Durchbruch bei transparenten Transistoren?

Forscher entwickeln neues Material für Elektronikprodukte

Forscher von der Oregon State University und Hewlett-Packard haben nach eigenen Angaben erste Muster einer völlig neuen Materialklasse hergestellt. Damit sollen sich transparente Transistoren zu extrem geringen Kosten herstellen lassen. Entsprechende Elektrogeräte sollen sich damit so günstig herstellen lassen, dass sie fast als Wegwerfprodukte genutzt werden können. Aber auch große Flachbildschirme sowie flexible und damit faltbare Elektronik sollen damit möglich sein.

Anzeige

Die neue Klasse von Dünnfilm-Materialien, die als amorphe Schwermetall-Kation-Multikomponenten-Oxide bezeichnet werden, sollen einen Durchbruch im Bereich der "Transparenten Elektronik" darstellen. Die Transistoren sind nicht nur durchsichtig, sondern funktionieren den Forschen zufolge sehr gut und könnten weitere Vorteile aufweisen, durch die sie kohlenstoffbasierten Transistor-Materialien überlegen sind.

Gegenüber organischen oder Polymer-Transistoren sollen sich die neuen anorganischen Oxide durch höhere Mobilität, eine bessere chemische Stabilität, hohe physische Robustheit und einfache Herstellbarkeit auszeichnen. Damit seien sie den organischen bzw. Polymer-Transistoren deutlich voraus, obwohl an diesen schon seit Jahren geforscht wird, meint John Wager, Professor an der Oregon State University (OSU).

Dabei komme es mitunter gar nicht auf die Transparenz an, vielmehr handle es sich um eine bessere Art von Transistoren, die sich billig und einfach herstellen lassen.

Bei den jetzt hergestellten Strukturen handelt es sich um Zink-Zinn-Oxid-Transistoren, eine Weiterentwicklung der an der OSU entwickelten, transparenten Zink-Oxid-Transistoren. Die neuen Transistoren sollen deutlich schneller sein als die bisherigen transparenten Transistoren. Die Herstellung der Transistoren aus dem neuen Material soll bei Raumtemperatur möglich sein.

Den Forschern zufolge sind Transistoren aus dem neuen Material zwar keine Konkurrenz zu siliziumbasierten Produkten, die heute die Grundlage der Computerindustrie sind, die neuen können aber ihren Weg in spezielle Elektronikprodukte finden, die so heute noch nicht existieren.

HP sieht vor allem Anwendungsmöglichkeiten in den Bereichen Imaging und Druck. Dank der Transparenz sollen sich damit aber auch LCDs verbessern lassen. Ebenfalls sind der Einsatz in durchsichtigen Displays im Auto oder eine militärische Nutzung möglich Einsatzgebiete.


SoSo 03. Jan 2005

Was glaubt er nicht? generell oder speziell?

SoSo 03. Jan 2005

"Wohin kommen denn heutzutage die Wegwerf Produkte ?? Richtig... in die Recyclingtonne...

gz8t9ü 02. Jan 2005

Pfannkuchen auch!

Der Profi 02. Jan 2005

Ich finde das nicht schlecht besonders das man dann die Elektronik einfacher und kosten...

CC 02. Jan 2005

wenn dann alles transparent ist, braucht man da ne spezialbrille aufsetzen die es wieder...

Kommentieren




Anzeige
  1. Software Developer (m/w) – LINUX EXPERT
    OMICRON electronics GmbH, Klaus (Austria)
  2. Diplom Informatiker / Betriebswirt / Ingenieur für Entwicklungen und Beratung in SAP CRM 7.0 Web UI (m/w)
    Brunel GmbH, Frankfurt
  3. Java-Entwickler (m/w) - Bereich ERP
    HALTEC Hallensysteme GmbH, Korntal-Münchingen
  4. IT-System-Administrator (m/w)
    Endress+Hauser Conducta Gesellschaft für Mess- und Regeltechnik mbH & Co. KG, Gerlingen, Waldheim bei Dresden, Groß-Umstadt bei Darmstadt

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Radeon HD 7770 und 7750 im Test

    Die Grafikkarte mit 1 GHz für 159 Euro

  2. Youporn-Betreiber

    Hacker will 350.000 Datensätze bei Pornoseite erbeutet haben

  3. Nortel Networks

    Nortel war fast zehn Jahre lang gehackt

  4. Unity Technologies

    Bessere Grafik und KI mit Unity 3.5 verfügbar

  5. Abmahnabzocke

    Maximal 100 Euro Abmahngebühr für Urheberrechtsverstöße


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 270 | letzter Beitrag 13.02. 23:28

  2. Kommentare: 200 | letzter Beitrag 14.02. 22:07

  3. Kommentare: 194 | letzter Beitrag 14.02. 13:50

  4. Kommentare: 117 | letzter Beitrag 14.02. 12:39

  5. Kommentare: 101 | letzter Beitrag 02:39 Uhr

Mehr


  1. Lensbaby

    Teleobjektiv mit absichtlicher Unschärfe

  2. Smartphone-App

    Remove löscht störende Menschen im Bild

  3. Radeon HD 7770 und 7750 im Test

    Die Grafikkarte mit 1 GHz für 159 Euro

  4. Youporn-Betreiber

    Hacker will 350.000 Datensätze bei Pornoseite erbeutet haben

  5. TZ77XE4

    Biostar zeigt Mainboard für Ivy Bridge und Sandy Bridge

  6. Unity Technologies

    Bessere Grafik und KI mit Unity 3.5 verfügbar

  7. Fifa Street

    Last Man Standing auf dem Bolzplatz

  8. Isis Web Browser

    Neuer Browser für HPs WebOS

  9. Nortel Networks

    Nortel war fast zehn Jahre lang gehackt

  10. Thermosensor

    Schmetterlingsflügel macht Wärme sichtbar



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Watchdog: Mozilla visualisiert Wiederverwendung von Passwörtern
Watchdog
Mozilla visualisiert Wiederverwendung von Passwörtern

Die Mozilla Labs haben im Rahmen ihres Projekts Watchdog den "Password Reuse Visualizer" veröffentlicht. Die Firefox-Erweiterung zeigt, welche Passwörter der Nutzer wo und wie oft verwendet.

  1. Open-Source-Lizenzen Mozilla Public License 2.0 erheblich vereinfacht
  2. David Ascher "Trefft das neue Mozilla!"
  3. Chrome-Entwickler Mozilla ist Googles Partner, nicht Googles Konkurrent

Spielebranche: Diskussion über "stinkende Gamer"
Spielebranche
Diskussion über "stinkende Gamer"

Nach der Gamescom 2011 löste ein TV-Bericht von RTL über angeblich schlecht riechende Gamer Empörung aus. Jetzt folgt die Aufarbeitung der Szene beim Games Culture Circle in Berlin.

  1. Umfrage Zuschauer wollen mehr HD-Programme
  2. Golem.de guckt Wärmegedämmte Verschwörungstheorien
  3. Golem.de guckt George Orwell und der nigerianische Wahlkampf

Pegatron: Übt Apple Druck auf OEM-Hersteller von Ultrabooks aus?
Pegatron
Übt Apple Druck auf OEM-Hersteller von Ultrabooks aus?

Chinesischen Berichten zufolge gibt die frühere Asus-Tochter Pegatron die Fertigung der Zenbooks ab. Grund soll Druck von Apple sein, das Pegatron mit einem Entzug von iPad-Aufträgen gedroht haben soll.

  1. Wegen Ivy Bridge Die Preise für Ultrabooks fallen
  2. Ultrabook Erste Benchmarks von Intels Ivy Bridge ULV
  3. Trinity AMDs Ultrabook-Erwiderung vielleicht erst im Juni 2012

Zum Artikel