19. Chaos Communication Congress: Hacker werden politisch
Für die zahlreichen Kongress-Newbies dürfte das aber zu kompliziert gewesen sein. Denen wurde im über die Veranstaltung laufenden Weblog klar gemacht, dass sie doch bitte nicht ihre unverschlüsselte POP3-Mail samt Passwort "dalassen" sollten: "Es ist grob fahrlässig, sich hier auf dem Congress wirklich mit gängigen Accounts einzuloggen und dann noch zu erwarten, dass da keiner 'ma reinguckt' *floet*." Die üblichen Netzausfälle gab es natürlich auch: So war am ersten Tag der DHCP-Server aus unerfindlichen Gründen down, weil da wohl jemand einmal die Infrastruktur testen wollte. Die 34-Megabit-Richtfunkanbindung dürfte geglüht haben.
Ärgerlich an diesem 19. Chaos Communication Congress war vor allem die Preiserhöhung. Satte 20,- Euro pro Tag (Dauerkarte: 40,- Euro) muss man inzwischen löhnen, um sich unter die Hacker zu mischen. Das habe vor allem mit den über die Jahre zugenommenen Reinigungskosten zu tun, so Mitorganisator Tim Pritlove, der die Damen und Herren im Hackcenter dazu aufforderte, diesmal eben keinen Server-Weitwurf mehr zu veranstalten, der im vergangenen Jahr Schäden am Boden des Siebziger-Jahre-DDR-Baus angerichtet habe. Den überhöhten "New-Economy"-Tarif ließ man in diesem Jahr freundlicherweise weg - gewerbliche Kunden zahlten stattdessen 100 Euro für die ganze Veranstaltung. Sparen ließ sich auch bei einer Dönerbude in der Umgebung: Die gab für das Vorzeigen des Kongress-Ausweises fünf Prozent Rabatt.
Praktisch in diesem Jahr war auch ein kleiner Flyer, der alles Notwendige zu Anreise, Einrichtungen, Übernachtung und leiblichem Wohlergehen enthielt - samt dem deutlichen Hinweis, dass man für bösartige Taktiken wie ARP-Spoofing seine Netzwerkkarte riskiert. Und komischerweise fiel dann ausgerechnet beim beliebten Rückblick auf das Chaos-Jahr kurzzeitig die Veranstaltungstechnik aus, was CCC-Sprecher Andy Müller-Maguhn zum Hinweis reizte, dass sei nun wieder eine Verbindung zum diesjährigen Kongress-Motto "Out of Order". Klar ist vor allem, dass die Hacker insgesamt politischer werden. Gegen die Internet-Zensur in NRW veranstalteteten sie kürzlich ihre erste und bislang einzige Demonstration.
Ihre Erfahrungen als Aktivisten können die Hacker dann auf dem nächsten Chaos-Kongress austauschen, der auch 2003 wieder "zwischen den Jahren" stattfinden soll. Davor gibt es im Sommer erst einmal endlich wieder ein "Chaos Communication Camp" - auf einem Zeltplatz in der Nähe von Berlin, vermutlich vom 31. Juli bis 3. August 2003.
[Von Ben Schwan]
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Hi nixblick... der ursprung des threads war "Kriminelle Subjecte" - wollte dazu nur...
Ich weiss zwar leider nicht warum dein Post an meinem anhängig ist, da ich eigentlich...
Wenn ich das scho´wieder lese hier.... Hacker sind keine kriminellen Subjeckte - wer...
das is mal ne gute aussage sachlich und nich iwrklich angreifend is schon schade,dass...
weil wir zum Glück noch in einem Rechtsstaat leben, in dem immer noch der Grundsatz gilt...
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