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Studie: E-Government-Wachstum in Europa verliert an FahrtNoch zu wenige Dienste haben die volle Transaktionsstufe erreicht
Insgesamt konnte Österreich den größten Fortschritt bei seinen
E-Government-Aktivitäten verzeichnen und legte um 27 Prozentpunkte auf nun 83
Prozent zu. Auch Deutschland wuchs von 48 auf 52 Prozent. Dies ergab die vierte
Ausgabe der Studie zum elektronischen Serviceangebot der Öffentlichen Hand, die
Cap Gemini Ernst & Young im Auftrag der Europäischen Kommission durchgeführt
hat. Untersucht werden 20 Dienstleistungsangebote für Bürger
und Unternehmen in
den 15 EU Mitgliedsstaaten sowie Norwegen, Island und der Schweiz.
Deutlich geringer als der Grad der generellen Online-Fähigkeit ist der Anteil der Dienste, die eine vollständige Transaktion erlauben. Nicht ganz die Hälfte (45 Prozent) aller betrachteten Angebote bieten diesen Service. Die führenden Nationen sind Dänemark, Österreich und Schweden. Deutschland liegt bei diesem Aspekt mit 40 Prozent auf einem Mittelfeldplatz. "Der Fortschritt im E-Government in Deutschland ist dennoch unverkennbar, davon zeugen auch die bundesweiten E-Government-Initiativen wie BundOnline 2005, Media@Komm-Transfer DeutschlandOnline, die ihre volle Wirkung in diesem und dem kommenden Jahr entfalten werden", erläuterte Tom J. Gensicke, Leiter des Public Services Bereich bei Cap Gemini Ernst & Young in Deutschland. Bis auf Luxemburg haben inzwischen alle untersuchten Länder die Stufe der einseitigen Interaktion, also die reine Informationsbereitstellung, verlassen und bieten den "Kunden" Datenaustausch in beide Richtungen an. Wie auch schon die vergangenen Untersuchungen zeigten, geht der Ausbau der elektronischen Serviceangebote für Unternehmen in beinahe allen Ländern schneller voran als der für bürgernahe Dienste (sieben Prozentpunkte Zuwachs gegenüber sechs Prozentpunkten). Serviceangebote mit der Zielgruppe Unternehmen erreichen damit einen Umsetzungsgrad von 79 Prozent, 63 Prozent davon sind vollständig online-fähig. Die Bürger der EU müssen sich bei den für sie relevanten Diensten hingegen mit einem Umsetzungsgrad von 58 Prozent und nur 32 Prozent komplett transaktionsfähigen Dienstleistungsangeboten begnügen. Für beide Gruppen gleich ist die Tatsache, dass die Verwaltungsstellen bevorzugt Angebote ausbauen, mit denen sie Geld einnehmen, so z.B. bei der Einkommenssteuer (94 Prozent Umsetzungsgrad) oder der Umsatzsteuer (96 Prozent Umsetzungsgrad). Dienste, die einen Service für den Bürger darstellen wie beispielsweise Genehmigungen oder Registrierungen liegen in der Rangfolge weit hinten. Eine englische Version der Studie kann als PDF sofort heruntergeladen werden, eine deutsche Version soll in Kürze folgen. (ad)
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