Berlin bekommt bald terrestrisches Digital-TV

DVB-T erlaubt Digitalempfang von Fernsehen ohne Störungen auch mobil

Nachdem die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post die Voraussetzungen für die Umstellung des Sendernetzbetriebes geschaffen hat, hat der Medienrat nach Abstimmung mit den an der Umstellung beteiligten Fernsehveranstaltern den Zeitplan für den Analog-Digital-Umstieg für den terrestrischen Empfang im Ballungsraum Berlin-Potsdam verbindlich festgelegt. Für den Antennen-Empfang braucht man dann künftig einen kleinen Decoder. Als Antenne kann sogar eine kleine Zimmerantenne genommen werden.

Anzeige

Die Umstellung beginnt am 1. November 2002 mit der Inbetriebnahme der beiden ersten leistungsstarken Kanäle, die bisher analog genutzt wurden (Kanal 5 und Kanal 44). Auf diesen beiden Kanälen werden die Programme von ARD, ZDF, ORB, SFB 1, RTL, SAT.1, ProSieben und RTL II digital verbreitet werden. Die analoge Ausstrahlung dieser Programme wird fortgesetzt, doch wechseln ProSieben und RTL II auf andere Kanäle. Die DVB-T Decoder kosten zurzeit mindestens 200 Euro. Es werden auch schon vereinzelt Geräte für den USB-Port für PCs und Notebooks angeboten.

Am 28. Februar 2003 wollen die privaten überregionalen Fernsehprogramme vollständig auf die digitale Übertragung umgestellen. Auch die öffentlich-rechtlichen Anstalten stellen ihre leistungsstarken Frequenzen auf digitalen Betrieb um. Durch die Umstellungen werden zahlreiche zusätzliche digitale Programme öffentlich-rechtlicher und privater Veranstalter möglich.

Die vier Fernsehprogramme von ARD, ZDF, ORB und SFB 1 werden dann noch bis zum August 2003 auf schwächeren analogen Frequenzen zu sehen sein. Berlin-Brandenburg ist nach Angaben der Initiatoren weltweit der erste Ballungsraum, in dem der Umstieg auf die digitale terrestrische Übertragung beginnt und durchgeführt wird.

Neben einem Flyer und einer Broschüre, die ab 15. Oktober 2002 verfügbar sind, sollen insbesondere die bisherigen analogen Sender genutzt werden, die Haushalte auf die bevorstehende Umstellung hinzuweisen und ihnen ihre Wahlmöglichkeiten zu erläutern. In Zusammenarbeit mit den Sendernetzbetreibern ist eine Hotline aufgebaut, die unter der Nummer 01802/323 999 (6 Cent je Anruf) erreichbar ist.

Die mabb (Medienanstalt Berlin Brandenburg) hat mit den Fernsehveranstaltern und in Kooperation mit der Geräteindustrie, den Institutionen der Sozialhilfe sowie der Rundfunkhilfe e.V., einer Institution der Freien Wohlfahrtsverbände, die Eckpunkte einer differenzierten Lösung erarbeitet, die sozial schwachen Haushalten den Umstieg erleichtern soll. Dabei geht es ausschließlich um Haushalte, die bisher keinen Kabel- oder Satellitenempfang haben, und für die auch künftig der terrestrische Empfang die kostengünstigste Lösung ist. Geräteindustrie und Handel wollen Raten- oder Leasingmodelle anbieten, mit einer monatlichen Belastung von voraussichtlich unter 10 Euro. Haushalte mit besonders niedrigem Einkommen haben nach den Vorschriften des Sozialhilferechts einen Anspruch auf eine Set-Top-Box, mit der sie künftig Fernsehen empfangen können. Die Rundfunkhilfe e.V. wird sich besonders älterer Menschen, Behinderter und chronisch Kranker annehmen.


Kommentieren




Anzeige

  1. Softwareentwickler Telematikdienste Service und uptime mit Schwerpunkt embedded Programmierung (m/w)
    Daimler AG, Stuttgart
  2. Business Analyst (m/w)
    AVL List GmbH, Graz (Österreich)
  3. Softwarespezialist/IT-Auditor (m/w)
    TÜV SÜD Gruppe, Garching bei München
  4. Support Specialist IT (m/w)
    Scheidt & Bachmann GmbH, Mönchengladbach

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       

  1. Hannspad SN1AT74

    Neues 10-Zoll-Tablet mit Kitkat für 170 Euro

  2. Spielevideos

    Google soll 1 Milliarde Dollar für Twitch.tv zahlen

  3. Gear VR

    Software für Samsungs VR-Brille entdeckt

  4. Hamburg

    Uber legt Widerspruch gegen Verbot ein

  5. ATV-5

    Käsespätzle für die ISS

  6. Systemkamera

    Fujifilm will Teleobjektive erst Ende 2015 bauen

  7. DIY-Handy

    Fab Lab plant Handyfabrik in Hamburg

  8. Quartalsbericht

    Amazon erwirtschaftet Verlust von 126 Millionen US-Dollar

  9. Apple verkraftet Ansturm nicht

    OS X Yosemite - die öffentliche Beta ist da

  10. Erfundene Waren

    Ebay-Betrüger muss für 7 Jahre in Haft



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Android L im Test: Google verflacht Android
Android L im Test
Google verflacht Android
  1. Android L Keine Updates für Entwicklervorschau geplant
  2. Inoffizieller Port Android L ist für das Nexus 4 verfügbar
  3. Android L Cyanogenmod entwickelt nicht anhand der Entwicklervorschau

Luftfahrt: Die Rückkehr der Überschallflieger
Luftfahrt
Die Rückkehr der Überschallflieger
  1. Verkehr FBI sorgt sich um autonome Autos als "tödliche Waffen"
  2. Steampunk High Tech trifft auf Dampfmaschine
  3. Aerovelo Eta Kanadier wollen mit 134-km/h-Fahrrad Weltrekord aufstellen

Destiny angespielt: Schöne Grüße vom Master Chief
Destiny angespielt
Schöne Grüße vom Master Chief
  1. Bungie Drei Betakeys für Destiny
  2. Activison Destiny ungeschnitten "ab 16" und mit US-Tonspur
  3. Bungie Destiny läuft auch auf der Xbox One in 1080p mit 30 fps

    •  / 
    Zum Artikel