EU kontra Verwertungsgesellschaften für Musiklizenzierung

Anzeige

Jüngste Entwicklungen im Bereich der kollektiven Verwertung von Urheberrechten zeigen, dass die monopolistischen Strukturen, die traditionell in Europa auf nationaler Ebene vorherrschen, zum Schutz der Interessen von Rechteinhabern im Online-Bereich nicht erforderlich sind, so die Kommission. 2002 genehmigte die EU-Kommission das IFPI Simulcasting Agreement, mit dem eine europaweite Lizenzierung ohne Gebietsschutz eingeführt wurde. TV- und Radiosender können danach von einer beliebigen Verwertungsgesellschaft im EWR eine Lizenz für die zeitgleiche Verbreitung ihrer Musiksendungen im Internet erwirken. Es steht ihnen somit frei, sich in Bezug auf die Lizenzerteilung an die effizienteste Verwertungsgesellschaft in Europa zu wenden. Auch die Tonträger- Verwertungsgesellschaften kündeten 2003 den Abschluss einer Standardvereinbarung für Webcasting-Lizenzen an, wonach kommerziellen Nutzern in gleicher Weise in Europa Wahlfreiheit in Bezug auf die Verwertungsgesellschaften geboten werden soll.

Der mangelnde Wettbewerb zwischen nationalen Verwertungsgesellschaften in Europa behindere die Vollendung des Binnenmarkts im Bereich der Urheberrechtsverwaltung und kann zu unbegründeten Effizienzverlusten beim Online-Musikangebot führen, die letztlich zu Lasten der Verbraucher gehen. Nach Ansicht der Kommission ist der den angeschlossenen Verwertungsgesellschaften im Santiago Agreement garantierte Gebietsschutz technisch nicht gerechtfertigt und mit dem globalen Charakter des Internet nicht vereinbar.

Die Kommission will alle Vorschläge, die die Verwertungsgesellschaften vorlegen, um die derzeitigen Vereinbarungen mit dem EU-Wettbewerbsrecht in Einklang zu bringen, sorgfältig und unvoreingenommen prüfen. Die Mitteilung der Beschwerdepunkte nimmt den Ausgang der Untersuchung keinesfalls vorweg und gewährleistet das Anhörungsrecht sowohl der Anmelder als auch der übrigen Beteiligten.

Die Verwertungsgesellschaften müssen sich innerhalb von zweieinhalb Monaten zu den Einwänden der Kommission äußern. Sie können zudem eine Anhörung beantragen, bei der sie ihre Argumente den Vertretern der einzelstaatlichen Wettbewerbsbehörden direkt vortragen können.

 EU kontra Verwertungsgesellschaften für Musiklizenzierung

Tobias 17. Mai 2004

Könnte mir bitte jemand mitteilen, auf welcher Internetseite man das Santiago- Agreement...

Matti 04. Mai 2004

Ist es nicht traurig, oder besser gesagt, vielsagend, wenn sich eine kommerzielle...

Kommentieren




Anzeige
  1. Programmierer / Informatiker Visual Basic (m/w)
    Alma Cam GmbH, Dortmund
  2. Anwendungsberater / -entwickler/-in SAP HR
    ZF Informatik, Friedrichshafen
  3. Hardwareentwickler (m/w) für Kompaktleistungsschalter
    Siemens AG, Regensburg
  4. Helpdesk Manager (m/w)
    Montblanc-Simplo GmbH, Hamburg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Test Diablo 3

    Der dunkle Fürst der Zeitvernichtung

  2. Pebble

    Riesiger Erfolg für die kleine Smartwatch

  3. Burnnote

    "Diese Nachricht zerstört sich in 3 Minuten selbst"

  4. Windows 8

    Auch der Desktop bekommt ein Metro-artiges Design

  5. Leap Motion

    Präzise 3D-Steuerung mit Fingern, aber ohne Berührung


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 377 | letzter Beitrag 12:25 Uhr

  2. Kommentare: 195 | letzter Beitrag 12:24 Uhr

  3. Kommentare: 129 | letzter Beitrag 11:43 Uhr

  4. Kommentare: 73 | letzter Beitrag 11:48 Uhr

  5. Kommentare: 72 | letzter Beitrag 12:21 Uhr

Mehr


  1. EA Origin

    Unterstützung für Crowdfunding-finanzierte Spiele

  2. Streamingportal

    Kino.to nicht mehr unter Kontrolle der Staatsanwaltschaft

  3. Prozessoren

    Rechenfehler machen CPUs effizienter

  4. Motorola

    Kein Android 4.0 für Motoluxe und Pro+

  5. Simyo

    Jahresflatrate für mobiles Internet kostet 99 Euro

  6. Linux 3.4

    Bessere Grafikunterstützung und neues x32-ABI

  7. Kickstarter

    Hexy, der sechsbeinige Open-Source-Roboter

  8. Browser

    Chrome löst Internet Explorer als Nummer 1 ab

  9. Community

    Hommage an alte NES- und Master-System-Spiele

  10. Kabel Deutschland

    Die Tele-Columbus-Kunden bekommen 100 MBit/s



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Electric Imp: Der Kobold, der Geräte ins Internet einbindet
Electric Imp
Der Kobold, der Geräte ins Internet einbindet

Electric Imp will es Herstellern erleichtern, ihre Geräte internetfähig zu machen. Gegründet wurde das Unternehmen von einem ehemaligen iPhone-Entwickler.

  1. Pebble ausverkauft Smartwatch kommt mit Bluetooth 4.0 und Twine-Anbindung
  2. Internet der Dinge Wachsame Ninjablöcke und wackelnde Papierviecher
  3. Panasonic SR-SX2 Kochen mit Android

Börsengang: "Facebook kann am Datenschutz zusammenbrechen"
Börsengang
"Facebook kann am Datenschutz zusammenbrechen"

Landesdatenschützer Thilo Weichert warnt Anleger, dass Facebook zusammenbrechen könnte, wenn die europäischen Datenschützer sich durchsetzen. Auch CSU-Vizechefin Dorothee Bär hat Zweifel an der Zukunft des sozialen Netzwerks.

  1. Geschenke-App Facebook kauft Karma
  2. Börsengang Facebook-Aktie steigt sofort um elf Prozent
  3. Studentengruppe Nutzer lassen Facebooks Datenschutzrichtlinie durchfallen

Space Command: Science-Fiction-Serie soll mit Kickstarter abheben
Space Command
Science-Fiction-Serie soll mit Kickstarter abheben

Science-Fiction-Fans haben es nicht leicht, viele beliebte TV-Serien wurden bereits abgesetzt und im Kino gibt es oft nur Popcorn-Unterhaltung. Drei Film- und Serien-Veteranen wollen deshalb eine Serie an Filmen mit Fan-Unterstützung, Retro-Feeling und kinoreifen Effekten produzieren.

  1. Kickstarter Sicherheitslücke ermöglicht Zugriff auf Projekte
  2. Wecker iPhones springen aus dem Toaster
  3. Kickstarter Schwanenhals-USB-Kabel soll iPhone balancieren

Zum Artikel