Anzeige

Zu simple WPA-Passwörter ruinieren WLAN-Verschlüsselung

Kurze "menschliche" Passwörter können per Wörterbuch-Attacke ausspionert werden

Nachdem die WEP-Verschlüsselung schon seit letztem Jahr als nicht mehr wirklich sicher gilt und beim Unternehmenseinsatz deshalb zusätzliche Verschlüsselungsmaßnahmen getroffen werden sollten, soll auch der WEP-Nachfolger "Wi-Fi Protected Access" (WPA) eine gravierende Schwäche haben: Werden nur kurze Passwörter auf Basis normaler Wörter eingesetzt, so reicht - auf Grund einer Schwäche in der Passwort-Eingabe von WPA-fähigen Access-Points und WLAN-Adapter - eine Wörterbuch-Attacke, um das Netz anzugreifen, ohne dass dazu ein direkter Zugriff auf WLAN notwendig ist, so Robert Moskowitz von TruSecure.

Anzeige

Kurz gesagt können kurze textbasierte WPA-Schlüssel geknackt werden, ohne dass dazu ein Fehler im WPA-Protokoll nötig ist. Nutzt man die Standardschnittstelle für die Eintragung von WPA-Schlüsseln und wählt ein reines textbasiertes Passwort mit weniger als 20 Buchstaben, kann ein Cracker den nachfolgenden, ersten Schlüssel-Austausch belauschen und anschließend das Passwort über eine Wörterbuchattake herausfinden. Dazu soll entsprechende Software nur leicht modifiziert werden müssen, um als Werkzeug für eine " weak-WPA-key attack" dienen zu können.

Schlüssel-Austausch-Nachrichten erfolgen zu Beginn einer Verbindung zwischen einem WLAN-Adapter und einem Access Point. Ein Cracker kann den Versand vom Access-Point erneut anstoßen, indem an diesen eine "Vom Netzwerk getrennt"-Nachricht gesendet wird, die einen Schlüsseltausch innerhalb von etwa 30 Sekunden erzwingt. So könne ein potenzieller Eindringling innerhalb weniger Minuten ins Netzwerk hinein und mit den benötigten Informationen wieder heraus, was deutlich leichter möglich sei als bei WEP-Sicherheitsproblemen.

Anders als bei WEP, bei dem ein noch so gut gewähltes Passwort bzw. eine Passphrase dennoch genackt werden kann, liegt das Problem Moskowitz zufolge somit einzig und allein an der Passwortlänge, der Passwortqualität und letztendlich an den entsprechenden Eingabefeldern von WPA, wobei die Bequemlichkeit der Nutzer unterstützt würde. Hardware-Hersteller müssten also lediglich bei der Eingabe rigidere Vorgaben machen, wie lang ein Passwort ist bzw. zufällige Passwörter vorschreiben oder generieren und evtl. eine Speichermöglichkeit zulassen. Das Problem der richtigen Passwortwahl ist nicht wirklich neu, im Falle von WPA jedoch recht gravierend.

Die von Robert Moskowitz verfasste technische Beschreibung der "weak-WPA-key attack" findet sich bei Wi-Fi Networking News unter dem Titel "Weakness in Passphrase Choice in WPA Interface".


eye home zur Startseite
skyerjoe 25. Okt 2005

so bevor noch mehr newbies wie der goethe hier auf die idee kommen solche passes zu...

firefly3 16. Sep 2005

ähnlich wie beim Sicherheitsgurt: eingebaut ist er, anlegen muss man ihn schon selber....

matthias cornillie 17. Jun 2004

matthias cornillie 17. Jun 2004

Kommentieren



Anzeige

  1. Professional User Experience Design Services (m/w)
    Deutsche Telekom Kundenservice GmbH, Bonn
  2. Software-Entwickler/in für den Bereich HMI
    Robert Bosch GmbH, Crailsheim
  3. Projektmanager (m/w) Einführung und Optimierung ERP-System
    über SCHLAGHECK RADTKE OLDIGES GMBH executive consultants, Nordrhein-Westfalen
  4. Sachbearbeiterin / Sachbearbeiter Energiedatenmanagement
    Stadtwerke Solingen GmbH, Solingen

Detailsuche



Anzeige
Top-Angebote
  1. NEU: CSL - Gamepad für Android + Windows PC + PS3 inkl. OTG-Adapter
    13,85€ inkl. Versand
  2. NUR BIS MONTAG 9 UHR: Xbox One 1TB Tom Clancy‘s The Division Bundle USK 18
    239,00€ inkl. Versand
  3. Need for Speed - PlayStation 4
    25,00€ inkl. Versand

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       

  1. Keine externen Monitore mehr

    Apple schafft Thunderbolt-Display ersatzlos ab

  2. Browser

    Safari 10 soll auch auf älteren OS-X-Versionen laufen

  3. Dota

    Athleten müssen im E-Sport mehr als nur gut spielen

  4. Die Woche im Video

    Superschnelle Rechner, smarte Zähler und sicherer Spam

  5. Axanar

    Paramount/CBS erlaubt Star-Trek-Fanfilme

  6. FTTH/FTTB

    Oberirdische Glasfaser spart 85 Prozent der Kosten

  7. Botnet

    Necurs kommt zurück und bringt Locky millionenfach mit

  8. Google

    Livestreaming direkt aus der Youtube-App

  9. Autonome Autos

    Fahrer wollen vor allem ihr eigenes Leben schützen

  10. Boston Dynamics

    Spot Mini, die Roboraffe



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Android Wear 2.0 im Hands on: Googles Aufholjagd mit Komplikationen
Android Wear 2.0 im Hands on
Googles Aufholjagd mit Komplikationen
  1. Android Wear 2.0 Google etabliert Fragmentierung bei Smartwatches
  2. Microsoft Outlook-Watch-Face für Android-Smartwatches
  3. Samsung Keine neuen Smartwatches mit Android Wear geplant

Wireless-HDMI im Test: Achtung Signalstörung!
Wireless-HDMI im Test
Achtung Signalstörung!
  1. Die Woche im Video E3, Oneplus Three und Apple ohne X

Honor 5C im Hands on: Viel Smartphone für wenig Geld
Honor 5C im Hands on
Viel Smartphone für wenig Geld
  1. Smartphone Honor 7 Premium ab dem 2. Mai für 350 Euro erhältlich
  2. V8 Honors neues Smartphone hat eine Dual-Kamera

  1. Re: Wer kauft sich vor Monatsende eine neue...

    ElDiablo | 14:12

  2. Re: Was ich irrsinnig finde:

    Emulex | 14:12

  3. Endlich eine neue Bookmark-Verwaltung!

    rudluc | 14:09

  4. Re: Richtig so! Übergebt die Whitelist an die...

    heubergen | 14:07

  5. Re: ich finde es widerlich ...

    xxsblack | 14:02


  1. 13:59

  2. 13:32

  3. 10:00

  4. 09:03

  5. 17:47

  6. 17:01

  7. 16:46

  8. 15:51


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel