Mini-Atomuhr fürs Handy vorgestellt

NIST stellt Miniatur-Atomuhr mit minimalem Stromverbrauch vor

Das NIST (National Institute of Standards and Technology) hat jetzt eine Miniatur-Atomuhr vorgestellt, die klein genug ist, um in mobilen, akkubetriebenen Endgeräten wie Handys eingesetzt zu werden. Sie soll unter anderem die drahtlose Kommunikation sicherer und die Navigation präziser machen.

Anzeige

Der Kern der Atomuhr hat bei einer Höhe von 4 mm gerade mal eine Kantenlänge von 1,5 mm und weist einen Stromverbrauch von nur 0,075 Watt auf. Dabei soll sie eine äußerst präzise Zeitmessung erlauben, die gerade einmal eine Abweichung von einer Sekunde pro 300 Jahren entspricht.

Darüber hinaus soll sich das Uhrenpaket auf Halbleiter-Wafern und daher mit existierenden Techniken zur Massenproduktion fertigen lassen. Zusammen mit einem externen Oszillator-Schaltkreis soll sich so eine vollständige Uhr in einem Volumen von rund einem Kubikzentimeter unterbringen lassen.

Kern der Mini-Atomuhr
Kern der Mini-Atomuhr

Die grundlegenden Prinzipien der Mini-Atomuhr unterscheiden sich nicht von denen anderer Atomuhren. Sie nutzt die natürliche Schwingung eines Cäsium-Atoms mit 9,2 Milliarden Ausschlägen pro Sekunde, um die Zeit zu messen, verwendet aber ein anderes Design, was die Miniaturisierung erlaubt.

Cäsium-Dampf wird dabei in einer versiegelten Zelle eingeschlossen und von einem Infrarot-Laser abgetastet, der zwei elektromagnetische Felder erzeugt. Die Frequenz-Differenz dieser beiden Felder wird dann in Übereinstimmung mit der Differenz der beiden Energie-Niveaus der Atome gebracht, so dass die Atome in einen "dunklen Zustand" geraten, in dem sie weder Licht absorbieren noch emittieren. Dieser Punkt definiert die natürliche Schwingungsfrequenz von Cäsium. Ein externer Oszillator, beispielsweise ein Quartz-Kristall wie er in Armbanduhren zum Einsatz komme, kann sich dann an dieser Frequenz anlehnen.

Die Mini-Atomuhr ist dabei zwar nicht so genau wie ihre großen Vorbilder, durch die geringe Größe und den nur minimalen Stromverbrauch eignet sie sich aber für ganz andere Einsatzgebiete. Gegenüber normalen Uhren mit Quartz-Kristall-Oszillatoren soll sie aber eine rund 1.000fach höhere Genauigkeit bieten.


alex 30. Okt 2004

das hat doch mehr mit der erdkrümmung zu tun oder ??

Christoph Moder 02. Sep 2004

Ja - aber, wie gesagt, wegen der Signallaufzeit allerhöchstens wenige Millisekunden, und...

Shuttle Pilot 01. Sep 2004

Wobei diese Daten eigentlich ständig, da über den D-Kanal übertragen, bereit stehen...

Shuttle Pilot 01. Sep 2004

Sehr gute und berechtigte Frage! Die Antwort muss ich dir allerdings auch schuldig...

Shuttle Pilot 01. Sep 2004

Ich fürchte du hast das für und wieder einer Atom Uhr in einem Handy nicht wirklich...

Kommentieren



Anzeige

  1. Senior UX/UI Designer für Web & Mobile Apps (m/w)
    24-7 Entertainment GmbH, Berlin
  2. SAP-Berater verschiedene Module (m/w)
    MBtech Group GmbH & Co. KGaA, Mannheim, Sindelfingen bei Stuttgart
  3. Technischer Projektleiter Web- / Cloud-Lösungen (m/w)
    Festo AG & Co. KG, Esslingen bei Stuttgart
  4. Inhouse Consultant (m/w) SAP SD
    Endress+Hauser InfoServe GmbH+Co. KG, Weil am Rhein

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Schnell, aber ungenau

    Roboter springt im Explosionsschritt

  2. Urteil

    Foxconn-Arbeiter wegen iPhone-6-Diebstahl verhaftet

  3. Weniger Consumer-Notebooks

    Toshiba baut 900 Arbeitsplätze in der PC-Sparte ab

  4. XSS

    Cross-Site-Scripting über DNS-Records

  5. Venue 8 7000

    6-mm-Tablet wird mit Dell Cast zum Desktop

  6. HTML5-Videostreaming

    Netflix arbeitet an Linux-Unterstützung

  7. iPhone 6 und iPhone 6 Plus im Test

    Aus klein mach groß und größer

  8. Cloudflare

    TLS-Verbindungen ohne Schlüssel sollen Banken schützen

  9. Kein britisches Modell

    Medienrat will Pornofilter ohne Voraktivierung

  10. Telecom Billing

    Bundesnetzagentur schaltet eine SMS-Abzocke ab



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Galaxy Note Edge im Hands On: Das erste Smartphone mit sinnvoll gebogenem Display
Galaxy Note Edge im Hands On
Das erste Smartphone mit sinnvoll gebogenem Display
  1. Phicomm Passion im Hands On Anständiges Full-HD-Smartphone mit 64-Bit-Prozessor
  2. Interview mit John Carmack "Gear VR ist das Tollste, was ich in 20 Jahren gemacht habe"
  3. Nokia Lumia 735 Das OLED-Weitwinkel-Selfie-Phone

NFC: Apple Pay könnte sich auszahlen
NFC
Apple Pay könnte sich auszahlen
  1. Visa Europe Verhandlungen für Apple Pay in Europa laufen
  2. NFC in der Analyse Probleme und Chancen der Nahfunktechnik
  3. Apple Smartwatch soll eigenen App Store bekommen

Amazons Fire Phone im Kurztest: Überzeugendes Bedienungskonzept und clevere Funktionen
Amazons Fire Phone im Kurztest
Überzeugendes Bedienungskonzept und clevere Funktionen
  1. Buchpreisbindung Buchhandel erzwingt höheren Preis bei Amazon
  2. Amazon-Tablet Neues Fire HD mit 6 Zoll für 100 Euro
  3. Streaming-Box im Kurztest Fire TV läuft jetzt mit deutschen Amazon-Konten

    •  / 
    Zum Artikel