Die Zukunft von Xeon und Co - PC-BIOS ade?

Weitere Prozessoren, Chipsätze mit PCI Express und Server-Blade-Modulen

Neben dem bereits auf dem Intel Developer Forum (IDF) 2003 in San Jose angekündigten multiprozessorfähigen Dual-Kern-Xeon Tulsa (etwa 2005/2006) wurden auf der Veranstaltung mittlerweile von Mike Fister, Intels Chef der Xeon- und Itanium-Prozessor-Plattformen, noch weitere Neuigkeiten genannt, darunter weitere Prozessoren, Chipsätze mit PCI-Express-Unterstützung, Blade-Module für erweiterbare Server und auch die Ablösung des alten PC-BIOS bei 32-Bit- und 64-Bit-Servern durch das zeitgemäßere EFI.

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Mit EFI, Intels "Extensible Firmware Interface", sollen jedoch auf lange Sicht auch herkömmliche PC-Systeme vom überholten BIOS erlöst werden. Während der System-Initialisierung soll EFI als "Pre-Boot-Umgebung" vor dem Betriebssystem-Start die Verwaltung und Wartung von Systemen - auch per Fernsteuerung - vereinfachen. In einer Demonstration steuerte ein Intel-Mitarbeiter ein EFI-System per PDA, band einen fehlenden Laufwerkstreiber auf Systemebene im EFI-Kommandomodus ein und erweiterte damit die zur Verfügung stehenden Boot-Laufwerke. Auch die Fehlersuche, Wiederherstellung und Einrichtung von Systemen soll mit EFI vereinfacht werden, zumal EFI aufs Netzwerk zugreifen kann. EFI kann mittels eigener Entwicklungsumgebung ("Intel Platform Innovation Framework") von Herstellern um eigene, in C-Code programmierte Erweiterungen ergänzt werden - AMI und Insyde Software arbeiten bereits an entsprechenden BIOS-Versionen. EFI soll im Laufe der nächsten zwei Jahre in ersten PC-Servern zu finden sein, auch in PC-basierten Endgeräten (z.B. in Gateways LCD TV Media Center), Desktop-PCs für den Büro- und Heimeinsatz sowie in XScale-PDAs. Bis 2007 will Intel EFI als wichtigstes Mittel zur plattformunabhängigen Systeminitialisierung etabliert haben.

Die Xeon-Roadmap für die Dual-Prozessor-Modelle wird es nach dem bereits im Juli 2003 eingeführten Xeon mit 3,06 GHz, 1 MByte Level-3-Cache und 533-MHz-Systembus gegen Ende 2003/Anfang 2004 noch eine Version mit voraussichtlich höheren 3,2 GHz geben, die ebenfalls in 130 nm gefertigt wird. Die bekannten Intel-Chipsätze E7502 und E7505 (AGP 8X) werden dafür weiterhin genutzt.

Der AGP-8X-Nachfolger PCI Express, das neue DDR2-SDRAM sowie der beim Pentium 4 bereits etablierte 800-MHz-Systembus werden erst mit den Chipsätzen "Lindenhurst" und dessen Sparversion "Lindenhurst-VS" im Server-Bereich sowie Intels "Tumwater" im Workstation-Bereich unterstützt. Den 800-MHz-Systembus wird der in 90-nm-Prozesstechnik gefertigte Xeon mit Codenamen "Nocona" ab etwa Anfang/Mitte 2004 sowie dessen ebenfalls in 90 nm kommende Nachfolger "Jayhawk" ab voraussichtlich 2005 unterstützen. Beide unterstützen Stromspartechnologien (ACPC, Automatic Control of Power Consumption) und die Möglichkeit zur besseren Lastverteilung (DBS, Demand Based Switching) in Rechnern mit mehreren Prozessoren. Zu Jayhawk ist bisher nur angegeben worden, dass er höhere Taktfrequenzen als der Nocona unterstützen werde, Letzterer soll mehr als 3,2 GHz bieten.

Die Zukunft von Xeon und Co - PC-BIOS ade? 

Lippi 17. Jun 2004

die konnten doch das EFI gleich so schreiben das schon alles drin ist also auch das OS...

spock 19. Sep 2003

Da kommt mir wieder dieser grausige Gedanke an das "grafische" Compaq-BIOS in den Kopf...

Markov 19. Sep 2003

will intel die bioshersteller ko schlagen? oder ist genau das warum immer neue lustige...

cyraxx 18. Sep 2003

Du hast offenbar keine Ahnung, was LinuxBIOS ist, was es macht und wie es funktioniert...

immi 18. Sep 2003

wollt ich grad sagen,´. Das hab ich doch auf ner Sun schonv or zehn Jahren gesehen...

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