Spieletest: Elite Force 2 - Gelungener Star-Trek-Shooter

Screenshot #3
Neben diversen Spezialwaffen wie dem U-Mod oder Plasmagewehren stehen Munro natürlich auch sein Phaser und ein Tricorder zur Verfügung. Mit dem Tricorder lassen sich unter anderem Türschlösser knacken - von Zeit zu Zeit gibt es kleine Puzzle, die man lösen muss, um neue Räume zu betreten. Mit ihm lassen sich aber auch versteckte Energie-Quellen orten oder strukturelle Unregelmäßigkeiten in Wänden finden, die man zum Zerstören selbiger nutzen kann. Manche Aufgaben müssen auch unter Zeitdruck erfüllt werden: Ist man dann nicht schnell genug, bleibt einem nichts anderes übrig, als zum Beispiel mit anzusehen, wie ein Crew-Mitglied von den Borg assimiliert wird.

Screenshot #4
Elite Force II nutzt, wie der Vorgänger, die leistungsfähige, aber mittlerweile deutlich in die Jahre gekommene Quake-III-Engine. Nichtsdestotrotz sieht das Spiel über weite Strecken sehr gut aus, auch die zahlreichen Zwischensequenzen in der Spielgrafik überzeugen. Teilweise sind die Charaktere aber etwas grob modelliert, und auch die Animationen können nicht immer voll und ganz überzeugen. Dafür sind die Soundkulisse und die deutsche Sprachausgabe äußerst gelungen.

Screenshot #5
Eines der wenigen Probleme von Voyager Elite Force war die kurze Spieldauer - man brauchte kaum mehr als ein Wochenende, um die Endsequenz zu Gesicht zu bekommen. Elite Force II ist deutlich länger, dennoch wird man aber auch hier kaum mehr als 14 Stunden benötigen, um alle Romulaner, Borg und die gelegentlichen Endgegner zu besiegen. Der Multiplayer-Modus, in dem man wahlweise übers Internet gegen menschliche Gegner oder aber vom PC gesteuerte Bots antritt, garantiert aber auch länger anhaltenden Spaß.
Fazit:
Elite Force II - das übrigens nicht vom selben Entwicklerteam stammt wie der erste Teil - ist sicherlich nicht so Maßstäbe-setzend wie das fast drei Jahre alte Voyager Elite Force, dafür ähneln sich die beiden Spiele zu sehr. Trotzdem macht es immens viel Spaß, mit Munro Planeten und Raumschiffe zu erkunden, sich Gefechte mit den Borg zu liefern und geheime Räume auf der Enterprise aufzustöbern. Die Star-Trek-Atmosphäre wird gekonnt eingefangen, aber nicht nur Fans der Enterprise sollten zugreifen - in letzter Zeit sind nur wenige Shooter auf den Markt gekommen, die inhaltlich und spielerisch so abwechslungsreich und spannend gestaltet waren.
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