C-One - C64-Nachfolger mit rekonfigurierbaren Chips

Auslieferung beginnt Anfang Mai 2003 in Deutschland - dem Ort der Fertigung

Im Herbst 2000 begann die Amerikanerin Jeri Ellsworth, den legendären Commodore 64 mit modernen Mitteln nachzubauen. Aus dem Hobby-Projekt "C-One" (C1) wurde ein kommerzielles Produkt und nicht mehr nur ein C64-Clone, sondern sogar einer der ersten "rekonfigurierbaren Computer", der im Mai 2003 auf den Markt kommen soll.

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Jeri Ellsworth
Jeri Ellsworth
Das C64/VC20-Herz des C1 ist ein 6502-kompatibler 65c816-Prozessor mit einer Taktrate von etwa 20 MHz, einem 24-Bit-Adressraum und Extra-Instruktionen für den Zugriff auf die größere mögliche Speichermenge. Alte C64-Software soll darauf trotz der höheren Leistung richtig laufen, dafür gibt es eine Software-Bremse. Der C-One hat einen offen dokumentierten Prozessor-Slot für jede andere 8-Bit-CPU, sei es ein echter 6502, Z80, 6809 oder sogar der Z8S180. Der Systembus läuft mit 67,74 MHz; die Entwicklerboards verkraften zwar Bustaktraten bis rund 135 MHz, laufen aber bisher nur bis 105,84 MHz stabil, abhängig vom verwendeten Speicher.

Das Besondere am C1-Board-Design ist jedoch nicht der austauschbare Prozessor, sondern die beiden Hauptchips, die als Field Programmable Gate Arrays (FPGA) das System nahezu komplett rekonfigurierbar machen. Diese Chips können - sogar während der Laufzeit - so programmiert bzw. umkonfiguriert werden, dass sie etwa die Aufgaben von Chips erfüllen, die auf dem C64 oder anderen Computern spezielle Aufgaben erledigen. Dies ist dann keine Emulation, sondern eine hard- und softwaregestützte Re-Implementierung von Chips, die seit Jahren nicht mehr erhältlich sind. Alternativ kann man als Entwickler den C1 nicht nur dazu nutzen, um alte Plattformen wieder auferstehen zu lassen, sondern auch eigene Ideen zu verwirklichen, wozu es eine spezielle Programmiersprache namens VHDL gibt. Verbesserte Prozessor-Kerne, die beim Systemstart von Flash-Speichern, Festplatte oder CD geladen werden, sollen zum Teil kostenlos oder aber kostenpflichtig zum Download per Internet angeboten werden.

Der C1 soll um ein Vielfaches schneller sein als der C64 und verfügt über Standard-Schnittstellen (PS/2-Mausport, PS/2-Tastatur, Parallel-Port) zur Kommunikation mit der Außenwelt. Für moderne Steckkarten gibt es einen PCI-Steckplatz, aber auch die Peripherie des 80er-Jahre-"Brotkastens" C64 oder Amiga-1200-Uhrenport-Erweiterungen lassen sich am C1 verwenden.

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Moll 01. Mai 2004

Der Proz. iss ein mobile Athlon XP 2000+, ich bin nicht so der Intel Fan. Dass Desktops...

nichelle 28. Apr 2004

Mahlzeit Moll! Möglicherweise mit Pentium M? Der erste Prozessor von Intel, der einen für...

Moll 27. Apr 2004

Jetzt muss ich hier mal kurz zu den 160W Grundlast was loswerden: Ich sitz hier an nem...

Gawain 09. Jul 2003

Tut mir leid, aber allein das MS-Word ist schon entsetzlich groß! Ich habe auch dieses...

Eseltreiber 26. Apr 2003

Hehehe, na klar ;-) Bei uns in Hamburg hab ich sowas in der Art mal getroffen und war...

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