Anzeige

Neuer Wurm mit deutschen Texten verbreitet sich massiv

Sober.L enthält angeblich falsch zugestellte E-Mails

Seit den Abendstunden des 7. März 2005 hat sich ein neuer Sober-Wurm massiv im Internet per E-Mail verbreitet, der mit deutscher Betreffzeile und deutschem Nachrichtentext daherkommt. Der E-Mail-Text gibt vor, dass der Absender private E-Mails erhalten habe, die für den Empfänger gedacht seien. Ferner wird versprochen, dass sich die betreffenden E-Mails in dem E-Mail-Anhang befinden würden, allerdings steckt darin natürlich nur der Wurm-Code von Sober.L.

Der Wurm-Code befindet sich wie üblich in dem mit der E-Mail versendeten Anhang, der entweder MailTexte.zip oder acc_text.zip lautet. Im Nachrichtentext gibt der Wurm vor, dass der Anhang fehlgeleitete E-Mails enthalte, die eigentlich für den Empfänger gedacht waren. Mit dieser Methode sollen Opfer dazu gebracht werden, die Zip-Datei zu entpacken und die darin befindliche Datei "mail_text_data.txt.pif" zu starten, wodurch sich der Wurm auf dem System einnistet.

Anzeige

Die Wurm-E-Mail weist die deutsche Betreffzeile "Ich habe Ihre E-Mail bekommen!" auf und wird an alle deutschsprachigen Domains sowie alle GMX-Adressen versendet. Ansonsten erhalten Empfänger eine englischsprachige E-Mail mit einer ähnlichen Aussage.

Der deutsche Nachrichtentext lautet

Hallo,
jemand schickt ihre privaten Mails auf meinem Account.
Ich schaetze mal, das es ein Fehler vom Provider ist.

Insgesamt waren es jetzt schon 6 Mails! 
Ich habe alle Mail-Texte im Texteditor kopiert und gezippt.

Wenn es doch kein Fehler vom Provider ist, sorge dafuer das diese
Dinger nicht mehr auf meinem Account landen, es Nervt naemlich.

Gruss

Auf infizierten Systemen trägt sich Sober.L so in die Registry ein, dass er bei jedem Windows-Neustart automatisch geladen wird. Außerdem durchsucht der Wurm eine Vielzahl lokaler Dateien nach E-Mail-Adressen und versendet sich über eine eigene SMTP-Engine an diese, um sich so zu verbreiten. Dazu werden die Absenderadressen gefälscht, so dass der eigentliche Versender der Wurm-E-Mail nicht ohne weiteres ermittelt werden kann. Ist ein befallenes System nicht mit dem Internet verbunden, versucht der Wurm eine Internet-Einwahl durchzuführen.

Die Hersteller von Antiviren-Lösungen stellen bereits aktualisierte Signaturdateien für Virenscanner zum Download bereit, so dass man seinen Virenscanner unverzüglich aktualisieren sollte.


eye home zur Startseite
knock 08. Mär 2005

Seit wann? Und welcher Virus?

iggy 08. Mär 2005

Ich schrieb aber: Risikostufe Gering das heißt, ich halte es für Unwahrscheinlich, dass...

Knuddel 08. Mär 2005

Danke für deine Mühe. Mein Virenscanner kannte mit der gestrigen Signaturdatei noch...

:-) 08. Mär 2005

Ob und wie gering die Gefahr ist, hängt vom Programmierer des Virus ab. Wenn der...

Knuddel 08. Mär 2005

Danke für die Info. Das beruhigt mich und ist genau das was ich wissen wollte.

Kommentieren


Fletcher's Weblog / 08. Mär 2005

Neuer Virus unterwegs



Anzeige

  1. Software Engineer Adobe AEM im Team Marketing Platform (m/w)
    Daimler AG, Ulm
  2. Entwickler/in Situationsanalyse Fahrerassistenzsysteme
    Robert Bosch GmbH, Abstatt
  3. Koordinator/in für ?-ffentlichkeitsarbeit und IT
    Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München, München
  4. Solution Designer (m/w)
    Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach

Detailsuche



Anzeige
Top-Angebote
  1. NEU: 4 Blu-rays für 30 EUR
    (u. a. Der große Gatsby, Mad Max, Black Mass, San Andreas)
  2. NUR FÜR KURZE ZEIT: Adobe Photoshop Elements & Premiere Elements 14 (PC/Mac)
    69,90€ inkl. Versand
  3. NEU: Blu-rays zum Sonderpreis

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Gehalt.de

    Was Frauen in IT-Jobs verdienen

  2. Kurzstreckenflüge

    Lufthansa verspricht 15 MBit/s für jeden an Bord

  3. Anonymisierungsprojekt

    Darf ein Ex-Geheimdienstler für Tor arbeiten?

  4. Schalke 04

    Erst League of Legends und nun Fifa

  5. Patentverletzungen

    Qualcomm verklagt Meizu

  6. Deep Learning

    Algorithmus sagt menschliche Verhaltensweisen voraus

  7. Bungie

    Destiny-Karriere auf PS3 und Xbox 360 endet im August 2016

  8. Vive-Headset

    HTC muss sich auf Virtual Reality verlassen

  9. Mobilfunk

    Datenvolumen steigt während EM-Spiel um 25 Prozent

  10. Software Guard Extentions

    Linux-Code kann auf Intel-CPUs besser geschützt werden



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Telefonabzocke: Dirty Harry erklärt mein Windows für kaputt
Telefonabzocke
Dirty Harry erklärt mein Windows für kaputt
  1. Security Ransomware-Bosse verdienen 90.000 US-Dollar pro Jahr
  2. Security-Studie Mit Schokolade zum Passwort
  3. Festnahme und Razzien Koordinierte Aktion gegen Cybercrime

Schulunterricht: "Wir zocken die ganze Zeit Minecraft"
Schulunterricht
"Wir zocken die ganze Zeit Minecraft"
  1. MCreator für Arduino Mit Klötzchen LEDs steuern
  2. Lifeboat-Community Minecraft-Spieler müssen sich neues Passwort craften
  3. Minecraft Befehlsblöcke und Mods für die Pocket Edition

Oneplus Three im Test: Ein Alptraum für die Android-Konkurrenz
Oneplus Three im Test
Ein Alptraum für die Android-Konkurrenz
  1. Android-Smartphone Diskussionen um Speichermanagement beim Oneplus Three
  2. Smartphones Oneplus soll keine günstigeren Modellreihen mehr planen
  3. Ohne Einladung Oneplus Three kommt mit 6 GByte RAM für 400 Euro

  1. Re: es gibt KEINE Entgeldlücke in Deutschland

    Lord Gamma | 22:17

  2. Re: Frauen in der EDV ...

    sfe (Golem.de) | 22:17

  3. Hahaha China und...

    Niaxa | 22:16

  4. Ja und ?

    wire-less | 22:11

  5. Re: als Social Media Verweigerer

    Niaxa | 22:11


  1. 18:37

  2. 17:43

  3. 17:29

  4. 16:56

  5. 16:40

  6. 16:18

  7. 16:00

  8. 15:47


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel