Sun wirft Microsoft mit Windows XP Verbrauchertäuschung vor

Passportkonto nicht für Internetnutzung notwendig

Eine "Irreführung der Verbraucher" wirft der Computerhersteller Sun Microsystems Microsoft angesichts der Produkteinführung von Windows XP vor. Beim Start meldet sich das Betriebssystem mit dem Hinweis "Sie brauchen ein Passport-Konto, um die Internet-Kommunikationsfunktion von Windows XP nutzen ... zu können". "Beim Computerneuling wird damit der völlig falsche Eindruck erweckt, dass Internetnutzung nur mit Passport möglich sei", kritisierte Dr. Helmut Wilke, Geschäftsführer der Sun Microsystems GmbH.

Anzeige

Wer sich dennoch anmeldet, öffnet dem Softwarehersteller den Weg in die eigene Privatsphäre, warnt Sun. Man solle die bei der Passport-Anmeldung geforderten persönlichen Daten nicht eingeben. "Microsoft geht es darum, jeden Computernutzer auf der Welt mit einer eindeutigen 64-Bit-Nummer identifizieren zu können. Damit würde der gläserne Internet-Surfer zur Realität."

Was dem XP-Nutzer beim Start nicht mitgeteilt wird: Microsoft will die Identifizierungsnummern künftig im großen Stil an andere Unternehmen weitergeben, teile Sun mit. Sobald sich der Verbraucher bei einer Website anmeldet, die mit Microsoft kooperiert, wird seine Identifizierung an den Betreiber dieser Website übermittelt. Microsoft verdiene jedes Mal an der Weitergabe der Informationen, während der Verbraucher dadurch jedwede Kontrolle über seine persönlichen Daten verliert, heißt es in einer Mitteilung von Sun Microsystems.

"Microsoft ist die am wenigsten geeignete Firma, um die zentrale Meldebehörde und Passstelle der Welt zu sein. Das erkennt man schon daran, dass das Grundprinzip von Passport nicht etwa der Datenschutz ist, sondern die Weitergabe der Daten an Marketingpartner", resümiert Dr. Helmut Wilke. "Daher sollte kein XP-Nutzer seine persönlichen Daten freiwillig an Microsoft übermitteln. Die Verwendung von XP, die Produktaktivierung und der Gang ins Internet funktionieren ohne die völlig überflüssige Passport-Anmeldung."

Es gibt bislang nur wenige Internetangebote, die meisten davon zu Microsoft gehörende Dienste, und ein paar Dutzend Onlineshops, die Passport akzeptieren. "Passport ist wie eine Kreditkarte, die in einem einzigen Restaurant im Norden Berlins und einem einzigen Geschäft im Münchener Süden akzeptiert wird - und sonst nirgendwo", polemisiert Wilke.

Sun Microsystems hat gemeinsam mit über 30 anderen Unternehmen die "Liberty Alliance" ins Leben gerufen, die einen firmenübergreifenden Standard für die freiwillige Identifizierung von Internet-Nutzern anstrebt. Im Unterschied zum Microsoft-Pass werden die Daten bei Liberty nicht an einer zentralen Stelle gesammelt, sondern verbleiben bei Banken, Kreditkartengesellschaften und anderen Unternehmen, denen die Verbraucher bislang schon ihre persönlichen Daten anvertraut haben.


Stereoide 31. Jan 2003

Also ich bin mit dem Mozilla 1.3a/Win XP unterwegs und kann mir die MSN/Passport-Seiten...

KluScheiWu 18. Mär 2002

Um die Richtig-oder-Falsch-Frage zu diese Aktion adäquat zu beantworten, sollte man sich...

knigge 26. Nov 2001

dann kauf dir einen Duden..............

ms geier 01. Nov 2001

nur nebensächlich darum, dass der xp user zu glas wird, nein billyboy hat eine neue...

True Lies 27. Okt 2001

Die Leute sollten sich den Film "Der Staatsfeind NR.1" noch einmal anschaun. Dann wissen...

Kommentieren




Anzeige
  1. IT Servicetechniker (m/w) Prozess- und Steuerungssoftware
    Marel Food Systems über Mercuri Urval GmbH, Großraum Osnabrück
  2. Softwareentwickler (m/w)
    DMG Automation GmbH, Hüfingen
  3. Produktmanager / Produktmanagerin
    econda GmbH, Karlsruhe
  4. IT-System-Administrator (m/w)
    Endress+Hauser Conducta Gesellschaft für Mess- und Regeltechnik mbH & Co. KG, Gerlingen, Waldheim bei Dresden, Groß-Umstadt bei Darmstadt

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       

Meistgelesen
  1. Tablet-Nachfolger

    iPad-3-Teile aufgetaucht

  2. Tim Schafer

    40.000 US-Dollar für einen Konsolenpatch

  3. Gema-Vermerk

    Youtube sperrt irrtümlich Acta-Video von Bruno Kramm

  4. ProLiant Gen8

    HP macht Server unabhängig

  5. Youporn-Betreiber

    Hacker will 350.000 Datensätze bei Pornoseite erbeutet haben


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 270 | letzter Beitrag 13.02. 23:28

  2. Kommentare: 200 | letzter Beitrag 14.02. 22:07

  3. Kommentare: 194 | letzter Beitrag 14.02. 13:50

  4. Kommentare: 117 | letzter Beitrag 14.02. 12:39

  5. Kommentare: 100 | letzter Beitrag 14.02. 18:09

Mehr


  1. Youporn-Betreiber

    Hacker will 350.000 Datensätze bei Pornoseite erbeutet haben

  2. TZ77XE4

    Biostar zeigt Mainboard für Ivy Bridge und Sandy Bridge

  3. Unity Technologies

    Bessere Grafik und KI mit Unity 3.5 verfügbar

  4. Fifa Street

    Last Man Standing auf dem Bolzplatz

  5. Isis Web Browser

    Neuer Browser für HPs WebOS

  6. Nortel Networks

    Nortel war fast zehn Jahre lang gehackt

  7. Thermosensor

    Schmetterlingsflügel macht Wärme sichtbar

  8. Deutsche Gamestage

    Call for Papers der Quo Vadis verlängert

  9. Vodafone

    LTE auf dem Smartphone kostet monatlich 10 Euro mehr

  10. Abmahnabzocke

    Maximal 100 Euro Abmahngebühr für Urheberrechtsverstöße



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Spielebranche: Diskussion über "stinkende Gamer"
Spielebranche
Diskussion über "stinkende Gamer"

Nach der Gamescom 2011 löste ein TV-Bericht von RTL über angeblich schlecht riechende Gamer Empörung aus. Jetzt folgt die Aufarbeitung der Szene beim Games Culture Circle in Berlin.

  1. Umfrage Zuschauer wollen mehr HD-Programme
  2. Golem.de guckt Wärmegedämmte Verschwörungstheorien
  3. Golem.de guckt George Orwell und der nigerianische Wahlkampf

IBM-Mainframe: Nasa schaltet letzten Großrechner ab
IBM-Mainframe
Nasa schaltet letzten Großrechner ab

Die Nasa hat den letzten IBM-Mainframe abgeschaltet. Damit gehe eine Rechnerära bei der Nasa zu Ende, schreibt deren IT-Chefin.

  1. Grail Nasa veröffentlicht Video von der Rückseite des Mondes

Blackhole Toolkit: Cryptome gehackt und mit Malware infiziert
Blackhole Toolkit
Cryptome gehackt und mit Malware infiziert

Cryptome ist gehackt und mit einer Schadsoftware infiziert worden. Der Schadcode hatte alle Seite das Angebotes befallen, das deshalb komplett wiederhergestellt werden musste.

  1. Evilshadow Microsoft Store in Indien gehackt
  2. Nach Hackerangriff Polizei-Webserver in Nordrhein-Westfalen seit 12 Tagen down
  3. Windows und Office 21 Sicherheitslücken in Microsofts Software

Zum Artikel