Vom taiwanesischen Hersteller Thermaltake kommt eines der stärksten Netzteile für Desktop-PCs. Das "PurePower 680W" verfügt über drei getrennte Wandler für die vor allem in SLI-PCs stark belastete 12-Volt-Versorgung.
Seit der Einführung des NForce-4-Chipsatzes von Nvidia im Zusammenspiel mit SLI-Grafikkarten rückt die Stromversorgung vor allem bei Spiele-PCs stärker in den Blickpunkt. Dabei ist jedoch die reine Wattzahl, mit der die Hersteller von Netzteilen werben, auf den zweiten Blick reine Augenwischerei. Ähnlich der "Peak Maximum Power Out" (PMPO) bei Sound-Systemen beschreibt die Nennleistung eines Netzteils nur, wie viel Leistung das Gerät selbst der Steckdose
maximal abfordern kann.
Da der Wirkungsgrad eines Netzteil im besten Fall bei etwa 80 Prozent liegt, bleiben bei einem gängigen 350-Watt-Netzteil rund 280 Watt Nettoleistung übrig. Die verteilen sich noch auf Spannungen von 3,3, 5 und 12 Volt, die allesamt im PC gefordert sind. Highend-Prozessoren und Grafikkarten beziehen ihren Strom zudem vor allem aus den 12-Volt-Wandlern des Netzteils. Bei einem Athlon FX55 und zwei GeForce-6800-Ultra-Karten kommen da allein für
die 12-Volt-Versorgung schnell über 300 Watt Leistungsbedarf allein für diese Komponenten zusammen. Dabei fließen dann enorme Ströme von bis zu 25 Ampere über die Leitungen.
Das lässt sich mit einem einzelnen Wandler nicht mehr bewerkstelligen, so dass die Netzteilhersteller inzwischen allesamt mehrere so genannte "Schienen", oder englisch "Rails", in ihre Netzteile einbauen. Nvidia empfiehlt für seine größten
Grafikkarten auch, diese über einen eigenen Wandler anzuschließen, aus dem dann kein weiteres Gerät seinen Strom saugen sollte - inbesondere nicht Festplatten. Diese sind, bedingt durch die hohe Integration der Platinen, gegen Stromschwankungen kaum gewappnet und können im Extremfall Daten verlieren.
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