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Dialer - Ein Fall für Anti-Viren-Software?Hersteller sehen "hochgradig sorglose Nutzer" als Problem
Internet-Dialer nutzen das bekannte Abrechnungsverfahren für Dienstleistungen, die - in diesem Falle teuer - über die Telefonleitung erbracht werden. Einige Dialer bleiben selbst dann noch aktiv, wenn der Computer-Nutzer längst glaubte, sie abgeschaltet zu haben - mit der Folge, dass für einfaches Surfen mehr als 1,70 Euro pro Minute berechnet werden. Bei anderen Dialern werden für die einmalige Nutzung Beträge bis zu 900,- Euro fällig.
Einige kostenlose Anwendungen, die Dialer ausschalten können, sind bereits im Internet zu finden. Ebenso sind laut der Info-Seite Trojaner-Info.de Dialer aufgetaucht, die versuchen, eben diese "gegnerische Software" gezielt auszuschalten. Auf die Frage, ob Anti-Virus- bzw. Firewall-Produkte in Zukunft um einen Schutz vor "Dialern" erweitert werden sollen, antworteten Experten von Network Associates (McAfee), Sophos, Symantec und Trend Micro recht ähnlich. "Grundsätzlich wäre ein Schutz vor derartiger Software an der Firewall oder via Anti-Viren-Software durchaus denkbar", so Gernot Hacker, Virenexperte bei Sophos. Er betont jedoch, dass die Erkennung sehr aufwendig ist, da die Dialer in letzter Konsequenz jedes Mal anders aussehen. "Die hierfür genutzten Dateinamen und Setuproutinen haben immer eine neue Gestalt, man kann hier kaum einen Vergleich mit Derivaten von Viren heranziehen." Raimund Genes, Manager of European Operations bei Trend Micro, betont: "Es ist sehr schwer, bei Dialern zu unterscheiden, ob diese bewusst vom Anwender installiert wurden oder aus Profitgier von jemandem programmiert wurden, der diese dann zur wundersamen Geldvermehrung einsetzt." Er ergänzt jedoch: "Handelt es sich also um eine vorsätzliche Täuschung, zum Beispiel wird ein Programm als Spieleerweiterung ausgegeben und baut stattdessen immer eine kostenpflichtige Verbindung auf, so handelt es sich per Definition um ein trojanisches Pferd und das wird auf Kundenwunsch natürlich aufgenommen. Aber das muss immer von Fall zu Fall entschieden werden. Aus diesem Grund ist es sehr schwierig für Antivirenhersteller, da einen generellen Service anzubieten." weiter...
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