Intel: Funknetzen gehört die Zukunft - weg mit dem Kabel

Chipriese präsentiert in Entwicklung befindliche Funktechniken auf dem IDF 2003

Auf dem Intel Developer Forum (IDF) 2003 in San Jose war Datenfunk mit aktuellen und kommenden WLAN- und WMAN-Standards eines der zentralen Themen. Intel will 2004 als Erster IEEE-802.16a-konforme Chips zur Überbrückung der letzten Meile(n) marktreif haben, sich an der nun startenden Entwicklung des deutlich schnelleren IEEE 802.11a/g-Nachfolgers IEEE 802.11n beteiligen und auf bestehender WLAN-Hardware Mesh-Netzwerke ermöglichen. Bei diesen kann jeder Teilnehmer für andere als Relaisstation dienen, so dass unter anderem weniger Access-Points mit eigener Ethernet-Anbindung benötigt werden.

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Mit dem auch als WiMAX bezeichneten Standard IEEE-802.16a, der im Januar 2003 abgesegnet wurde, sollen sich Distanzen von bis etwas über 48 Kilometer überwinden und - auch ohne Sichtverbindung - bis zu 75 MBit pro Sekunde erreichen lassen. Dabei wird ein breites Frequenzband von 2 bis 11 GHz genutzt. Mittels Quality of Service soll eine saubere Sprach- und Videoübertragung gewährleistet und verschiedene Service-Stufen für Datenübertragung geboten werden. Intel selbst plant, bis zur 2. Hälfte 2004 als erster Hersteller einen integrierten WiMAX-MAC fertig zu haben, so dass kurz danach erste Netzwerk-Tests gefahren werden können. Kommerzielle Breitbanddienste auf Basis von WiMAX erwartet Intel - zumindest in den USA - ab 2005.

Intel-Cheftechniker Gelsinger sieht die Zukunft im Datenfunk
Intel-Cheftechniker Gelsinger sieht die Zukunft im Datenfunk

Zeitgleich zum IDF hat sich Mitte September 2003 das erste Mal die "IEEE Working Group" für den 802.11a- bzw. 802.11g-Nachfolger 802.11n getroffen, um die von der High Throughput Study Group begonnene Forschung zum marktreifen WLAN-Standard zu entwickeln. Der fertige Standard soll Bandbreiten von 108 bis 320 MBit pro Sekunde unterstützen, mit reduziertem Overhead auskommen und etwa die Übertragungsreichweite von 802.11a/g erreichen. Zwei Nachteile gibt es jedoch: Zum einen müssen die entsprechenden WLAN-Chips deutlich mehr Rechenleistung aufweisen und zum anderen wird der Standard wohl erst 2005/2006 marktreif sein.

Noch mehr Hoffnungen setzt Intel in Ultra-Wide-Band-Datenfunk (UWB), mit dem Daten nicht in kontinuierlichen Wellen, sondern kurzen Impulsen mit bis zu 500 MBit pro Sekunde bei niedriger Sendeleistung störungsunanfällig über bis zu 10 Metern Reichweite - bis 3 Meter laut Intel sogar noch mehr - übertragen werden können, was ideal für Unterhaltungselektronik und Computerperipherie sein soll. Auch bei UWB wird es Intel zufolge frühestens 2005/2006 erste marktreife Produkte geben. In der Zwischenzeit wird es noch Erweiterungen für IEEE 802.11a/b/g geben, darunter für 2003 noch eine Vorab-Version ("Wi-Fi Protected Access) des für 2004 erwarteten 802.11i für höhere Datensicherheit. Ebenfalls für 2004 angekündigt ist 802.11e, welches Quality of Service für Audio- und Videostreams mit sich bringen soll.

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shxdrive 24. Sep 2003

Und der oder die Besucher in deiner "verkabelten" Welt stolpern durch die Gegend :-p Nein...

hurricane 23. Sep 2003

Und dann macht der nachbar den (kabellosen?;) staubsaugger an, und der akku wird leer... ;-P

shxdrive 23. Sep 2003

Äußerst "stabile" Verbindung :-) Es bleibt dabei: Ich steh nicht auf Kabel.

hurricane 22. Sep 2003

*lol* halt dir mal 'ne mikrowelle an's ohr.... DA wird dir warm! ;-)

Mr.Mobil 22. Sep 2003

dann musste nicht so lange telefonieren.

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