Künstliche Intelligenz: Denkender Linux-Supercomputer
Artificial Development will Funktion der menschlichen Hirnrinde simulieren
Versuche mit - in Grenzen - lernenden neuronalen Netzen sind nichts Neues, im Juni 2004 will das US-Unternehmen Artificial Development bereits den Start einer der bisher komplexesten künstlichen Intelligenzen gestartet haben: Auf einem großen Linux-Cluster aus Dual-CPU-Rechnern werden per Software nachmodellierte Prozesse in Teilen des menschlichen Gehirns simuliert.
Artificial Development setzt dazu das eigens entwickelte Autonomous Cognitive Model ("ACM") ein, eine realistische Repräsentation der Arbeitsabläufe im menschlichen Kortex. Den simulierten Software-Kortex bezeichnet das Unternehmen als CCortex. Und obwohl die simulierte "ACM-Computer-Person", die in Erinnerung an den Künstliche-Intelligenz-Pionier Alan Turing "Kjell" heißt, erst im Juni 2004 aktiviert wurde und sich noch in frühen Testphasen befindet, erhoffen sich die Entwickler bereits in Kürze erste Anwendungen in den Bereichen Data Mining, Netzwerksicherheit, Suchmaschinen und natürlicher Sprachverarbeitung.
Das ACM soll den assoziativen Kortex nutzen, um mögliche widerstreitende Reaktionen "entwickeln" zu können: Große Populationen von Neuronen wettstreiten um ihre eigene verknüpfte Reaktion, bis die stärkste Gruppe die anderen besiegt. Die "gewinnende" Reaktion bzw. Antwort wird dann getestet und abhängig von ihrer Gültigkeit ausgezeichnet oder verworfen.
Dabei sollen vom ACM auch neue Erfahrungen berücksichtigt werden, die zur Modifikation des Gleichgewichts zwischen den Reaktionen und der Stärke des assoziierten neuralen Pfads genutzt werden. Der neurale Status Quo soll Schritt für Schritt mehr Chancen haben, akkurate Reaktionen zu generieren. Dieser Prozess wird laut Artificial Development von einer stark vereinfachten Version des Hippokampus und der Basalganglien vermittelt und soll vom Rechencluster bis zu 29-mal pro Sekunde ausgeführt werden können.
Laut Artificial Developments Präsident und CEO, Marcos Guillen, ist ACM bisher nur ein Testbett für künftige, komplexere Modelle und noch nicht komplett. Während die künstliche "Person" Kjell einen realistischen Frontal-Kortex sowie für Bewegung und Somatosensorik zuständige Hirnbereiche beinhaltet, fehlen die wichtigsten Hirnstrukturen für Sehen und Hören. Andere nachgebildete Strukturen wie der Hippokampus, die Basalganglien und die - als Tor zum Bewusstsein geltenden - Thalamuskerne werden noch entwickelt und sollen die meisten normalen Funktionen noch nicht ausführen können.






Hmm, warum sollte das System das "wollen" ? Setzt das nicht implizit Machtstreben...
Nein. Alle 18 Monate (= 1,5 Jahre) verdoppelt sich die Rechenleistung!
Naja, also alle 2 Jahre verdoppelt sich die Leistung wie wir ja alle wissen. In 20 Jahren...
Nö, die Wissenschaftler sollten eine Atombombe bauen, haben für sich aber den...
Genau das ist der Punkt !!! Emulationen sind eben langsam. Ein Auto ist im Wasser nicht...
Kommentieren