Auch neuer NetSky-Wurm verzichtet auf Mail-Anhang

NetSky.V nutzt Sicherheitsleck im Internet Explorer zum Nachladen des Wurm-Codes

Die Hersteller von Antiviren-Lösungen berichten, dass mit NetSky.V eine Variante des Wurms aufgetaucht ist, die ohne Mail-Anhang versendet wird und eine Sicherheitslücke im Internet Explorer nutzt, um den Wurm-Code auf fremde Systeme zu laden. Mitte März 2004 erschien bereits ein Bagle-Ableger, der das gleiche Sicherheitsleck für die Einschleusung des Wurm-Codes nutzte. Nach den Erkenntnissen aus den Viren-Labors hat sich NetSky.V bislang nicht stark verbreitet.

Anzeige

Der neu entdeckte Wurm NetSky.V nutzt eine Sicherheitslücke im Internet Explorer vom August 2003, worüber der Wurm-Code beim Betrachten der entsprechenden E-Mail aus dem Internet geladen wird. Von dem Sicherheitsrisiko sind E-Mail-Clients wie Outlook Express betroffen, welche die Rendering-Engine des Internet Explorer zur Ansicht von HTML-Mails nutzen, da sich der Code unbemerkt vom Nutzer ins System einschleust.

Bereits im August 2003 veröffentlichte Microsoft einen Patch, um den oben genannten Fehler zu beheben, legte diesen aber später neu auf, so dass man den entsprechenden Sammel-Patch installieren sollte, falls dies noch nicht geschehen ist.

Wurde der Wurm-Code auf den Rechner geladen, installiert dieser sich selbsttätig und deaktiviert umgehend verschiedene laufende Virenscanner. Zudem durchsucht der Unhold etliche lokale Dateien nach E-Mail-Adressen, um sich mit einer eigenen SMTP-Engine an diese zu versenden und dabei - wie mittlerweile üblich - gefälschte Absenderadressen zu verwenden. Betreffzeile und Nachrichtentext werden aus englischsprachigen Textbausteinen zusammengesetzt und geben vor, eine per Software generierte E-Mail zu sein.

Wurde der Bösewicht auf einen Rechner geladen, trägt er sich so in die Registry ein, dass der Schädling bei jedem Windows-Neustart geladen wird. Der Unhold öffnet zudem die TCP-Ports 5556 und 5557 auf einem befallenen System. Zwischen dem 22. und 29. April 2004 versucht der Wurm, eine Denial-of-Service-Attacke gegen die Domains www.keygen.us, www.freemule.net, www.kazaa.com, www.emule.de und www.cracks.am durchzuführen.


Executor17361 17. Apr 2004

du hast schon recht wenn der user es nicht annimmt was nutzt es schon. doch gerade M$ hat...

Ozzy 16. Apr 2004

Das Problem wurde mit dem Bulletin MS03-40 behoben, dabei steht das 03 für 2003...

Michael 16. Apr 2004

Was für ein Zufall, dass gerade die angegebenen Seiten angegriffen werden sollen. Wer im...

Executor17361 16. Apr 2004

ist di MI/FI nicht SkyNet oder doch eher Cyberdyn Systems??? M$ trägt seinen Teil dazu...

Bose-Einstein... 16. Apr 2004

kein text MI = musikindustrie skynet = siehe terminator

Kommentieren




Anzeige
  1. Oracle Datenbankentwickler (m/w)
    ckc ag, Region Braunschweig
  2. Testmanager / Teamleiter für Verbundtests von Werkzeugketten (m/w)
    dSPACE GmbH, Paderborn
  3. Teamleiter (m/w) für die Entwicklung der Programmer Verifikation
    BIOTRONIK SE & Co. KG, Berlin
  4. Senior Software-Entwickler .NET (m/w)
    IDpendant GmbH, Unterschleißheim bei München (Reisebereitschaft)

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Tablet-Nachfolger

    iPad-3-Teile aufgetaucht

  2. Tim Schafer

    40.000 US-Dollar für einen Konsolenpatch

  3. Gema-Vermerk

    Youtube sperrt irrtümlich Acta-Video von Bruno Kramm

  4. ProLiant Gen8

    HP macht Server unabhängig

  5. Youporn-Betreiber

    Hacker will 350.000 Datensätze bei Pornoseite erbeutet haben


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 270 | letzter Beitrag 13.02. 23:28

  2. Kommentare: 200 | letzter Beitrag 14.02. 22:07

  3. Kommentare: 194 | letzter Beitrag 14.02. 13:50

  4. Kommentare: 117 | letzter Beitrag 14.02. 12:39

  5. Kommentare: 100 | letzter Beitrag 14.02. 18:09

Mehr


  1. Youporn-Betreiber

    Hacker will 350.000 Datensätze bei Pornoseite erbeutet haben

  2. TZ77XE4

    Biostar zeigt Mainboard für Ivy Bridge und Sandy Bridge

  3. Unity Technologies

    Bessere Grafik und KI mit Unity 3.5 verfügbar

  4. Fifa Street

    Last Man Standing auf dem Bolzplatz

  5. Isis Web Browser

    Neuer Browser für HPs WebOS

  6. Nortel Networks

    Nortel war fast zehn Jahre lang gehackt

  7. Thermosensor

    Schmetterlingsflügel macht Wärme sichtbar

  8. Deutsche Gamestage

    Call for Papers der Quo Vadis verlängert

  9. Vodafone

    LTE auf dem Smartphone kostet monatlich 10 Euro mehr

  10. Abmahnabzocke

    Maximal 100 Euro Abmahngebühr für Urheberrechtsverstöße



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Spielebranche: Diskussion über "stinkende Gamer"
Spielebranche
Diskussion über "stinkende Gamer"

Nach der Gamescom 2011 löste ein TV-Bericht von RTL über angeblich schlecht riechende Gamer Empörung aus. Jetzt folgt die Aufarbeitung der Szene beim Games Culture Circle in Berlin.

  1. Umfrage Zuschauer wollen mehr HD-Programme
  2. Golem.de guckt Wärmegedämmte Verschwörungstheorien
  3. Golem.de guckt George Orwell und der nigerianische Wahlkampf

IBM-Mainframe: Nasa schaltet letzten Großrechner ab
IBM-Mainframe
Nasa schaltet letzten Großrechner ab

Die Nasa hat den letzten IBM-Mainframe abgeschaltet. Damit gehe eine Rechnerära bei der Nasa zu Ende, schreibt deren IT-Chefin.

  1. Grail Nasa veröffentlicht Video von der Rückseite des Mondes

Blackhole Toolkit: Cryptome gehackt und mit Malware infiziert
Blackhole Toolkit
Cryptome gehackt und mit Malware infiziert

Cryptome ist gehackt und mit einer Schadsoftware infiziert worden. Der Schadcode hatte alle Seite das Angebotes befallen, das deshalb komplett wiederhergestellt werden musste.

  1. Evilshadow Microsoft Store in Indien gehackt
  2. Nach Hackerangriff Polizei-Webserver in Nordrhein-Westfalen seit 12 Tagen down
  3. Windows und Office 21 Sicherheitslücken in Microsofts Software

Zum Artikel