Kurz nach der Veröffentlichung von Knoppix 3.6 sprach Golem.de auf der KDE-Konferenz aKademy mit Klaus Knopper nicht nur über seine Linux-Live-CD "Knoppix", deren Entwicklung und geplante Neuerungen. Auch Debian, auf dem Knoppix basiert, der Desktop KDE und die Möglichkeiten, eigene Knoppix-Varianten zu erstellen, kamen zur Sprache.
Golem.de: Vor vielen Jahren begannen u.a. SuSE, so genannte Live-CDs ihren Distributionen beizulegen. Diese konnten sich nie durchsetzen. Auf den ersten Blick greift Knoppix diese Idee Jahre später wieder auf und feiert große Erfolge?
Knopper: Dass sich die Live- oder Evaluations-CDs diverser Distributoren gar nicht durchsetzen, kann man sicher nicht sagen. Bei den meisten davon ist das erklärte Ziel der Live-CD, dass ein Interessent sich einen
Überblick verschaffen kann, wie das "Look&Feel" der jeweiligen Distribution ist und wie die Installation aussieht, wenn er das "richtige" Produkt kaufen und installieren würde.
 | Klaus Knopper nach seinem Vortrag 'Knoppix selbermachen' |
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Die Intention bei Knoppix war eine andere: Hier sollte ein Betriebssystem mit Anwendungen auf einer CD untergebracht werden, das
sich zum "normalen" Arbeiten eignet und das möglichst wenig Interaktion in der Konfigurationsphase benötigt, um z.B. bei Kursen schnell mit dem eigentlichen Kursinhalt loslegen zu können, ohne sich als Kursleiter oder -teilnehmer erst Gedanken um die "optimale" Konfiguration machen zu müssen. Die Softwareauswahl entspricht dem, was man sowohl als Desktop-Anwender (Office- und Internet-Anwendungen) als auch als
Entwickler (Programmiersprachen,
Entwicklungsumgebungen, Systemdokumentation) und als Administrator (Rescue- und Security-Tools) braucht und ist nicht nur eine "Demo". Vielleicht finden viele die Knoppix in ihrer Softwareauswahl eben wegen dieser Vielfalt verschiedener Programmpakete nützlich.
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