Counter-Strike-Cheat legt Liga lahm

ESL stellt Spielbetrieb vorerst ein

Die "Electronic Sports League" (ESL), Deutschlands angesehenster Veranstalter von Computerspiel-Turnieren, hat seine Counter-Strike-Ligen vorerst auf Eis gelegt. Grund ist ein neues Cheat-Programm, dessen Verwendung in der ESL bereits nachgewiesen wurde.

Anzeige

Bereits kurz vor Weihnachten berichteten die Websites der deutschen Clan-Szene über einen Cheat für Counter-Strike, der nur schwer nachzuweisen sei. Dabei handelt es sich um eine modifizierte Version des Anti-Cheat-Programms "Cheating Death", dessen Verwendung in der ESL zwingend vorgeschrieben ist. Der Cheat täuscht dem Server vor, dass Cheating Death laufen würde und ermöglicht dennoch den Betrug, indem die Spieler mit anderen Programmen etwa durch Wände sehen können.

Die ESL schreibt Cheating Death derzeit vor, da das vom Spiele-Hersteller Valve selbst gepflegte System "VAC" zahlreiche Lücken aufweist und Cheating Death häufiger aktualisiert wird. Ein Bug - oder vielleicht auch ein verstecktes Feature - des neuen Cheats wurde den Betrügern jetzt zum Verhängnis. Die unterste und die rechte Bildzeile der für jedes Match einzusendenden Screenshots bestehen nur aus schwarzen Pixeln. Anhand dieses Belegs hat die ESL in den vergangenen Tagen zahlreiche Spieler und auch ganze Teams gesperrt.

Bereits am ersten Weihnachtsfeiertag sollen es nach Angaben der ESL 63 nachgewiesene Fälle sein. Am Tag darauf sah sich die Liga wegen zahlloser derartiger Screenshots in den Datenbanken gezwungen, den Spielbetrieb gleich ganz auszusetzen. Die ESL zeigt sich in einem Statement zerknirscht: "Wir bedauern es, diesen finalen, bitteren Schritt gehen zu müssen, jedoch wollen wir sicherstellen, dass der Ligabetrieb ungestört vonstatten geht."

Von dieser Regelung ausgenommen ist die "ESL Amateur Series" (EAS) im Modus fünf gegen fünf. Es soll hier demnächst eine Sonderregelung geben. Die EAS ist die Aufstiegsmöglichkeit in den bezahlten E-Sport. In der Königsklasse der "ESL Pro Series" wurden allein in der letzten Saison 100.000 Euro an Preisgeld für die erfolgreichsten Spieler ausgezahlt. Entsprechend groß ist da wohl auch die Verlockung, zu unlauteren Mitteln zu greifen.

Wann die ESL den regulären Betrieb wieder aufnimmt, steht noch nicht fest. Eine neue Version von Cheating Death kann den aktuellen Cheat jedoch bereits erkennen. [von Nico Ernst]


mic-e 12. Mär 2008

soll? ich würde sagen das ist Realität... Was denkst du wie viel Prozent der Sieger im...

GTH 05. Jan 2005

naja...hab früher auch CS gespielt... hab den spass daran verloren, weil wirklich auf...

Expresso 04. Jan 2005

Also Poltiker sind doch die größten Abzocker in unseren Land. BSP: Sieh dir mal die...

Bibabuzzelmann 31. Dez 2004

Meine Seele soll verdammt sein, ich habe dich zu Unrecht verurteilt...hätte wohl zuende...

Bibabuzzelmann 30. Dez 2004

Schon schlimm, dass der "Mensch" sowas wie eine Religion braucht, aber sicher ist sicher ^^

Kommentieren




Anzeige
  1. Projektmanager für Webapplikationen (m/w)
    Information Factory Deutschland GmbH, Nürnberg
  2. Softwareentwickler/in Java / JEE
    BBF GmbH, München
  3. Software Ingenieur Safety (m/w)
    infoteam Software AG, Bubenreuth bei Erlangen oder Dortmund
  4. Solution Architect (m/w)
    Loyalty Partner Solutions GmbH, Frankfurt

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Surface Pro im Test

    Microsofts Tablet überzeugt als Notebook

  2. Briefkastenfirmen

    Apple ist "einer der größten Steuervermeider" der USA

  3. Yahoo Japan

    Daten von 22 Millionen Nutzern kompromittiert

  4. Flying Wild Hog

    Der Shadow Warrior kämpft wieder

  5. Sony

    Die Playstation 4 ist schwarz - und verschwommen

  6. Palava

    Videokonferenzlösung auf Basis von WebRTC

  7. Browser

    Opera für Android mit Webkit-Engine ist da

  8. Travelstar 5K1500

    Notebookfestplatte mit 1,5 TByte

  9. Sandisk und Toshiba

    Flash-Speicher wird kleiner

  10. Samsung

    Galaxy-S4-Funktionen für das Galaxy S3



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Sailfish-Smartphone: Jolla stellt "The Other Half" vor
Sailfish-Smartphone
Jolla stellt "The Other Half" vor

Jolla hat unter dem Namen "The Other Half" (Die andere Hälfte) sein erstes Smartphone mit dem Meego-Nachfolger Sailfish OS vorgestellt. Die Entwickler von Nokias einzigem Meego-Smartphone N9 bieten "Die andere Hälfte" mit 4,5-Zoll-Display ab sofort zur Vorbestellung an.

  1. Sailfish OS Erste Jolla-Smartphones Anfang Mai erhältlich
  2. Displayserver Wayland 1.1 mit neuen Weston-Backends
  3. Jolla SDK für Sailfish veröffentlicht

Paul Otellini: Wie Intel das iPhone verpasst hat
Paul Otellini
Wie Intel das iPhone verpasst hat

"Ich hätte auf mein Gefühl vertrauen sollen." Das sagt der Ex-Intel-Chef über die gescheiterten Verhandlungen für einen SoC von Intel im ersten iPhone vor dem Start im Jahr 2007.

  1. Mophie Juice Pack Plus Akkuhülle für 10 Stunden mehr Sprechzeit mit dem iPhone 5
  2. Apple und T-Mobile USA Neues iPhone 5 mit HSPA-Unterstützung auf dem AWS-Band
  3. Digitimes Neues iPhone soll im Sommer kommen

Zensur im Iran: "Das Internet muss an die Kette"
Zensur im Iran
"Das Internet muss an die Kette"

Im Iran werden kurz vor der Wahl verstärkt ausländische Webseiten gefiltert und die ohnehin langsame Surfgeschwindigkeit nochmals gedrosselt. Damit sei das iranische Intranet - auch Halal genannt - weitgehend fertig, sagen Aktivisten.

  1. Offline Syrien erneut vom Internet abgeschnitten
  2. Lokalisierung Spiele verboten!
  3. Zensur Iranische Behörden sperren VPNs

Zum Artikel