PalmSource: Weitere Details zu Graffiti 2 enthüllt
Mit Graffiti 2 beerdigt PalmSource das alte PalmOS-Graffiti
In Entwickler- und FAQ-Dokumenten verriet PalmSource weitere Details zum kommenden Graffiti 2 für PalmOS, nachdem die ersten Informationen eher dürftig waren. Damit steht nun fest, dass mit der Einführung von Graffiti 2 die alte Graffiti-Schrift in neuen Geräten nicht mehr unterstützt wird und künftige PalmOS-Geräte mit Graffiti 2 ausgestattet sein werden.
PalmSource kehrt damit der bisherigen Philosophie der "Ein-Strich-Technik" des alten Graffiti den Rücken. Denn durch die "Ein-Strich-Technik" werden selbst kompliziertere Buchstaben mit nur einer einzigen Zeichenbewegung eingegeben, was eine hohe Eingabegeschwindigkeit bringt sowie Fehleingaben verringert. Ein Eckpfeiler der von Palm-Gründer Jeff Hawkins entwickelten Graffiti-Schrift war die Erkenntnis, dass Software auf absehbare Zeit nicht in der Lage sein wird, die Handschriften von Millionen verschiedener Menschen einwandfrei zu erkennen. Daher bürdete man dem Anwender von Graffiti auf, die Schrift zu erlernen, weil nach Hawkins Ansicht der Mensch eher eine leicht veränderte Schrift erlernt, als dass Software fehlerfrei mehrere Millionen menschlicher Handschriften erkennt.
Mit dem Wechsel zu Graffiti 2, das auf Jot von der Communication Intelligence Corporation (CIC) beruht, vollzieht PalmSource also nicht nur einen technologischen, sondern auch einen quasi-philosophischen Wechsel weg von der "Ein-Strich-Technik" zur "Zwei-Strich-Technik". Denn Graffiti 2 orientiert sich stärker an bisherigen Druckschrift-Buchstaben, die für eine Eingabe oft zwei Striche benötigen und somit die Eingabezeit verlängert. Ferner steht zu befürchten, dass sich die Genauigkeit der Zeicheneingabe verringern wird und es zu mehr Fehleingaben kommt, weil jeder Mensch eben eine andere Handschrift hat, was die Software leichter aus dem Tritt bringen kann. Als Vorteil soll sich die Einarbeitungszeit gegenüber dem alten Graffiti verringern.
Die "Zwei-Strich-Technik" von Graffiti 2 analysiert Eingaben sofort, so dass beim Schreiben von "Zwei-Strich-Buchstaben" womöglich erst die gleichfalls passenden "Ein-Strich-Buchstaben" gezeichnet werden. Schreibt man etwa ein "k", erkennt Graffiti 2 zunächst ein "l", löscht dieses aber wieder und ersetzt es durch ein "k", sobald der zweite Strich ausgeführt wurde. Zum Thema Kompatibilität meint PalmSource, die meisten PalmOS-Applikationen würden ohne Anpassungen auch mit Graffiti 2 funktionieren, schränkt dies aber gleich wieder ein. So könne es unter Umständen passieren, dass das Aufrufen von Menü-Kürzeln über Graffiti 2 in manchen Applikationen zu Problemen führen könne, so dass hier doch Anpassungen seitens der Entwickler von Dritt-Software notwendig werden.
Mit der Einführung von Graffiti 2 will sich PalmSource auch vom starren Graffiti-Feld lösen und eine Texteingabe über das gesamte Display gestatten. Ob das bisher bei den meisten PalmOS-Geräten verwendete feste Graffiti-Feld damit gleich ausgemustert wird, ist noch nicht bekannt.
Nach Informationen von PalmSource werden Lizenznehmer erste Geräte mit Graffiti 2 noch in diesem Jahr auf den Markt bringen. Dabei können diese Geräte sowohl auf PalmOS 4.x als auch auf PalmOS 5.x beruhen, denn PalmSource integriert Graffiti 2 in beide Versionen. Die ersten PalmOS-Versionen mit Graffiti 2 sollen auf PalmOS 4.1.2 sowie PalmOS 5.2 hören.
Nachtrag vom 17. Januar 2003, 13:30 Uhr:
Noch einige Details mehr zu der neuen Schrifterkennung Graffiti 2 gibt es auf der PDA-Seite pdassi, deren Informationen aus einer Entwicklerversion von PalmOS stammen.






Wieso kommst du darauf? Den neuen Palm-Simulator runterladen und los geht's mit dem...
Habe Graffiti 2 noch nicht gesehen. So wie es beschrieben wird sehe ich allerdings auch...
da wurden doch nur die Vor- und Nachteile beider Verfahren beschrieben. Weiß gar nicht...
boah geil echt ? Krass - was ist denn das für ein Keyboard das sowas aushält ??
hihi da mache ich auch mit.. schaffe mit KEyboard 260 Anschläge in der Minute.. wer kann...
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