Interview: KDE als Kommunikationszentrale

Anzeige

Golem.de: KMail bietet zahlreiche Funktionen für eine sichere E-Mail-Kommunikation, bedingt unter anderem auch durch eine gezielte Förderung durch das BSI. Dennoch wird die Verschlüsselung von E-Mails oft als umständlich empfunden und nicht genutzt. Welche Schritte sind notwendig, damit sich eine Verschlüsselung von E-Mails auf breiter Front durchsetzen kann?

Klöcker: Wenn wir das wüssten...

Eine Möglichkeit wäre die automatische Erzeugung eines Schlüsselpaares bei der ersten Benutzung eines Mail-Clients. Der Mail-Client müsste dann standardmäßig alle E-Mails zumindest schon mal signieren. Verschlüsseln ist unendlich schwieriger, da dazu der öffentliche Schlüssel des Empfängers vorliegen muss. Die Schwierigkeit dabei ist die Feststellung der Authentizität dieses Schlüssels, d.h. ob der Schlüssel tatsächlich dem Empfänger gehört. Bei der Beantwortung einer signierten E-Mail könnte man mit dem Schlüssel verschlüsseln, der auch zum Signieren verwendet wurde. Zur Vereinfachung sollte der Schlüssel an die E-Mail angehängt werden. Beim Erstellen einer neuen E-Mail könnte man aus der Kenntnis von bereits empfangenen signierten E-Mails auf den richtigen Schlüssel schließen.

Das Problem an diesem Automatismus ist aber, dass eine Überprüfung der Authentizität der Schlüssel nicht stattfindet. Es wird einfach die Authentizität von empfangenen E-Mails angenommen. Dass man der Absenderadresse aber nicht trauen kann, sollte wohl dank der zahlreichen aktuellen Viren/Würmer jedem klar sein. Insofern ist der oben beschriebene Automatismus meiner Meinung nach nicht akzeptabel. Ohne eine zentrale PKI, die meiner Meinung nach von der Bundesregierung bereitgestellt werden sollte, geht es einfach nicht.

Golem.de: Große Bestände an archivierten E-Mails stellen jedes E-Mail-Programm vor gewisse Schwierigkeiten. Zwar bietet KMail mit der Möglichkeit, Suchanfragen in virtuelle Ordner zu verwandeln, eine sehr nützliche Funktion. Die gezielte Suche nach E-Mails kann aber so manches System an seine Grenzen bringen. Darf man diesbezüglich auf Besserung hoffen?

Klöcker: Wir hoffen, bald eine indizierte Volltextsuche anbieten zu können. Weitere Verbesserungen wären durch eine weitergehende Indizierung (z.B. nach dem Absender) zu erwarten. Letzteres ist derzeit nicht in Planung.

  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5

KParts-Fan 19. Aug 2004

Ja -- und diese Innovation kommt aus der "KParts"-Technologie. Die erlaubt es, dass KDE...

hermann 19. Aug 2004

Das Gute, Supper-Gute, Fantastische ist, dass ich bei Kontact alle Hauptkomponenten auch...

Lotusmaid 18. Aug 2004

Danke ! Funzt.

MaX 18. Aug 2004

Nein, Star Division hatte StarWriter. WordStar war ein Weiterentwicklung des Programms...

fastix 18. Aug 2004

Du meinst das WordStar von der Star Division, Hamburg? Nun ja. Die Star Division ging...

Kommentieren




Anzeige
  1. Senior Web Developer (m/w)
    Zieltraffic AG, München
  2. Softwareentwickler Java (m/w)
    Payment Network AG, Wetzlar bei Frankfurt
  3. Produktmanager / Produktmanagerin
    econda GmbH, Karlsruhe
  4. IT Manager (m/w)
    Seaarland Shipmanagement GmbH & Co. KG, Hamburg (Reisebereitschaft)

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Radeon HD 7770 und 7750 im Test

    Die Grafikkarte mit 1 GHz für 159 Euro

  2. Youporn-Betreiber

    Hacker will 350.000 Datensätze bei Pornoseite erbeutet haben

  3. Smartphone-App

    Remove löscht störende Menschen im Bild

  4. Google

    Wir haben den größten DNS-Dienst

  5. Ron was wrong, Whit is right

    RSA-Schlüssel unsicherer als gedacht


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 270 | letzter Beitrag 13.02. 23:28

  2. Kommentare: 209 | letzter Beitrag 11:35 Uhr

  3. Kommentare: 194 | letzter Beitrag 14.02. 13:50

  4. Kommentare: 117 | letzter Beitrag 14.02. 12:39

  5. Kommentare: 114 | letzter Beitrag 11:34 Uhr

Mehr


  1. Megaupload

    Kompagnon von Kim Schmitz auf Kaution frei

  2. Open Source

    Debian-Projekt auf 14 Milliarden Euro geschätzt

  3. Apple-TV

    Tim Cook gibt Hinweise zum Apple-Fernseher

  4. Rockstar Games

    GTA 5 nutzt angeblich Sprachanimationen von Speech Graphics

  5. MITx

    MIT bietet ersten Onlinekurs an

  6. Apps für Windows 8

    Es darf jeden Namen nur einmal geben

  7. Jonathan Schwartz

    Ex-Sun-Chef analysiert die letzten Tage von Sun Microsystems

  8. Sicherheitslücke

    Groupware Horde enthält Backdoor

  9. Zynga

    2,9 Millionen zahlende Kunden bei Castleville & Co.

  10. Cloud-Smartphone

    Acer bestätigt Cloud Mobile mit Android 4



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Linux-Handbuch: Umfassendes Nachschlagewerk als Openbook erhältlich
Linux-Handbuch
Umfassendes Nachschlagewerk als Openbook erhältlich

Das Nachschlagewerk "Linux - Das umfassende Handbuch" ist als HTML-Version kostenlos erhältlich. Es behandelt die Grundlagen nicht nur von Linux, sondern auch von OpenBSD.

  1. Displayserver Wayland 0.85 als Testversion veröffentlicht
  2. Displayserver Wayland 1.0 wird stabil
  3. Linux Systemd mit Syslog-Ersatz veröffentlicht

Gema-Vermerk: Youtube sperrt irrtümlich Acta-Video von Bruno Kramm
Gema-Vermerk
Youtube sperrt irrtümlich Acta-Video von Bruno Kramm

Nach den weltweiten Demonstrationen gegen Acta stiftet eine einzelne Kopie des bekannten Anonymous-Videos "Was ist Acta?" Verwirrung. Sie wurde mit dem üblichen Gema-Hinweis gesperrt. Laut dem Produzenten dieser Fassung, Bruno Kramm, und Youtube war das ein Irrtum.

  1. Acta-Demos Zehntausende gegen "bekACTA Scheiß" in München und Berlin
  2. Acta im EU-Parlament Druck aus dem Netz und aus Berlin
  3. Acta Deutschland setzt Unterzeichnung von Acta aus

Tim Schafer: 40.000 US-Dollar für einen Konsolenpatch
Tim Schafer
40.000 US-Dollar für einen Konsolenpatch

Über 50.000 Unterstützer haben mittlerweile rund 1,7 Millionen US-Dollar für Tim Schafers Projekt "Adventure" gespendet. Der Spieldesigner von Double Fine freut sich und erzählt nebenbei, wie viel derzeit angeblich das Freischalten eines Updates über Xbox Live oder das Playstation Network kostet.

  1. Day of the Tentacle 600.000 US-Dollar für Tim Schafers neues Adventure
  2. Day of the Tentacle 600.000 US-Dollar für Tim Schafers neues Adventure

Zum Artikel