Dialer - Ein Fall für Anti-Viren-Software?

Anzeige

Marc Vos, Product Manager McAfee bei Network Associates (NAI), stuft Dialer, die ohne Nachfrage in Aktion treten, ebenfalls als Trojaner ein, den man auch als solchen erkennen werde. Auch er sieht jedoch den unvorsichtigen Benutzer als Schwachstelle: "Wenn das Programm zuerst die Erlaubnis des Nutzers einholt, bevor es irgendwelche Änderungen macht oder irgendwelche Nummern wählt, werden wir es nicht erkennen", so Vos. Jack Clark, Product Marketing Manager von NAI ergänzt jedoch: "... wenn die Methoden um Erlaubnis zu bitten sehr angreifbar sind und wir genügend Nachfragen von unseren Kunden erhalten, ist es wahrscheinlich, dass wir die Erkennung hinzufügen."

Raimund Genes sieht in der Dialer-Erkennung zudem Parallelen zu so genannten Spaßprogrammen, die beispielsweise das Formatieren der Festplatte simulieren: "Wir erkennen viele Spaßprogramme und diese fangen dann beim 'Virennamen' mit Joke_ an. Aber etliche Kunden beschweren sich, dass wir diese an sich harmlosen Programme blockieren. Das selbe Problem ergibt sich bei der Blockierung von Dialern."

Die Erkennung bzw. Vereitelung der Installation und die Entfernung sind zwei sehr verschiedene Dinge. Gernot Hacker von Sophos dazu: "Die Deinstallation ist - wie Sie ja bereits wissen - unter Umständen nicht sehr trivial, da diese Programme das Ziel verfolgen, so resistent als möglich im System zu bleiben. Auch liegt hier im Regelfall eine Umkonfiguration der DFÜ-Netzwerk-Einstellungen vor. Und um diese rückgängig zu machen, müsste das hierfür zu nutzende Tool eine Sicherung der noch gewollten Konfiguration durchführen. Dies ragt über klassischen Virenschutz deutlich hinaus, für derartige Aufgaben existieren ja auch Tools wie z.B. Second Chance [Anmk. der Redaktion: Powerquest bietet das Tool nicht mehr an] oder GoBack, die per Mausklick eine Systemkonfiguration sichern und gegebenenfalls nach Änderungen wieder den Urzustand herstellen."

Die Konsequenz hieraus ist, dass im Zusammenhang mit dem Thema Sicherheit eine Schärfung des Bewusstseins aller Anwender ein wichtiges Ziel ist. "Nur durch den sorglosen Umgang mit Programmen - sei es durch Download von Websites oder durch E-Mail-Attachments - kann sich ein derartiger Dialer überhaupt ins System schmuggeln. Und wenn an diesem System ein hochgradig sorgloser Anwender sitzt, würde dieser vermutlich auch durch entsprechende Software nicht zu schützen sein, da ein derart strukturierter Anwender vermutlich gar kein Interesse an derartiger Software haben dürfte", so Gernot Hacker von Sophos.

Marc Vos, von NAI dazu: "In den meisten Fällen werden Internet-Surfer auf einer Website gefragt, auf einen bestimmten Button zu drücken, um zu einem bestimmten Bereich zu gelangen und nur in kleiner Schrift wird erklärt, dass durch Klick auf den Button die Internet-Verbindung unterbrochen und eine neue Verbindung über eine wirklich teure Telefonnummer aufgebaut wird. Diese Art von Aktivität kann verhindert werden, wenn die auf einer Webseite angebotenen Informationen sorgfältig gelesen werden." Hierbei lässt Vos unberücksichtigt, dass sich zunehmend Dialer ausbreiten, die auf den entsprechenden Webseiten keinerlei Informationen über ihren Einsatzzweck verraten und auf die Neugier der Anwender setzen.

  1. 1
  2. 2
  3. 3

Patrick 19. Nov 2004

Habe seit tagen eine dritte Lanverbindung laufen und weis nicht woher! Sie lässt sich...

sinan 21. Sep 2004

Traumteufel 28. Aug 2003

Wir Deutschen sind so salob das klingt, sind zu doof um uns zu wehren. Soooorrrrryyyy. 16...

micha 31. Jan 2003

hi, könnte etwas hilfe gebrauchen... ...bei mir hat sich ein dealer eingeschlichen. den...

terrasol 21. Apr 2002

hab noch keinen dialer kit ner anderen vorwahl,als 0190 erlebt,aber falls du dsl haben...

Kommentieren




Anzeige
  1. Software Engineer (m/w)
    PTV Planung Transport Verkehr AG, Karlsruhe
  2. JAVA-Entwickler/in
    über Schlagheck Radtke Oldiges Executive Consultants GmbH, Süddeutschland
  3. Business- / Service-Analyst (m/w)
    ADAC e. V., München
  4. Ingenieur (m/w) für die Softwareentwicklung für Kfz-Tuner
    TZ Mikroelektronik, Raum Stuttgart, Göppingen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       

Meistgelesen
  1. Radeon HD 7770 und 7750 im Test

    Die Grafikkarte mit 1 GHz für 159 Euro

  2. Youporn-Betreiber

    Hacker will 350.000 Datensätze bei Pornoseite erbeutet haben

  3. Smartphone-App

    Remove löscht störende Menschen im Bild

  4. Google

    Wir haben den größten DNS-Dienst

  5. Ron was wrong, Whit is right

    RSA-Schlüssel unsicherer als gedacht


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 270 | letzter Beitrag 13.02. 23:28

  2. Kommentare: 209 | letzter Beitrag 11:35 Uhr

  3. Kommentare: 194 | letzter Beitrag 14.02. 13:50

  4. Kommentare: 117 | letzter Beitrag 14.02. 12:39

  5. Kommentare: 114 | letzter Beitrag 11:34 Uhr

Mehr


  1. Megaupload

    Kompagnon von Kim Schmitz auf Kaution frei

  2. Open Source

    Debian-Projekt auf 14 Milliarden Euro geschätzt

  3. Apple-TV

    Tim Cook gibt Hinweise zum Apple-Fernseher

  4. Rockstar Games

    GTA 5 nutzt angeblich Sprachanimationen von Speech Graphics

  5. MITx

    MIT bietet ersten Onlinekurs an

  6. Apps für Windows 8

    Es darf jeden Namen nur einmal geben

  7. Jonathan Schwartz

    Ex-Sun-Chef analysiert die letzten Tage von Sun Microsystems

  8. Sicherheitslücke

    Groupware Horde enthält Backdoor

  9. Zynga

    2,9 Millionen zahlende Kunden bei Castleville & Co.

  10. Cloud-Smartphone

    Acer bestätigt Cloud Mobile mit Android 4



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Linux-Handbuch: Umfassendes Nachschlagewerk als Openbook erhältlich
Linux-Handbuch
Umfassendes Nachschlagewerk als Openbook erhältlich

Das Nachschlagewerk "Linux - Das umfassende Handbuch" ist als HTML-Version kostenlos erhältlich. Es behandelt die Grundlagen nicht nur von Linux, sondern auch von OpenBSD.

  1. Displayserver Wayland 0.85 als Testversion veröffentlicht
  2. Displayserver Wayland 1.0 wird stabil
  3. Linux Systemd mit Syslog-Ersatz veröffentlicht

Gema-Vermerk: Youtube sperrt irrtümlich Acta-Video von Bruno Kramm
Gema-Vermerk
Youtube sperrt irrtümlich Acta-Video von Bruno Kramm

Nach den weltweiten Demonstrationen gegen Acta stiftet eine einzelne Kopie des bekannten Anonymous-Videos "Was ist Acta?" Verwirrung. Sie wurde mit dem üblichen Gema-Hinweis gesperrt. Laut dem Produzenten dieser Fassung, Bruno Kramm, und Youtube war das ein Irrtum.

  1. Acta-Demos Zehntausende gegen "bekACTA Scheiß" in München und Berlin
  2. Acta im EU-Parlament Druck aus dem Netz und aus Berlin
  3. Acta Deutschland setzt Unterzeichnung von Acta aus

Tim Schafer: 40.000 US-Dollar für einen Konsolenpatch
Tim Schafer
40.000 US-Dollar für einen Konsolenpatch

Über 50.000 Unterstützer haben mittlerweile rund 1,7 Millionen US-Dollar für Tim Schafers Projekt "Adventure" gespendet. Der Spieldesigner von Double Fine freut sich und erzählt nebenbei, wie viel derzeit angeblich das Freischalten eines Updates über Xbox Live oder das Playstation Network kostet.

  1. Day of the Tentacle 600.000 US-Dollar für Tim Schafers neues Adventure
  2. Day of the Tentacle 600.000 US-Dollar für Tim Schafers neues Adventure

Zum Artikel