GeForce 6800 - Mehr Effekte, mehr Leistung, mehr Video
Dank der höheren Leistung der GeForce-6800-Familie sollen die verschiedenen Techniken erstmals sinnvoll in Echzeit für Spiele und Anwendungen miteinander verbunden werden können - z.B. Textur-Filterung, High-Dynamic-Range-Effekte, Tiefenschärfe, Bewegungsunschärfe und 16fache anisotrophische Filterung.

GeForce 6800 Ultra
Auch für Video-Anwendungen hat sich Nvidia etwas einfallen lassen und über einen speziellen Video-Prozessor-Teil Hardware-MPEG-1/-2/-4-(De)Kompression sowie WMV9-Wiedergabe-Beschleunigung integriert. Diese dürfte insbesondere bei hochauflösendem Videomaterial interessant sein, wobei hier noch zu klären ist, wie stark eine GeForce-6800-Grafikkarte den Prozessor entlasten kann. Die MPEG-2-Dekodierung läuft bis zu einer Auflösung von 1080i (1.920 x 1.080 im Zeilensprungformat) direkt auf der Hardware. Halbbilder soll der Prozessor per weiter verbessertem Adaptive De-Interlacing zu Vollbildern verarbeiten.
Es spricht einiges dafür, dass Nvidia mit seiner neuen Grafikchip-Familie nicht nur mit zukünftiger Shader-3.0-Software beeindruckendere Grafiken bieten wird, sondern sich zumindest mit der GeForce 6800 Ultra den Grafikkartenthron von ATIs Radeon 9800 XT zurückerobern wird. Das belegt nicht nur ein von Nvidia genannter beachtlicher 3D-Mark-2003-Wert von 12.353 Punkten (3,2-GHz-P4-EE-CPU, 512 MByte RAM, i875-Chipsatz), sondern auch die von Nvidia im Vergleich zur GeForceFX 5950 genannte Shader-Beschleunigung etwa bei Far Cry (2fach), Splinter Cell (3fach), Half Life 2 (5,5fach) und der neuen Unreal Engine 3 (5,5fach). Wie der Geschwindigkeitsvorteil jeweils im Blick auf die erreichten Bilder pro Sekunde aussieht, gab Nvidia nicht an.
Bevor allerdings im Vorfeld auf Grund der Fähigkeiten zu viele Lorbeeren verteilt werden: Noch konnte Golem.de die GeForce 6800 Ultra nicht testen, die entsprechenden AGP-8X- und insbesondere PCI-Express-Grafikkarten werden erst im Mai 2004 verfügbar sein und für diesen Zeitpunkt soll auch die Vorstellung und vielleicht sogar die Auslieferung von ATIs Konkurrenzchip geplant sein. Dieser soll gerüchteweise zwar kein Shader 3.0 unterstützen, aber Shader-2.0-Berechnung deutlich beschleunigen. Die Auslieferung der 6800 soll dann im Juni 2004 erfolgen.

GeForce 6800 Ultra
Wenig Anlass zur Freude bietet das GeForce-6800-Ultra-Referenzdesign: Nvidias Transistor-Monster scheint zumindest in der Ultra-Ausführung so viel Energie zu schlucken, dass die kommenden Ultra-Grafikkarten nicht nur einen, sondern zwei Stromanschlüsse besitzen müssen und entsprechend leistungsstarke PC-Netzteile für den Betrieb voraussetzen - Nvidia selbst empfiehlt 480-Watt-Netzteile. Immerhin sollen aber eine ausgeklügelte Lüfterregelung, ein größerer Lüfter und ein besonderes Kühlkörper-Layout wie auch beim GeForceFX 5950 für im Rahmen bleibende Geräuschemissionen sorgen. An Schnittstellen werden 2x DVI-I sowie analoges Video-In/-Out geboten.
GeForce-6800-Grafikkarten sollen von Albatron, AOpen, ASUS, BFG Technologies, Biostar, Chaintech, eVGA.com, Gainward, Gigabyte, Jaton, Leadtek, MSI Computer, PNY Technologies, Prolink und der Pine-Tocher XFX Technologies ab Mitte/Ende Mai 2004 angeboten werden. Die als Erstes erscheinende Ultra-Version soll - wie bei High-End-Grafikkarten-Produktstarts üblich - preislich bei etwa 549,- Euro liegen. Für die "normale" 6800 werden etwa 349,- Euro fällig.
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