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Software / 02.12.2003 / 10:06 Trackback     Versenden     Druck 

Sicherheitslücke im Linux-Kernel

Linux-Kernel schuld am Einbruch in die Server des Debian-Projekts

Vor knapp zwei Wochen wurde ein Einbruch in einige Server des Debian-Projekts bekannt. Dabei wurde offenbar eine Sicherheitslücke im Linux-Kernel ausgenutzt, die es lokalen Nutzern erlaubt, Root-Rechte zu erlangen. Im Fall des Debian-Projekts wurde der Account eines Entwicklers genutzt.

Nach eingehenden Untersuchungen konnte die beim Einbruch in die Debian-Server genutzte Sicherheitslücke identifiziert werden. Der Einbrecher nutzte einen "Integer-Overflow" im brk-Systemaufruf. Über einen Fehler erhielt er so Zugriff auf den gesamten Speicher und Root-Rechte.

Das eigentliche Problem wurde zwar schon im September von Kernel-Entwickler Andrew Morton entdeckt, der entsprechende Patch schaffte es aber nicht mehr in den Linux-Kernel 2.4.22. Im Kernel 2.4.23, der am Wochenende erschienen ist, ist dieses Problem beseitigt. Auch der aktuelle Test-Kernel 2.6 ist bis zur Version 2.6-test5 betroffen.

Da ein Exploit für die Sicherheitslücke im Umlauf ist, ist ein Kernel-Update anzuraten, auch wenn ein Account auf einem System vonnöten ist. Debian bietet mittlerweile entsprechende Kernel-Pakete für seine Distribution an, aber auch andere Distributoren zogen nach. Mandrake erklärte hingegen, dass Mandrake Linux 9.2 nicht betroffen ist. (ji)
Kommentar-Übersicht / Kommentieren:
Re: Sicherheitslücke im Linux-Kernel (Ole, 03.12.03 10:14)
Re: Und wieder ... (Dummschwätzer, 02.12.03 18:54)
Re: Und wieder eine Sicherheitslücke weniger im... (salamander, 02.12.03 18:52)
Re: Sicherheitslücke im Linux-Kernel (salamander, 02.12.03 18:50)
Re: Sicherheitslücke im Linux-Kernel (salamander, 02.12.03 18:47)
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