Golem.de: Auf dem LinuxTag stellten Sie beide Ihre freie NX-Implementierung vor, die auch in der kommenden Knoppix-Version enthalten sein soll.
Fabian Franz: Beteiligt waren nicht nur wir zwei - wir waren mindestens zu viert. Joseph Wenninger vom KDE-Projekt entwickelte den ersten dort gezeigten kNX/FreeNX Client, unter kräftiger Mithilfe von Thorsten Rahn. Wir beide haben den FreeNX-Server ans Laufen gebracht.
Kurt Pfeifle: Der tatsächliche
Code vom FreeNX-Server ist aber von Fabian alleine. Was wir auf dem LinuxTag vorstellten, besteht aus zwei verschiedenen Komponenten: dem FreeNX Server auf der einen und dem FreeNX/kNX Client auf der anderen Seite.
Erst beide Pass-Stücke gemeinsam ermöglichen "Remote GUI"-Verbindungen auch über "langsame" Leitungen. Selbst bei geringer Bandbreite wie mit Modems oder per ISDN erreichen NX und FreeNX eine gute Performanz - und das quer über
mehrere Betriebssystem-Plattformen hinweg. (Siehe dazu
NX - Turbolader für Linux- und Windows-Terminalserver).
Franz:
Dabei ist unsere FreeNX-Implementation nur noch das letzte Mosaiksteinchen. 99,9 Prozent der Funktionalität kommt von NoMachines GPL/NX-Komponenten, die wir lediglich vor den FreeNX-Karren spannen.
Gian Filippo Pinzari entwickelte hier in jahrelanger Arbeit die
Kernstücke. Dies sind NX-Komponenten, die seine Firma NoMachine.com seit März 2003 unter der GPL als freie und Open Source Software zur Verfügung stellt. Diese sind zugleich Basis für kommerzielle Produkte. NoMachine bietet derzeit mehrere kommerzielle NX-Server-Varianten, die auf den freien NX-Bibliotheken basieren.
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