Schutzgemeinschaft stellt Strafanzeige gegen LetsBuyIt.com

Anzeige

Des Weiteren wurde dargestellt, dass der Verlust pro Aktie von 1,83 Euro auf 0,48 Euro gefallen ist, nicht erwähnt wurde jedoch, dass die Anzahl der Aktien, auf die sich der Verlust verteilt, erheblich gestiegen ist. Nicht erwähnt wurde zudem der absolute Gesamtverlust, der sich auf 50,45 Millionen Euro beläuft und damit mehr als zehnmal so hoch ist wie der Umsatz von 4,74 Millionen Euro. Nicht erwähnt wurde, dass die liquiden Mittel von 15,3 Millionen Euro per 31.12.00 auf nur noch 0,58 Millionen Euro per 31.12.01 gefallen sind. Nicht erwähnt wurde die Tatsache, dass die Wirtschaftprüfungsgesellschaft PWC auf Grund des negativen cash flows am 04. April 2002 erhebliche Zweifel an einer operativen Überlebensfähigkeit der LetsBuyIt.com äußerte. Diese der SdK-Meinung nach Ad-hoc-meldepflichtigen Tatsachen hat das Unternehmen nicht bzw. falsch dargestellt, um Anleger zu täuschen. Die SdK bittet die Staatsanwaltschaft, Ermittlungen gegen das Unternehmen aufzunehmen. Dabei möge die Staatsanwaltschaft auch prüfen, ob die Gesellschaft in der Vergangenheit meldepflichtige Tatsachen falsch dargestellt hat oder nicht ad hoc gemeldet hat. So hat die Gesellschaft beispielsweise im Dezember 2001 an ProSieben die Anzahl von 60 Millionen Aktien für die Schaltung von Werbespots ausgegeben, ohne Anleger ad hoc über dieses Geschäft zu informieren, so die SdK.

Die Schutzgemeinschaft wendet sich mit der Strafanzeige an die Münchner Staatsanwaltschaft, weil sich dort ein Firmensitz der Gesellschaft befindet und dort bereits Ermittlungen gegen den in Untersuchungshaft befindlichen LetsBuyIt-Investor Kim Schmitz laufen. Die SdK sieht hier Zusammenhänge, da die Herrn Schmitz vorgeworfenen kriminellen Insidergeschäfte nur durch die von der LetsBuyIt zu verantwortende Ad-hoc-Meldung vom 25.01.01 möglich waren. Darin wurde bekannt gegeben, dass die Kimvestor AG formal Interesse bekundet hat, noch vor Ende Februar ein Investment von bis zu 50 Millionen Euro in LetsBuyIt.com zu tätigen. Die Meldung löste einen extremen Kursanstieg aus. Dass die Kimvestor AG überhaupt nicht für 50 Millionen Euro solvent war, hätte vor der Meldung überprüft werden müssen und wäre einfach festzustellen gewesen.

Besonders fragwürdig erscheint dieser Sachverhalt jetzt, da bekannt geworden ist, dass es offensichtlich von einem Großaktionär Insidervorwürfe gegen das Management gibt, die derzeit untersucht werden. Die Schutzgemeinschaft hat neben der Staatsanwaltschaft auch das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel gebeten, die gestrige Ad-hoc-Mitteilung und die anderen erwähnten Vorgänge bezüglich möglicher Verstöße gegen das Wertpapierhandelsgesetz zu untersuchen.

 Schutzgemeinschaft stellt Strafanzeige gegen LetsBuyIt.com

Kommentieren




Anzeige
  1. Software-Entwickler / -innen
    AGORUM Software GmbH, Ostfildern
  2. Leiter/in IT-Desktop Support
    Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V., Hamburg
  3. Elektrotechniker/in oder Informatiker/in
    Polizeipräsidium Westhessen, Wiesbaden
  4. Informatikerin / Informatiker IT-Koordinatorin/IT-Koordina- tor
    Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES), Bremerhaven

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       

Meistgelesen
  1. Tinkerforge im Test

    Elektronik zum Stapeln

  2. Diablo 3

    Höllischer Bug und harmlose Hardwareanforderungen

  3. Diablo 3

    Blizzards Server seit Stunden kaum erreichbar

  4. Forbes-Magazin

    Steve Ballmer macht Microsoft zu einem zweiten RIM

  5. Kepler GK110

    Größter Chip der Welt mit 7 Mrd. Transistoren und Hyper-Q


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 325 | letzter Beitrag 19:26 Uhr

  2. Kommentare: 214 | letzter Beitrag 07:00 Uhr

  3. Kommentare: 171 | letzter Beitrag 19:34 Uhr

  4. Kommentare: 115 | letzter Beitrag 13:09 Uhr

  5. Kommentare: 111 | letzter Beitrag 21:22 Uhr

Mehr


  1. Verbraucherschützer

    Facebook soll Geld aus Börsengang für Kundendienst nutzen

  2. Bundesinnenministerium

    Weniger Straftaten im Internet

  3. Displayserver

    X.org soll neue API bekommen

  4. Facebook, Wikis und Blogs

    Social-Media-Leitfaden für Bundeswehrangehörige

  5. Raumfahrt

    Nasa bereitet bemannte Mission zu einem Asteroiden vor

  6. Oracle gegen Google

    Oracle könnte fast leer ausgehen

  7. Mobilfunk

    Fast jedes dritte Handy in Deutschland ist ein Smartphone

  8. Gaming-PC

    MSIs Norris Edition kommt ohne Chuck

  9. Navigon für Android

    Navigationsanwendung ist fit fürs Galaxy Nexus

  10. Forbes-Magazin

    Steve Ballmer macht Microsoft zu einem zweiten RIM



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Tesla K10: Kepler mal zwei mit schnellem Speicher
Tesla K10
Kepler mal zwei mit schnellem Speicher

GTC 2012 Nicht mit einer, sondern gleich mit zwei GPUs vom Typ GK104 ist die neue Tesla-Karte von Nvidia bestückt. Sie ist für Anwendungen mit einfacher Genauigkeit vorgesehen, bietet aber viel höhere Bandbreite als Fermi.

  1. Kepler GK110 Größter Chip der Welt mit 7 Mrd. Transistoren und Hyper-Q
  2. Grafikkarte Nvidias GTX-670 bisher gut verfügbar
  3. Geforce GTX-690 im Test Schnellste und sparsamste Dual-GPU überzeugt

Appelle: Gegenaufruf zu Urheberrecht hat fast 5.000 Unterzeichner
Appelle
Gegenaufruf zu Urheberrecht hat fast 5.000 Unterzeichner

Mit der Aktion "Wir sind die Bürger" mischen sich Aktivisten mit versöhnlichen Tönen in den Streit um ein neues Urheberrecht ein. Anonymous veröffentlicht indes Adressen.

  1. CDU-Fraktionsvizechef "Anonymous handelt zutiefst antidemokratisch"
  2. Urheberrecht Künstler mit Verlustängsten
  3. Geistiges Eigentum Urheber gegen Urheber

Firefox 14 für Android Beta: Mozillas Browser wird schneller und unterstützt Plugins
Firefox 14 für Android Beta
Mozillas Browser wird schneller und unterstützt Plugins

Mozilla hat eine Betaversion von Firefox 14 für Android veröffentlicht, die sich mit neuem User Interface besser in Android einpasst, schneller ist und Plugins wie Adobe Flash unterstützt.

  1. Windows 8 Firefox wird zum kombinierten Browser im Metro-Stil

Zum Artikel