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Gewerkschaft kritisiert JambaViele Praktikanten und kein Betriebsrat
Innerhalb einer Stunde will connexx.av Ende September 2004 Informationszettel vor dem Firmensitz verteilt und auch per E-Mail an alle Jamba-Mitarbeiter versandt haben. "Deren Resonanz auf die Aktion war äußerst positiv", hieß es von Seiten der Gewerkschafter. Bei der Jamba-Geschäftsführung stieß die Aktion zwar auf Kritik, doch mehr als eine kurzfristige Aufregung auf allen Seiten scheint die Aktion bisher nicht bewirkt zu haben. Ohne
nachhaltigen Erfolg war die Gewerkschaft bereits in ihrem Vorgehen gegen eBay im Mai 2004.
Mit mehr als 350 Mitarbeitern ist Jamba nach eigenen Angaben "das in Europa führende Internetportal für Mobile Entertainment". Bei der betrieblichen Mitbestimmung gehöre das Unternehmen allerdings laut connexx.av zu den Schlusslichtern - die Beschäftigten hätten bisher keinen Betriebsrat, der sie in ihren Belangen vertrete. Ein großer Teil der Belegschaft sei als Praktikanten angestellt, so connexx.av, nur eine Minderheit habe reguläre Arbeitsverträge, die meist nur auf kurze Zeit befristet sind. Die Jamba-Gründer Marc, Oliver und Alexander Samwer hatten ihr Unternehmen im Mai 2004 für 273 Millionen US-Dollar an VeriSign verkauft. Geld verdient Jamba vor allem mit dem Verkauf von Klingeltönen und Spielen für Handys. Interessante Einblicke in die Erfolgsgeschichte der Samwer-Brüder bietet derweil Burkhard Schröder in seiner Tip-Reportage Teenietus. Auf die Kritik von Mitarbeitern wegen schlechter Bezahlung und des fehlenden Überstundenausgleichs angesprochen, wiegelt Jamba-Pressesprecher Tilo Bonow nur ab: "Wem es hier nicht passt, der kann ja gehen." Schröder zitiert aus einem ihm vorliegenden Arbeitsvertrag, wonach im Bruttogehalt von 1.400,- Euro auch etwaige Mehr- und Überarbeit abgegolten ist. Erwartet werde eine Anwesenheit von mindestens neun Stunden täglich. Bei einer Vertragslaufzeit von einem Jahr liege die Probezeit bei sechs Monaten. (ji)
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