Markenrecht: Intel geht gegen DVD-Inside.de vor
DVD-Community soll Marke "Intel inside" verletzen
Wie gestern bekannt wurde, geht Intel derzeit gegen Websites vor, die gegen den Werbespruch "Intel inside" und die dazugehörige Marke verstoßen. Ein Dorn im Auge sind dem Chip-Riesen die von Darius Metzner betriebenen Websites DVD-inside, Get-inside und Movie-inside, die Domains sollen deshalb spätestens zum 6. Oktober gelöscht werden.
Intels Kanzlei Lichtenstein, Körner & Partner argumentiert unter Berufung auf zwei Entscheidungen des europäischen Gemeinschaftsmarkenamtes, dem zufolge eine Schwächung der Marke "Intel inside" eintritt, auch wenn ein Unternehmen in anderen Geschäftsfeldern tätig ist als Intel. Dabei ging es allerdings um Bildmarken, also um ein Nachahmen des bekannten Intel-inside-Logos. Auf den von Metzner kommerziell betriebenen, aber größtenteils kostenlos abrufbaren DVD- und Film-Community-Websites sind Intel-ähnliche Logos jedoch nicht auszumachen - auch nicht beim kostenpflichtigen Club "Get inside", der Nutzern Preisvorteile bieten soll und Metzner bei der Finanzierung des Angebots hilft.
Weiterhin sind die von Intel beauftragten Anwälte in dem Golem.de vorliegenden Schreiben an Metzner der Meinung, dass die Bezeichnungen DVD-Inside, Get-Inside und Movie-Inside deutlich dichter an "Intel inside" lägen, als die laut einer am 21. Oktober 2001 vom LG Mannheim wegen Rufausbeutung untersagte Verwendung von "Intelligence" Inside/Weberhaus" im Bau- und Immobilienbereich.
Untermauert werde dies durch eine 2002 durchgeführte Ipsos-Studie zum Bekanntheitsgrad der Marke, bei der repräsentativ 1.024 Personen zu ihren "inside"-Assoziationen befragt wurden - 24,5 Prozent verbanden dies mit Intel inside, bei einer Tabelle mit vier verschiedenen Namen in Kombination mit inside wählten über 62 Prozent das "Intel inside". Zudem hätten fast ein Drittel (32,5 Prozent) geglaubt, dass das Wort inside auf ein Lizenzverhältnis zwischen zwei Unternehmen hindeute, dass also "das eine Unternehmen etwas mit Genehmigung des anderen Unternehmens herstellt", so die Studie.
Metzner erklärte in einem Antwortschreiben an Intels Kanzlei, dass man die Vorwürfe gerne überprüfen und gegebenenfalls eine Umbenennung vornehmen werde, aber die gesetzte Frist etwas kurz sei - man bittet um vier Wochen Zeit. Ob Intel diese Zeit jedoch gewähren wird, ist fraglich - ein Intel-Sprecher betonte gegenüber Golem.de zwar, dass man die Angelegenheit gütlich klären wolle, es im Moment aber nicht danach aussehe. Bis jetzt hat es allerdings außer dem Briefwechsel keinen weiteren Kontakt zwischen Darius Metzner und Intels Kanzlei gegeben, so Metzner. Eine wirkliche Antwort sei das Antwortschreiben zudem nicht gewesen, nur die Bitte um mehr Zeit für eine Prüfung.
Einen aktuellen Auslöser für die plötzliche Aktivität gegen DVD Inside gibt es laut Intels Presseabteilung vermutlich nicht - Intels Marketing-Kampagne zu Intel inside startete im April 1991, wurde sehr erfolgreich und mündete auch in der einen oder anderen Veräpplung des Werbespruchs. DVD-Inside.de wurde im Jahr 1999 gegründet und zählt laut Metzner dank seiner monatlich 7 Millionen Pageimpressions mittlerweile zu den drei größten deutschen Angeboten im DVD-Info-Bereich.






Noch ein Grund mehr Intel Produkte zu meiden wo es nur geht!
Wenn das schlimmer wird sich der kleine Mann auch wieder zu helfen wissen und einfach...
Mehr gibts zu diesem schwachen Marketingspruch nicht zu sagen.
Genau das habe ich ja versucht als trauriges Ergebnis zu skizzieren. Wie gesagt: Recht...
darfst aber nicht vergessen: Intel hat das Geld. Für einen Privatmann (oder Frau ;o...
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