Interview: Die Freiheit der GPL hat Grenzen
Golem.de: Sind in den Fällen, in denen es zu außergerichtlichen Einigungen kam, denn auch tatsächlich Änderungen am Code vorgenommen worden und letztendlich Erweiterungen der Hersteller in des Netfilter-Projekt zurückgeflossen?
Welte: Ja, es gibt da vor allem den US-Robotics-Fall, wo im Code ein so genannter Connection-Tracking Helper für DirectX enthalten war. Wir haben diesen Code zwar bislang nicht offiziell in das Projekt aufgenommen, der Code ist also noch nicht Teil des Kernels geworden, er liegt aber in unserem CVS-Repository vor. Wir müssen aber zunächst prüfen, ob der Code unseren Qualitätsansprüchen genügt.
Es ist also schon ein wichtiger Punkt, dass solche Erweiterungen auch wieder in das Projekt zurückfließen.
Golem.de:Hast du das Gefühl, dass Firmen, mit denen außergerichtliche Einigungen erzielt werden konnten, sich jetzt der Idee freier Software eher öffnen? Sehen sie also einen Vorteil darin, dass der Code frei verfügbar ist, abgesehen vom Kostenaspekt?
Welte: Ich denke, Linksys profitiert da ungemein. Ich kenne viele Leute in der Free-Software-Community, die sich gerade deshalb Linksys-Router kaufen, weil sie diese verändern können. Ich kaufe also nicht ein fertiges Produkt, das ich irgendwo in die Ecke stelle, sondern ich kaufe etwas, das ich verändern und etwas erforschen, mich mit den Protokollen und Schnittstellen auseinander setzen und mich so kreativ mit Technologie auseinander setzen kann.
Für Linksys - ich denke, die haben das ganz gut umgesetzt - gibt es jetzt viele Community-basierte Projekte, die eigene Firmware-Images anbieten, also kleine Mini-Linux-Distributionen. Es ist um das Gerät so eine ganze Szene entstanden. Ich denke, es hat also aus Marketing-Sicht für Linksys einen äußerst positiven Effekt gehabt.
Zudem ist, so glaube ich, vor allem ein Bewusstsein dafür entstanden, dass es hier nicht um Freeware oder Public-Domain-Software geht, sondern um freie Software im Sinne der GPL, die auch Pflichten hat. Also eine Art Fortbildung auf eine eher unangenehme Tour. Ich weiß von manchen Firmen, ich möchte jetzt keine Namen nennen, bei denen die Technik-Abteilungen wussten, dass hier Lizenzverstöße vorliegen und die das auch ihren Vorgesetzten gesagt haben. Das Ganze ist aber nie auf die entsprechenden Entscheidungsebenen oder zu den Rechtsabteilungen vorgedrungen.
Es gibt sogar einen Fall, wo wir wissen, dass die Techniker und auch die Rechtsabteilung Bescheid wussten, aber die entsprechenden Entscheidungsträger es einfach nicht sehen wollten. Ich denke, so etwas kann man durch diese Klagen verhindern, also ein Bewusstsein bei den entsprechenden Entscheidungsträgern schaffen, dass man gewisse Regeln einhalten muss.
Golem.de: Also wurde im Vorfeld GPL-Software bzw. freie Software eher als kostenlose Software gesehen?
Welte: Richtig, wie auch allgemein üblich wird der Kostenaspekt immer zuerst betrachtet. Ob zu Unrecht, mag dahingestellt sein, aber es ist ja immer noch ein sehr herausragendes Merkmal. Auch bei der Entscheidung für Linux in München wurde ja das Kostenargument angeführt. Die Freiheit ist den Leuten ja leider meistens nicht so viel wert.
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du kannst auch viel geld mit partnerprogramme verdienen wenn du natürlich dir müche...
Trottel. Ich zahle jedes Jahr genug Steuer, um fünf Idioten wie dich durchfüttern zu können.
Super. Und damit du Zeit hast mit deinen Kollegen herumzuspielen lässt du dich wohl von...
Was man als Hersteller von OpenSource-Software relativ leicht gewinnt, ist...
Was in dem Artikel nicht ganz rüberkommt: Das Gericht beurteilt nicht nur die Gültigkeit...
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