Kaspersky Lab: Neue Version von Anti-Virus für Unix/Linux

Support für OpenBSD, Solaris und Exim Mailserver

Der Antivirenspezialist Kaspersky Lab hat eine neue Version von Kaspersky Anti-Virus für Unix/Linux auf den Markt gebracht. Diese ermöglicht nun auch eine zentralisierte Installation und Verwaltung der Antiviren-Software auf File- und Application-Servern unter OpenBSD (Version 2.8) und Solaris 8 (Intel-Plattform). Neu ist auch der Support für den Exim Mailserver, der zu den fünf verbreitetsten E-Mail-Gateways für Unix/Linux zählt.

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Die Software beruht auf der Viren-Erkennungstechnologie von Kaspersky Lab und läuft jetzt unter den Betriebssystemen Linux, FreeBSD, BSDi, OpenBSD und Solaris. Eine Lösung zur Integration in Sendmail-, Qmail-, Postfix- und Exim-Server wird mitgeliefert. Weiter ist neben den Modulen Scanner, Daemon und Monitor das Network Control Center enthalten, mit dem Clients im Netzwerk zentral verwaltet werden können.

Automatische Updates der Virendatenbank, eine interaktive Shell zur Konfiguration sowie ein Spezialmodul zum Erstellen und Auswerten von Statistiken sind ebenfalls inbegriffen.

Die neue Version von Kaspersky Anti-Virus für Unix/Linux besitzt zudem eine Reihe von Funktionen, die die Absicherung des Netzwerks zuverlässiger und effektiver gestalten sollen. Dazu gehört ein Scan-Verfahren mit Multithreading-Technologie, das es dem Antiviren-Scanner ermöglicht, eine beliebige Anzahl von Dateien gleichzeitig zu prüfen. Die Anzahl der aktiven Sessions wird nur von der Server-Kapazität limitiert und kann vom Anwender in der Kommandozeile oder über die Konfigurationsdatei von Kaspersky Anti-Virus festgelegt werden.

Der in Kaspersky Anti-Virus für Unix/Linux enthaltene Antiviren-Monitor wurde ebenfalls weiter entwickelt. Im Unterschied zu früheren Versionen fängt der neue Monitor nun Dateioperationen ab und übergibt die entsprechenden Objekte in Echtzeit zur Prüfung an den Antiviren-Daemon. Dabei wird nun kein temporäres Verzeichnis mit zeitversetzter Prüfung mehr eingesetzt. Die Verarbeitungsroutinen wurden so weit verbessert, dass die Scangeschwindigkeit bei E-Mails um fast 35 Prozent gesteigert wurde, teilte der Hersteller mit.

Die neue Funktion zum periodischen Scannen festgelegter Verzeichnisse kann für verschiedene Aufgaben genutzt werden, wie zum Beispiel für die Prüfung des Inhaltes eines E-Mail-Accounts. Außerdem erfordert die Installation des Monitors weder eine Neukompilation des Betriebssystem-Kernels noch einen Neustart des Servers. Das Berichtmodul kann Statistiken in Echtzeit oder für einen vom User vorgegebenen Zeitraum generieren.

Durch die Programmierschnittstelle (API) soll die Entwicklung von Fremdapplikationen für Kaspersky Anti-Virus vereinfacht werden. Im Lieferumfang sind nun auch spezielle Bibliotheken enthalten, die die Steuerung des Antiviren-Daemons erleichtern. In der neuen Version findet sich zum ersten Mal auch die Möglichkeit, das Programm über ein HTML-Interface und eine HTTPS-Verbindung remote zu verwalten.

Der neuen Produktlinie entsprechend, die im April 2001 vorgestellt wurde, wird Kaspersky Anti-Virus für Unix/Linux mit Business Optimal und Corporate Suite ausgeliefert. Die Käufer von Kaspersky Anti-Virus bezahlen lediglich die Module, die sie wirklich benötigen. Registrierte Anwender früherer Versionen von Kaspersky Anti-Virus Business Optimal und Kaspersky Anti-Virus Corporate Suite können die neue Programmversion für Unix/Linux-Server gratis von der Web-Site des Herstellers beziehen.


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