffzellen
  2. Landingzone Dockingstation für das Macbook Air

Datenskandal: Millionen Arztrezeptdaten offenbar illegal gehandelt
Datenskandal
Millionen Arztrezeptdaten offenbar illegal gehandelt

Illegal wurden jahrelang Daten gesammelt, die genau verraten, wer in Deutschland welche verschreibungspflichtigen Medikamente benötigt. Landesdatenschützer Thilo Weichert vermutet einen der größten Datenskandale der Bundesrepublik im Medizinbereich.

  1. Thilo Weichert Facebooks Timeline-Einführung ist "ultradreist"
  2. Like-Button Datenschützer will Facebook von Behördenseiten verbannen
  3. US Patriot Act Auch deutsche Cloud-Betreiber von Geheimdiensten bespitzelt

IMHO: Windows 8 - Microsofts Befreiungsschlag
IMHO
Windows 8 - Microsofts Befreiungsschlag

"Windows Reimagined", so bezeichnet Microsoft Windows 8. Es ist die größte Veränderung von Microsofts Betriebssystem seit Windows 95 und soll mit neuem UI und dem neuen API WinRT zum großen Befreiungsschlag für Microsoft werden.

  1. Beta Consumer Preview von Windows 8 am 29. Februar 2012
  2. Windows Explorer Windows 8 Beta mit weiteren Verbesserungen
  3. Sensor-Fusion Windows 8 soll Sensornutzung vereinfachen

Zum Artikel