Test: PalmOS-PDA Sony Clié N770C mit Transflektiv-Display

Clié N770C mit Kopfhörer
Der mitgelieferte Kopfhörer ist als "Nackenkabel" konstruiert, das heißt, dass der Kopfhörer abgenommen werden kann und dabei die Ohrhörer hinter dem Hals nach vorne herunterhängen. Die recht eigenwillige Konstruktion sitzt dann aber doch recht bequem und eignet sich auch trotz des merkwürdigen Klemmmechanismus für Brillenträger. Bleibt nur der Kritikpunkt, dass die Ohrhörer so weit vom Ohr "abstehen", dass sehr viel Musik in die Umgebung strahlt.
Beim Akkutest hielt der Clié 15 Stunden am Stück durch, wenn die Beleuchtung davon 1,5 Stunden bei niedrigster Helligkeitsstufe aktiviert war. Wenn die Beleuchtung hingegen zu 90 Prozent in mittlerer Stufe benötigt wird, sinkt die kontinuierliche Akku-Laufzeit auf rund 9 Stunden. So kann man davon ausgehen, dass der Lithium-Polymer-Akku bei durchschnittlicher Nutzung des PDA etwa jede Woche aufgeladen werden muss. Bei unserem Testgerät fiel eine Merkwürdigkeit auf: Ließ man das Gerät unbenutzt einige Tage liegen, verbrauchte der Clié ungewohnt viel Strom, so dass ein voll geladener Akku nach wenigen Tagen leer gesaugt war und somit alle Daten verloren waren. Da in der Redaktion noch kein Gerät eintraf, dessen Akku ohne Benutzung so schnell erschöpft war, vermuten wir hier einen defekten Akku im Testgerät.
Zum Lieferumfang gehört neben der Software-CD, dem Kopfhörer und einem gedruckten Handbuch eine USB-Dockingstation, die den Kontakt zu einem PC aufnimmt. Auch ein Ladegerät liegt bei, das entweder an die Dockingstation angeschlossen oder direkt mit dem Clié verbunden wird. Dadurch lässt sich das Gerät auf Reisen bequem aufladen, ohne dazu die Dockingstation mitnehmen zu müssen, wie es bei allen Palm- und Handspring-PDAs nötig ist. Schade, dass keine Lade-LED am Clié darüber informiert, wann der Ladevorgang abgeschlossen ist.

Clié N770C
Da auch dieser Clié eine eigene Schnittstelle verwendet, steht nach wie vor nur wenig Zubehör für den Clié bereit, das über die USB-Schnittstelle mit dem Gerät verbunden werden kann. Einen Memory Stick legt Sony leider nicht bei, so dass der Erweiterungssteckplatz und damit auch der Audio Player erst nach dem teuren Zukauf einer Speicherkarte genutzt werden kann.
Der Sony Clié PEG-N770C steht zum Preis von 613,04 Euro in den Regalen.
Fazit:
Mit dem Clié N770C bringt Sony einen PalmOS-PDA mit einer vorbildlichen Ausstattung auf den Markt. Die Sony-Ingenieure haben die Bedienung des Geräts mit vielen Kleinigkeiten verbessert, wozu auch das Drehrad seinen Anteil beiträgt. Damit zeigt Sony der Konkurrenz von Palm und Handspring, mit was für kleinen Tricks man sich von einer starken Konkurrenz abheben kann. Auch trotz der systembedingten Nachteile begeistert das Transflektiv-Display im Clié und stellt derzeit die beste Implementierung eines solchen Displays in ein PalmOS-Gerät dar. Wer bisher keinen Farb-PDA mit Hintergrundbeleuchtung verwendet hat, wird sich an der etwas schwachen Farbbrillanz des Clié kaum stören.
Nur als Witz kann die von Sony groß beworbene MP3-Funktion gelten, weil dafür für viel Geld ein teurer Memory Stick nachgekauft werden muss. Dass Sony dann keinerlei Dokumentation zum Datenaustausch beilegt, kann nur als bodenlose Unverschämtheit gewertet werden, so dass der Anwender hier auf zeitaufwendige, stressige Experimente angewiesen ist. Rätselhaft bleibt vor allem, warum Sony nur Nutzern eines Memory Stick mit dem Kopierschutz Magic Gate komfortable Verwaltungs-Programme anbietet.
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Hi Matze! Hast Du nen MP3 Player gefunden, der sich nicht weigert MP3-Files von einem...
Testbericht super!(N770C/E) Gerät freitag den 3.5.02 bei saturn für 399 gekauft. Habe so...
Ich habe den clie 770 bei tec-company bestellt innerhalb 3 tagen hatte ich ihn per...
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Vertrauenswürdig ? schon bestellt/ erfahrungen?
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