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Hochwasser führt zu Ausfällen im TelekommunikationsnetzSchwerpunkt im Raum Chemnitz, Dresden
Zu den Gebieten gehören hauptsächlich die Städte Dresden, Döbeln, Freiberg und
Aue sowie die Landkreise Sächsische Schweiz, Weißeritzkreis, Mittlerer
Erzgebirgskreis und der Kreis Aue/Schwarzenberg. Mehrere hundert Mitarbeiter der Deutschen Telekom sollen in diesen und anderen bedrohten Gebieten mit Hochdruck daran arbeiten, die Telekommunikationseinrichtungen wie
Vermittlungsstellen und Kabelverbindungen vor Hochwasserschäden zu schützen.
Im Fokus der Sicherungsarbeiten steht seit Tagen die Hauptvermittlungsstelle (HVSt) am Postplatz in Dresden. Sie ist eine von bundesweit 23 Weitvermittlungsstellen und beherbergt zudem zwei der Dresdener Ortsvermittlungsstellen mit mehr als 55.000 Telefonanschlüssen. Ihr Einzugsbereich sind die Regierungsbezirke Dresden, Chemnitz und Cottbus. Über 160.000 Telefonleitungen laufen über den Postplatz. In dem Gebäude ist ferner die Funkvermittlungsstelle für den Regierungsbezirk Dresden untergebracht. Die HVSt ist zudem einer von bundesweit 74 Standorten des Internet-Kernnetzes. Sie ermöglicht allein 35.000 T-DSL-Kunden den Zugang zum Internet. "Gerade in diesen, für die Betroffenen schwierigen Zeiten, spielt das Telefon als Kommunikationsmittel eine zentrale Rolle", so Gerd Tenzer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom. "Alle verfügbaren Mitarbeiter der Deutschen Telekom sind in den Krisengebieten im Einsatz, um die Störungen so schnell wie möglich zu beseitigen und weiteren Schaden abzuwenden". Eine aktive Entstörung sei jedoch nur eingeschränkt möglich, da weite Landesteile von der Bundeswehr evakuiert werden bzw. wegen des Hochwassers nicht erreichbar sind. Neben der direkten Störung der Telekommunikationsinfrastruktur werden zahlreiche Störungen auch durch massive Stromausfälle hervorgerufen. Hiervon sind auch Mobilfunk- und Richtfunkeinrichtungen betroffen. Die Mitarbeiter der Deutschen Telekom arbeiten deshalb daran, die flächendeckende Erreichbarkeit der Notrufnummern 112 und 110 in den Krisengebieten so schnell wie möglich wieder herzustellen. Um den Hochwasseropfern zu helfen, wird die Telekom allen Betroffenen ein Kontingent von 100 Telefoneinheiten kostenlos zur Verfügung stellen. Zudem wurden von T-Mobile mehr als 100 Handys für Rettungskräfte ausgegeben. (ad)
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