Polizei droht Computer-Chaos

Gefahr von Datenverlusten durch Planungsfehler in den Ländern

Die Einführung moderner Datenverarbeitung bei der Polizei, die Bund und Länder bis 2003 rund 1,5 Milliarden DM kostet, droht nach Informationen des Spiegel zum technischen und finanziellen Desaster zu werden.

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Weil das Projekt nicht vorankommt, das derzeitige Auskunftssystem aber völlig veraltet ist, wurde 1998 der Aufbau eines neuen, bislang 250 Millionen DM teuren Fahndungscomputers beschlossen. Im Oktober soll das alte System eingemottet werden. Daraus aber wird wohl nichts. Eine BKA-interne Arbeitsgruppe fürchtet beim Datentransfer von alt auf neu ein "hohes Risiko an Datenverlusten und Ausfallzeiten" sowie die Gefahr der Verfälschung des Datenbestandes.

Jeder Monat des Parallelbetriebs von alten und modernen Anlagen verschlingt aber Millionen: Allein dem BKA entstehen monatlich eine Million DM Kosten, so der Spiegel. In den meisten Bundesländern sind es noch mal fast genauso viel, in Rheinland-Pfalz beispielsweise rund 800.000 DM.

Schuld am Chaos seien Planungsfehler in den Ländern, schreibt der Spiegel. Weil jedes Land bei der Computerisierung eigene Wege ging, seien die Systeme nur schwer kompatibel zu machen.

Laut interner BKA-Analyse sind derzeit nur Rheinland-Pfalz und Hamburg fit für den Datenverbund. Sobald aber nur ein Land aus dem Datennetz ausfällt, warnt der rheinland-pfälzische Innenminister Walter Zuber, hätte das "den Zusammenbruch des bundesweiten Fahndungsverbundes zur Folge".


Dagobert 20. Feb 2001

Ich brauche mehr Infos!!!

capone 20. Feb 2001

find ich grossartig!

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