Der Ältestenrat des Deutschen Bundestages hat entschieden, das derzeit im
Deutschen Bundestag verwendete Betriebssystem Windows NT durch eine Mischung aus Linux im Server-Bereich und Windows XP im Client-Bereich zu ersetzen. Damit hat sich der Bundestag für eine Softwarestrategie entschieden, die die Abhängigkeit von einzelnen Herstellern deutlich reduziert.
Bundesinnenminister Otto Schily begrüßt diese Strategie:
"Die Entscheidung des Bundestages ist ein gutes Signal auch für die Verwaltungen des Bundes, der
Länder und der Gemeinden, ihre Softwarelandschaften aus einseitigen
Abhängigkeiten zu lösen. Ich sehe sie auch als Bestätigung der Strategie der
Bundesregierung, die für die Bundesverwaltung einen verstärkten Einsatz von
Open-Source-Software empfiehlt."
Auch das
Bundesinnenministerium setzt nach eigenen Angaben bei der Migration seiner Systeme auf eine gemischte Lösung aus Linux und Windows. Die im
Innenministerium angesiedelte Koordinierungs- und Beratungsstelle der
Bundesregierung für Informationstechnik in der Bundesverwaltung (KBSt) hat durch Veröffentlichungen und Workshops schon in den beiden letzten Jahren Grundlagen für den Einsatz von Open-Source-Software in der Verwaltung gelegt.
Gegenwärtig vernetzt und
bündelt sie die zahlreichen Projekte und hat gemeinsam
mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ein Programm
zur Förderung von Pilotprojekten aufgelegt.
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