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Deutschland ist Europas größter Markt für Online-GamingBreitbandboom beflügelt Online-Gaming
Damit ist Deutschland der größte Markt für diesen Bereich, dicht gefolgt von
Frankreich. Besonderer Beliebtheit erfreut sich Online-Gaming in den
Niederlanden, wo im Januar fast 18 Prozent der Internetnutzer online spielten.
Die genutzten Online-Spiele variieren in Europa von einfachen Kartenspielen über Multi-Player-Arcade-Games bis hin zu aufwendigen Rollenspielen wie z.B. EverQuest. Es gibt aber auch Seiten wie beispielsweise neopets.com, die Spiel- und Community-Elemente verbinden und Sponsoren Werbemöglichkeiten bieten. Die beliebteste Online-Gamingseite der deutschen Surfer war im Januar 2003 4players.de mit 590.000 Besuchern, gefolgt von gamigo.de mit 452.000 Besuchern. "Der enorme Anstieg der Nutzung von Online-Gaming im Internet lässt sich zum einen auf die Verbesserung der Spieletechnologie zurückführen", sagte Tom Ewing, Internet Analyst bei Nielsen//NetRatings. "Dieser Sektor profitiert vom Erfolg der Spielekonsolenhersteller, die Online- und Breitband-Gaming bereits in ihre Entwicklungspläne mit einbezogen haben. So soll beispielsweise die Markteinführung der Xbox Live in Europa dazu beitragen, das Konzept des Online-Gamings zu etablieren." Der entscheidende Faktor für den Aufschwung des Online-Gamings liegt aber in der steigenden Anzahl von Hochgeschwindigkeits-Internetverbindungen wie der Breitbandtechnologie. In Deutschland hat sich die Anzahl dieser Internetverbindungen im letzten Jahr mehr als verdoppelt. "Was wir derzeit erleben ist ein enormer Anstieg der Penetration mit Breitbandzugängen. Online-Gaming ist einer der Bereiche, die davon besonders profitieren werden. Es ist bemerkenswert, dass Frankreich und die Niederlande - zwei der Top-3-Länder gemessen an der Verbreitung von Breitbandzugängen - ebenfalls im Sektor Online-Gaming eine herausragende Bedeutung haben. Das Wachstum des Online-Gaming-Sektors ist das erste Anzeichen dafür, dass der lang erwartete Breitband-Boom in Europa bereits begonnen hat." "Die kommerzielle Attraktivität von Online-Gaming ist offensichtlich: Die 'Stickiness' der Online-Gamer (d.h. die durchschnittliche Zeit, die Surfer auf einer Seite verbringen) ist sehr hoch. Der durchschnittliche Besucher von Online-Gaming-Angeboten beispielsweise verbringt über zwei Stunden pro Monat auf diesen Seiten. Verglichen mit anderen Kategorien wie z.B. Nachrichten und Informationen, die ihre Besucher im Schnitt nur 13 Minuten pro Monat binden, bietet der Online-Gaming-Sektor damit eine attraktive Plattform für Werbungtreibende", meinte Ewing. Die Online-Gaming-Angebote werden nach den Studienergebnissen derzeit überwiegend von männlichen Surfern besucht. In Europa liegt der männliche Anteil zurzeit im Schnitt um den Faktor 2,5 über dem der weiblichen User. Eine Ausnahme bilden allerdings die Niederlande. Hier ist nahezu eine gleichmäßige Verteilung von männlichen und weiblichen Spielern festzustellen, so Nielsen. "Möglicherweise ist dies ein Indiz dafür, dass die Nutzerschaft hinsichtlich der Geschlechtsverteilung eine umso ausgeglichenere Struktur aufweist, je etablierter der Sektor Online-Gaming in einem Markt ist", meint Ewing zu dieser Beobachtung. "Bei der Analyse der Altersstruktur fällt auf, dass die Gruppe der 12- bis 24-Jährigen mit einer doppelt so hohen Wahrscheinlichkeit auf diesen Angeboten zu finden ist wie andere Altersgruppen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass ältere Surfer nicht online spielen würden. In Frankreich beispielsweise sind immerhin 13 Prozent der Besucher von Online-Gaming-Angeboten über 35 Jahre alt." (ad)
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