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OS im Browser: Inferno soll Java Konkurrenz machenSchlanke Virtual Machine für vernetzte und sichere Anwendungen
Limbo soll laut Vita Nuova auf Grund der Ähnlichkeit zu C schnell zu erlernen und die erzeugten Applikationen leicht in alle Inferno-Umgebungen portierbar sein. Innerhalb der Inferno VM, die in Form des nur 719 KB großen Plug-ins derzeit ausschließlich für den Internet Explorer ab Version 4 zur Verfügung steht, werden die in Form von Modulen vorliegenden Limbo-Programme in einem eigenen gesicherten Bereich ("Inferno Sandbox") ausgeführt. Dieser erlaubt
in seiner derzeitigen Version den Zugriff auf ein virtuelles read-only KFS-Filesystem sowie eine beschreibbare RAM-Disk als Zwischenspeicher.
Die innerhalb einer Webseite aufgerufenen Limbo-Module werden vom Plug-in automatisch gestartet und interagieren je nach Funktionalität mit dem Anwender. Während nicht signierte (unsigned/untrusted) Module in einem eigenen Namespace ohne Netzwerk- oder lokalen Laufwerkszugriff laufen, dürfen signierte (signed/trusted) Module auf Wunsch auf einen größeren Namespace zugreifen und erlauben mehr Möglichkeiten. Die zum Download bereitstehende Vorab-Version des Plug-ins unterstützt allerdings nur unsignierte Module, Unterstützung für signierte Module, Netzwerkverbindungen und kontrollierten Zugriff auf Geräte sollen in der zweiten Version folgen. Das fertige Plug-in soll alle Inferno-Authentifizierungs- und Sicherheits-Mechanismen zur gegenseitigen Authentifizierung, Nachrichten-Authentifizierung und -Verschlüsselung bei der Verbindung mit allen denkbaren Internet-Diensten umfassen. So sollen Netzwerk-Verbindungen gegen Modifikationen und/oder Abhören (Snooping) auf verschiedene Arten geschützt werden können. Die in Limbo geschriebenen Plug-in-Applikationen werden in ".dis" (Modulformat von Limbo) Bytecode kompiliert und können entweder von der Dis Virtual Machine interpretiert oder on-the-fly in Maschinencode für die jeweilige Architektur kompiliert werden. Die Applikation kann auf jedem System entwickelt und debugged werden, auf dem Inferno derzeit läuft - auf eigenständigen Inferno-Systemen, unter Linux, Solaris, Plan 9, Windows und nun auch im Internet Explorer selbst. Inferno ist ein skalierbares Netzwerkbetriebssystem, das auf verteiltes Berechnen ("Distributed Computing") in Multi-Prozessor-Systemen und Rechner-Netzwerken ausgelegt ist und damit ideal für Hochleistungs- und Hochverfügbarkeits-Umgebungen sein soll. Es kann über Vita Nuova in Form einer Abonnement-Lizenz bezogen werden und steht dann im Source-Code zur freien Verfügung - ähnlich Open-Source-Software. Das Internet-Explorer-Plug-in für Windows sowie eine Installations-Version (ohne Sourcen) von Inferno für alle Windows-Versionen sowie Linux stehen unter www.vitanuova.com zum kostenlosen Download zur Verfügung. Für das Plug-in stehen bereits einige Demonstrations-Applikationen zur Verfügung. (ck)
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