NRW baut Polizeitruppe gegen Computerkriminalität auf

Innenministerium Nordrhein-Westfalen mit Spezialistenteam

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen setzt konzentriert Spezialisten ein, um die Internet-Täter und andere Delikte im Bereich Computerkriminalität aufzuspüren. Das Innenministerium will den technischen und kriminalistischen Sachverstand in jeder Polizeibehörde bündeln. Zudem werden zur Bekämpfung der PC-Kriminalität in großen Polizeibehörden spezielle Kommissariate gebildet. Sechs dezentrale polizeiliche Informations- und Servicecenter und eine zentrale Stelle beim Landeskriminalamt werden neu eingerichtet.

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"Computer und Internet entwickeln sich zunehmend zu einem Forum für Straftäter. Nicht nur für die Präsentation von extremistischer Propaganda oder Kinderpornografie wird das weltweite Netz benutzt, sondern auch für Geldwäsche oder Erpressungen", erklärte NRW-Innenminister Dr. Fritz Behrens. "Durch diese neue Organisation haben wir ein dichtes Netzwerk von sachverständigen Ermittlern. Das wird unsere Schlagkraft gegen die Computerkriminalität erhöhen", hob Behrens die Vorteile hervor.

Das notwendige IT-Fachwissen im Kampf gegen PC-Kriminalität soll dabei zukünftig unmittelbar in der kriminalpolizeilichen Sachbearbeitung verankert werden. "Kriminalisten und Computerfachleute arbeiten eng zusammen, um gezielt gegen diese Art von Straftätern vorzugehen", betonte Behrens. So sollen in jeder Polizeibehörde Experten Daten und Datenträger sichern oder zum Beispiel IP-Adressen zurückverfolgen. In größeren Polizeibehörden, wie z.B. in Bielefeld und Düsseldorf, wurden bereits eigene Kommissariate zur Bekämpfung der Computerkriminalität gebildet, in denen Ermittler und Techniker unmittelbar zusammenarbeiten. Bisher waren sie in zwei unterschiedlichen Abteilungen angesiedelt. Weitere Polizeibehörden sollen folgen.

Zusätzlich dazu wird es in Kommissariaten bei den sechs Großpräsidien in Dortmund, Bielefeld, Düsseldorf, Essen, Köln und Münster "Dezentrale Informations- und Servicecenter Computerkriminalität" (DISC) geben. Sie sollen unter anderem Informationen zwischen den einzelnen Ermittlungsstellen austauschen sowie beraten und unterstützen. Landesweite Koordinierungsstelle ist das Ende September eingerichtete "Zentrale Informations- und Servicecenter" (ZISC) beim Landeskriminalamt in Düsseldorf. Hier werden u.a. spezielle polizeiliche Lagebilder zur PC-Kriminalität erstellt, rechtliche, technische und kriminalistische Probleme analysiert und Kontakte zur Bundesebene hergestellt.

Die polizeilichen Ermittler sollen mit moderner Hardware ausgestattet werden, damit die Polizei den Tätern technisch ebenbürtig ist. Zudem bereitet das Bildungszentrum der Polizei in Neuss die zuständigen Beamten mit einem Fortbildungsprogramm vor.

Computerkriminalität umfasst verschiedene Delikte wie das Ausspähen von Daten, Computerbetrug, Datenveränderung, Computersabotage, private und gewerbsmäßige Softwarepiraterie, Betrug mit Debitkarten und Betrug mit Zugangsberechtigungen zu Kommunikationsdiensten. Im Jahr 2002 hat die nordrhein-westfälische Polizei 3.306 Tatverdächtige ermittelt. Davon waren 96 Kinder unter 14 Jahren und 473 Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren.


Thilo Mohr 29. Okt 2003

Das ist interessant -- wußte ich bisher nicht. Danke! Gute Frage. Wahrscheinlich haben...

banzai 29. Okt 2003

Beim deutschen Waffengesetz geht es nicht darum, vor schiesswütigen Rambos zu schützen...

garstig 29. Okt 2003

Jep, und um ganz ehrlich zu sein ... ich würd draufhalten wenn nachts ein Unbekannter in...

Jonas 29. Okt 2003

Wie man am PC Geld waschen soll muessen die IT-Experten der Polizei sicher erst selbst...

Plasma 28. Okt 2003

ROFL Gerade eben noch ;-)

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