DJ soll 1,4 Mio. Euro wegen MP3s zahlen

Tausende MP3s und Videoclips bei Razzia entdeckt

Eine neue Rekordmarke in der Jagd auf Raubkopierer setzen die italienischen Behörden. Ein professioneller DJ soll dort aus dem Internet heruntergeladene Songs aufgelegt haben, ohne die nötigen Lizenzgebühren zu bezahlen.

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Dies berichtet die "International Federation of the Phonographic Industry" (IFPI) in einer Pressemitteilung. Demnach hatten die italienischen Finanzbehörden schon länger in der Gegend um Rom Radiosender und Clubs im Visier. In einer ungenannten, aber laut der IFPI recht beliebten Diskothek fand man bei einem DJ über 2.000 MP3-Dateien und 500 Videoclips, die der Mann vermutlich illegal aus dem Netz bezogen hatte.

Wie die IFPI weiter berichtet, wurde die Strafe auch von den Finanzbehörden festgelegt. Ob es sich damit um ein rechtskräftiges Urteil handelt, ist noch unklar. Die IFPI jedenfalls freut sich in Person von Enzo Mazza, dem Direktor ihres italienischen Ablegers FIMI: "Dieser DJ tourte durch die Clubs und verdiente mit der von ihm aufgelegten Musik Geld - während jene, die Zeit, Talent, harte Arbeit und Geld in die von ihm gespielte Musik investiert hatten, keinen Cent bekommen haben."

In Italien trifft dies durchaus zu, wenn die fraglichen MP3s sämtlich illegal waren. Dort werden Künstler und Plattenfirmen über eine Pauschalabgabe auf den Tonträger entlohnt. Für öffentliche Vorführung und Sendung bestimmte CDs sind dort mit einem Aufkleber gekennzeichnet. In Diskotheken und Radiosendern dürfen nur diese Tonträger verwendet werden.

In Deutschland kümmert sich die GEMA über das Einziehen von Gebühren bei öffentlichen Musikvorführungen. Diskotheken müssen dafür eine Pauschalabgabe zahlen, die sich nach der beschallten Fläche und den Öffnungszeiten des Clubs richtet. Wie die GEMA hier in ihren Richtlinien für DJs erklärt, dürfen dabei durchaus legale Kopien und auch MP3s von eigenen Tonträgern verwendet werden. Die Gebühr erhöht sich dabei für den Veranstalter aber um 30 Prozent.

Der aktuelle Vorfall in Italien zeigt, wie schwierig die Lizenzierung von Musikdateien geworden ist. Sowohl unter "Resident DJs" mit festen Abenden in Clubs sowie unter den zahlreichen "Mobile DJs", die mit eigenem Equipment zu Veranstaltungen tingeln, sind MP3s längst salonfähig geworden. Nicht zuletzt, seit mit digitalen Mischpulten und Spezial-Hardware wie FinalScratch das Abspielen von Musikdateien in guter Qualität und mit gewohnten Handgriffen auch über herkömmliche Plattenspieler möglich geworden ist. Moderne DJ-CD-Player können außerdem immer öfter auch CD-Rs mit MP3-Dateien verarbeiten.

Gerade unter mobilen DJs ist es inzwischen weit verbreitet, statt mehreren CD-Koffern nur noch ein Notebook mit MP3s mitzunehmen. Gesteuert wird der Ablauf dann über Software wie MP3DJ oder Traktor DJ, die auch automatisches Mixen erlauben. [von Nico Ernst]


witah 21. Jan 2008

lol.. ich mach selber viel mucke und würde ebenfalls auf grund jahrelanger erfahrung...

isnichsowichtich 18. Jan 2008

Wie würde sich denn der Fall des italienischen Dj's hier in Deutschland abspielen? Sprich...

om 09. Jan 2008

wenn du mal in einem richtigen club auflegen dürftest, würdest du´s wissen! is sicherlich...

christof 09. Jan 2008

oh ihr Vinyl-DJs seid ja alle soo toll! ich finde, wichtig ist, daß es den Leuten gefällt...

p-tea 29. Nov 2007

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filesharing-news.de - P2P, MP3, DSL, VoIP ... / 18. Feb 2005

Rekordstrafe für illegale MP3s und Videos



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