Spieletest: Arx Fatalis - 3D-Rollenspiel für Dungeon-Fans

Screenshot #4
Grafisch ist Arx Fatalis gut gelungen, sowohl in Hinsicht auf die schön gestalteten Höhlen, Verliese und unterirdischen Städte als auch in Hinsicht auf die zahlreichen schön gestalteten Kreaturen, die diese bevölkern. Selbst die Gesichter der Menschen im Spiel wirken dabei dank guter Texturen schon sehr glaubwürdig. Dazu tragen auch die zur jeweiligen Umgebung passende Soundkulisse und die gute Sprachausgabe bei - die Musik hingegen ist Durchschnitt und nicht weiter erwähnenswert. Imposant sind auch die Magieeffekte, allerdings wirkt Morrowind hier insgesamt noch einen Tick hübscher.
In einigen Bereichen bricht das Spiel leider auch bei niedrigerer Auflösung und ohne Bump Mapping dramatisch ein, was den Spielfluss doch deutlich stören kann. Erst mit einem bereits erhältlichen Patch von Version 1.1 auf Version 1.11 wird ein Clipping-Fehler beseitigt, der Gegenstände teils in Wänden verschwinden oder einen durch eben diese hindurchsehen lässt. Auf unserem AthlonXP-Testsystem mit Radeon 8500 und Windows XP produzierte das Spiel zudem bei aktiviertem Bump Mapping einige nervige Grafikfehler wie z.B. flackernde Polygone oder "Risse" im Bild.

Screenshot #5
Der ansonsten gelungenen Atmosphäre des Spiels etwas abträglich sind leider die langen Ladezeiten zwischen Ebenen und Bereichen innerhalb einer Ebene. "Schuld" an ihnen dürfte sicherlich auch die detailreiche Grafik sein. Der Spielatmosphäre wirklich abträglich waren hingegen verschiedene Abstürze, die wir beim Test erlebten - dabei beendete sich das Spiel mittendrin und auch beim Wechsel in eine andere Ebene ohne Fehlermeldung selbst, was noch auf den einen oder anderen Bug schließen lässt. Zumindest einige Ursachen dafür scheint der erwähnte Patch auf die Version 1.11 zu beseitigen. Schade ist, dass das Spiel nach dem Durchspielen dank fehlendem Editor nicht um eigene Abenteuer und Karten erweitert werden kann.
Fazit:
Arx Fatalis kann als würdiger inoffizieller Nachfolger von Ultima Underworld gelten. Dafür sorgen nicht nur die Grafik, Geräuschkulisse und Sprachausgabe: Hat man sich in die Steuerung eingearbeitet, die Handlungsmöglichkeiten entdeckt und sich in die Fantasy-Welt eingelebt, fällt es einem schwer, sich davon zu lösen. Negativ fallen allerdings längere Ladezeiten sowie einige Grafikprobleme und Abstürze während des Spielens von Arx Fatalis auf.
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