QNX Neutrino 6.3 unterstützt dank Mesa 3D-Grafik

Echtzeit-Betriebssystem bald mit Programmierschnittstelle für 3D-Grafik

QNX Software Systems will mit der nun vorgestellten Version 6.3 von QNX Neutrino eines der ersten Echtzeitbetriebssysteme mit direkter Unterstützung für 3D-Grafiken und mehrschichtige Benutzeroberflächen bieten. Damit lasse sich die Entwicklung von Embedded-Geräten beschleunigen, zumal auf zusätzliche Software von Drittanbietern verzichtet werden könne.

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Die neue Programmierschnittstelle 3D-Grafik, die Neutrino 6.3 mit sich bringt, soll sich insbesondere für Navigationssysteme, industrielle Steuerungen und Medizintechnik eignen. Die 3D-Grafik-Funktion kann mit und ohne Windowing-System genutzt werden und erlaubt QNX zufolge die Kontrolle des Speicherverbrauchs. Grundlage ist die auf OpenGL basierende Open-Source-Bibliothek Mesa 3D.

QNX verspricht eine dank Multi-Buffering fließende und flimmerfreie Animation. Die 3D-Engine der Grafikkarte wird ausgenutzt, so dass hardwarebeschleunigtes Alpha Blending für 2D- und 3D-Grafiken zur Verfügung steht. 3D- und 2D-Grafiken lassen sich direkt auf Elemente wie Fenster, Oberflächensteuerung, Hardware und Layer übertragen - und somit mehrere 2D- und 3D-Displays in einer einzigen, dynamischen Oberfläche vereinen. Nutzt ein Entwickler Layer-fähige Hardware, kann er einen Layer mit Menü-Buttons und einen Layer mit einer rollbaren Landkarte in 3D kombinieren. Leistungseinbrüche sollen bei Verzögerungen nicht auftreten.

Laut Darrin Fry, GUI Development Manager bei QNX Software Systems, "können Entwickler von Embedded Systemen jetzt 2D- und 3D-Oberflächen gestalten, die weitaus dynamischer und funktioneller als herkömmliche Text- oder 2D-basierte Displays sind."

QNX kündigte zudem Unterstützung für Mehrschirm-Darstellung an - so kann eine einzelne "Head Unit" mehrere Monitore mit jeweils eigener Bildschirmansicht unterstützen, so dass sich Geräte - etwa Infotainment-Anwendungen in der Automobilindustrie - mit mehreren Displays günstiger produzieren lassen sollen. Gleichzeitig können auch mehrere Bildschirme ein und dieselbe Ansicht zeigen, was etwa für die Überwachung von Industriesteuerungen nutzbar wäre.

Dank des ebenfalls neuen Voyager 2 Web Browsers ermöglicht QNX unter Neutrino nun den Web-Zugriff auf Displays fast jeder Größe. Der skalierbare Browser basiert auf Access-Netfront-Technik und unterstützt HTML 4, XHTML, SSL, WAP und WML sowie dynamische Content-Wiedergabe für besonders kleine Displays.

Die 3D-API, die Mehrschirm-Unterstützung und der QNX Voyager 2 Web Browser können mit der fensterbasierten, grafischen Benutzeroberfläche QNX Photon microGUI genutzt werden. Die neuen Funktionen sollen Teil der "QNX Momentics Development Suite 6.3" sein, die im zweiten Quartal 2004 herauskommt.


tux 17. Feb 2004

Gibts den?

Gauron 17. Feb 2004

Hier http://public.planetmirror.com/pub/qnx/demodisk/ gibs die glaub ich noch...

Guru Meditation 17. Feb 2004

Ja. Ich hab eine QNX Momentics CD hier rumfliegen. Software Failure. Press left mouse...

pennbruder 17. Feb 2004

offtopic, sorry. bekommt man diese onedisk demo eigentlich noch irgendwo?

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