Die Universität Tübingen hat einen neuen skalierbaren
Supercomputer mit Intel-Architektur ausgebaut. Der Verbund
aus Personal-Computern mit insgesamt 196 Intel-Pentium-III-Prozessoren kostet weniger als ein Drittel im Vergleich zu
konventioneller Mainframetechnik.
Der als "Kepler-Cluster" bezeichnete Supercomputer der
Universität Tübingen besteht aus einem Netzwerk (Cluster)
von PCs, die mit Dual-Mainboards mit dem Intel-BX-Chipsatz
und jeweils zwei Pentium-III-Prozessoren mit 650 MHz
ausgestattet sind. Als Front-End-Rechner stehen zwei Server
mit Dual-Mainboard und jeweils zwei Pentium-III-733-MHz-Prozessoren zur Verfügung, die auf 2 Gigabyte RAM
zugreifen können. Für die Ausfallsicherheit sorgen 13
zusammengeschaltete 50-GB-Festplatten.
Nach Angaben der Universität hätte noch vor fünf Jahren ein
vergleichbarer Supercomputer basierend auf proprietären
Technologien rund 200 Millionen Mark gekostet. Der
ausbaufähige Kepler Cluster konnte für rund eine Million DM
realisiert werden.
Innerhalb des Sonderforschungsbereiches 382 wird der
Supercomputer für komplexe Simulationen aus der Astrophysik
und der Strömungsmechanik
eingesetzt. Zudem steht den
Forschern damit ein Werkzeug zur Verfügung, um moderne
hochgradig effiziente numerische Verfahren zu entwickeln und
zu erproben. Als Betriebssystem kommt Linux zum
Einsatz.
In der Liste der 500 schnellsten Supercomputer der Welt ist
der Kepler Cluster der drittschnellste "self-made" Computer
hinter dem Linux-Cluster der Technischen Universität
Chemnitz.
(ad)