Fraunhofer IGD zeigt auf der IFA mobile Multimedia-Dienste

Einkaufen und Informieren nie mehr ohne PDA

Im Gewirr einer Messe problemlos den Stand des gesuchten Ausstellers finden, auf Flughäfen sich über Verspätungen oder den schnellsten Weg zum Abflugterminal informieren, beim Einkaufen das günstigste Angebot herausfiltern - der vom Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD in Rostock entwickelte elektronische Assistent soll dies möglich machen.

Anzeige

Die Forscher zeigen ihre tragbaren, individuellen Informations- und Navigationssysteme sowie den Shopping-Assistenten auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin. Besitzt der IFA-Besucher ein Palm-Handheld oder einen anderen Taschencomputer, kann er sich auf dem 160.000 Quadratmeter großen Gelände unter dem Funkturm leicht orientieren. So informiert das mobile Informationssystem "eGuide" der IGD-Forscher den Messegast zu Ausstellern und Produkten, zeigt Hallenübersichtspläne und bestimmte Standpositionen an. Außerdem kann der Besucher seine individuelle Messetour zusammenstellen und Notizen zu einzelnen der insgesamt mehr als 900 Ausstellern eingeben.

Besitzer von WAP-Handys können zumindest die Standnummer eines Ausstellers abfragen und sich auf dem Display anzeigen lassen. Doch "eGuide" bietet noch weitere Funktionen: Der digitale Führer gibt dem Besucher einen Überblick und detaillierte Informationen zu aktuellen Veranstaltungen und Vorträgen, die im Rahmen einer Messe bzw. Konferenz stattfinden. "eGuide" wurde bereits auf zahlreichen Messen und Kongressen, wie z. B. der CeBIT 2000, der EXPO 2000 oder der Systems 2000 sowie in großen Museen erfolgreich eingesetzt.

Zur IFA haben die Wissenschaftler das System erweitert. "Wir haben die Daten klarer nach Produkt-, Raum- und Vortragsgruppen strukturiert. Der Anwender kann das System noch effizienter und individueller nutzen", so Martin Giersich, Projektleiter am Fraunhofer IGD Rostock. "eGuide" basiert auf dem XyberScout-Konzept, das eine einheitliche Plattform für persönliche mobile Informationsdienste bereitstellt. Auch den Produktionsprozess des digitalen Führers hat das Team grundlegend überarbeitet. Ein Generator, im XyberScout verankert, erzeugt automatisch einen großen Teil der Anwendung. Besitzer von mobilen Palm-Handheld-Computern können sich den digitalen Messe- bzw. Konferenzführer der IFA zu Hause über ihren PC aus dem Web herunterladen.

Auf dem Gelände der Messe Berlin stehen ferner auch so genannte "Datentankstellen" zur Verfügung, an denen Besucher ihre mobilen Geräte mit den gewünschten Daten bestücken können.

Nicht nur während des Messebesuchs, sondern auch beim Einkaufen, beim Stadtrundgang oder im dichten Verkehr sollen PDAs in Zukunft Informationen liefern. Was heute möglich ist, zeigen die Wissenschaftler des Fraunhofer IGD Rostock auf der IFA 2001 (Halle 5.3, Stand 08): Mit dem System "eShop" entwickelten sie einen mobilen Shopping-Assistenten, der stressfreies Einkaufen garantieren soll. Schon zu Hause kann der Kunde seine persönliche Einkaufsliste mit Hilfe einer Webseite auf seinem Handheld-Computer zusammenstellen und zusätzliche Informationen speichern. Im Kaufhaus erhält er über das Display Sonderangebote oder aktuelle Produktinformationen angezeigt und kann sich schnell orientieren, wo die gewünschte Ware zu finden ist. Denn sein elektronischer Assistent ist per Funksignal mit dem Kaufhaus-Server verbunden. Allein mit Bleistift und Einkaufszettel ist der Kunde häufig überfordert, alle Produkt- und Preisinformationen zu erhalten bzw. zu prüfen. Mit "eShop" hat er die Möglichkeit, Preise vor Ort zu vergleichen - etwa mit den gespeicherten Daten eines anderen Warenhauses. "Zukünftig werden die Verbraucher sehr viele Dienste über mobile Kleinstgeräte wie Taschen-Computer oder Handys abfragen - mittels stationärer Dienste oder dem Web. Deshalb werden wir auf den Erkenntnissen des Prototypen aufbauen und neue Basis-Werkzeuge entwickeln, die für unterschiedlichste Anwendungsbereiche effizient einzusetzen sind", beschreibt Martin Giersich das Projektziel.

Das System "eShop" entstand im Rahmen von "Electronic Assistance e-ssist", einer Initiative des Fraunhofer-Verbundes Mikroelektronik V

µ

E. Von den Möglichkeiten des "eShop"-Systems können sich IFA-Besucher am Stand "e-ssist" der Fraunhofer-Gesellschaft (Halle 5.3, Stand 08) überzeugen.


Kommentieren




Anzeige
  1. Java Web Developer Backend (SQLServer) im M-Commerce (m/w)
    über HRM CONSULTING GmbH, Berlin
  2. Oracle Datenbankentwickler (m/w)
    ckc ag, Region Braunschweig
  3. IT Manager (m/w)
    Seaarland Shipmanagement GmbH & Co. KG, Hamburg (Reisebereitschaft)
  4. Testspezialist (m/w)
    PENTASYS AG, München und Frankfurt

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       

Meistgelesen
  1. Tablet-Nachfolger

    iPad-3-Teile aufgetaucht

  2. Tim Schafer

    40.000 US-Dollar für einen Konsolenpatch

  3. Gema-Vermerk

    Youtube sperrt irrtümlich Acta-Video von Bruno Kramm

  4. ProLiant Gen8

    HP macht Server unabhängig

  5. Youporn-Betreiber

    Hacker will 350.000 Datensätze bei Pornoseite erbeutet haben


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 270 | letzter Beitrag 13.02. 23:28

  2. Kommentare: 200 | letzter Beitrag 14.02. 22:07

  3. Kommentare: 194 | letzter Beitrag 14.02. 13:50

  4. Kommentare: 117 | letzter Beitrag 14.02. 12:39

  5. Kommentare: 100 | letzter Beitrag 14.02. 18:09

Mehr


  1. Youporn-Betreiber

    Hacker will 350.000 Datensätze bei Pornoseite erbeutet haben

  2. TZ77XE4

    Biostar zeigt Mainboard für Ivy Bridge und Sandy Bridge

  3. Unity Technologies

    Bessere Grafik und KI mit Unity 3.5 verfügbar

  4. Fifa Street

    Last Man Standing auf dem Bolzplatz

  5. Isis Web Browser

    Neuer Browser für HPs WebOS

  6. Nortel Networks

    Nortel war fast zehn Jahre lang gehackt

  7. Thermosensor

    Schmetterlingsflügel macht Wärme sichtbar

  8. Deutsche Gamestage

    Call for Papers der Quo Vadis verlängert

  9. Vodafone

    LTE auf dem Smartphone kostet monatlich 10 Euro mehr

  10. Abmahnabzocke

    Maximal 100 Euro Abmahngebühr für Urheberrechtsverstöße



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Paypal: Nutzern von Kino.to drohen Strafverfahren
Paypal
Nutzern von Kino.to drohen Strafverfahren

Zahlenden Nutzern der im Juni 2011 geschlossenen Filmplattform Kino.to drohen dem Nachrichtenmagazin Focus zufolge Strafverfahren. Rechtsanwalt Udo Vetter befürchtet sogar Hausdurchsuchungen, "wenn die Strafverfolger sich auf glattes Parkett begeben". Noch im Februar 2012 will die GVU zudem gegen den Kino.to-Nachfolger Kinox.to Strafanzeige erstatten.

  1. Kino.to-Prozess Kein Unterschied zwischen Streaming und Herunterladen
  2. Kino.to Drei Jahre Haft wegen Links auf illegale Filmkopien
  3. Kino.to Haftstrafe wegen gewerbsmäßiger Urheberrechtsverletzung

Club-Mate: Hack fürs Hirn
Club-Mate
Hack fürs Hirn

Es sprudelt, schäumt und schmeckt - nicht jedem. Macht nichts: Club-Mate ist Kult und aus der Hackerkultur nicht mehr wegzudenken. Wie es dazu kommen konnte, erzählt das Buch Hackerbrause.

  1. Retro-Gnome Cinnamon 1.2 stabilisiert API und Desktop
  2. Linux Mint Cinnamon wird wohl Standarddesktop
  3. 28C3 Hacker hinter feindlichen Linien

Desktop-Roadmap: Mozilla hat mit Firefox 2012 viel vor
Desktop-Roadmap
Mozilla hat mit Firefox 2012 viel vor

Mozilla hat seine Roadmap für die Desktopversion von Firefox aktualisiert und plant demnach für 2012 zahlreiche Neuerungen. Firefox bekommt ein Login, soll als Metro-Version für Windows 8 umgesetzt werden, Nutzer besser vor Tracking schützen und schneller werden.

  1. Browser Firefox 10.0.1 bringt Fehlerkorrekturen
  2. Firefox Neue Seite für neue Tabs
  3. Firefox Updates in aller Stille

Zum Artikel