Spieletest: ICO - Fantasy-Adventure für die PlayStation 2

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Screenshot #3
Screenshot #3
Obwohl sich das Spiel hauptsächlich um das Lösen von Rätseln und waghalsige akrobatische Manöver dreht, kommt auch die Action nicht zu kurz: Es gibt eine dunkle Macht, die mittels ihrer Schattenwesen verhindern will, dass insbesondere Yorda die Burg verlässt. Ico steht dazu anfangs ein Stab zur Verfügung, den er auch als Fackel und zum Anzünden von Bomben benutzen kann. Wer es gewohnt ist, einfach nur wild draufzuprügeln, wird in Ico schnell scheitern, denn die Schattenwesen haben es vor allem darauf abgesehen, Yorda zu packen und sie über Schattenportale in ihr Gefängnis zurückzubringen - gelingt ihnen dies, ist Ico gescheitert.

Screenshot #4
Screenshot #4
Lebenspunkte, Power-Ups, High-Scores oder Boni spielen beim Kämpfen keine Rolle - es gibt sie schlichtweg nicht. So gilt es also, sich zwischen die ängstliche Yorda und die Schattenwesen zu stellen oder - falls doch mal ein Schattenwesen Yorda gepackt und in ein Schattenportal gezerrt hat - die gute wieder aus selbigem herauszuziehen, solange sie noch zu sehen ist. Wird Ico getroffen, so geht er für einige Zeit zu Boden, was die Schattenwesen sofort nutzen, um näher an Yorda heranzukommen. Allerdings muss Ico nicht immer kämpfen, wenn es dem ungleichen Pärchen gelingt, rechtzeitig zum nächsten magischen Tor zu gelangen, denn diese vernichten beim Öffnen die Schattenwesen.

Screenshot #5
Screenshot #5
Die 3D-Grafik und Soundkulisse von ICO darf mit Fug und Recht als gelungen bezeichnet werden: Das düstere Innere der tristen Burg, die Tupfer aus Farbe in bewachsenen Bereichen, die Brücken in luftigen Höhen mit Blick in schwindelnde Tiefen und die bedrohlichen Schattenwesen ziehen den Spieler in ihren Bann. Ebenfalls beeindruckend sind die natürlichen Bewegungen und die realistisch wirkenden Schatten der beiden Hauptcharaktere, die man meist aus der Beobachter-Perspektive von schräg oben sieht, an die man jedoch auch heranzoomen kann. Hier gibt es den einzigen großen Kritikpunkt: Die Kamerasteuerung beschränkt den Blickwinkel zu stark und verhindert den freien Blick auf die Szenerie mitunter zu sehr - in Kämpfen ist dies mitunter ebenfalls von Nachteil, allerdings kein gravierender. Ebenfalls sehr stimmungsvoll, aber dennoch nicht aufdringlich sind Ton- und Musikkulisse. Bei der Sprachausgabe wurde zwar lediglich deutsch untertitelt, allerdings ist dies dem Spiel nicht abträglich - insbesondere da Ico Yordas Sprache eh nicht versteht.

Fazit:
ICO ist ein sehr atmosphärisches, gefühlvolles Adventure für Rätsel-, Geschicklichkeits- unf Fantasyfreunde, das nicht nur durch seine beeindruckende Präsentation, sondern auch durch stimmiges Gameplay überzeugen kann. Extrem-Spieler werden den Titel zwar in etwa zehn Stunden durchgespielt haben, aber dafür wird das Spiel auch nicht durch nahezu unlösbare Fruststellen oder ständige Wiederholungen künstlich in der Spielzeit aufgebläht. ICO zählt trotz der bekannten Elemente eindeutig zu den erfrischendsten Adventures im Konsolenmarkt.

 Spieletest: ICO - Fantasy-Adventure für die PlayStation 2

Dirk M. 24. Mai 2002

Ich habe mir die Playstation2 wegen ShadowMan 2econd coming gekauft weil ich ein...

CK (Golem.de) 23. Mai 2002

ICO ist wirklich schön gemacht, bis jetzt hat mir auf der PS2 nur Project Eden so gut...

resonic 23. Mai 2002

jo, habs ja auch vor paar wochen durchgezockt und bin echt begeistert!

Dirk M. 23. Mai 2002

Zwar ein wenig kurz aber trotzdem eines der besten und inovatievsten Titel für die...

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